Versicherungen

Die Qual der Wahl haben Studierende auch bei ihren Versicherungen: Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Hausratversicherung, KFZ-Versicherung, Auslandskrankenversicherung. Und so weiter.

Was ist Pflicht? Was sollte man sich leisten? Worauf kann man eher verzichten? Welche freiwilligen Versicherungen aus dem womöglich schmalen studentischen Geldbeutel noch finanziert werden, ist natürlich eine individuelle Entscheidung. Hier aber ein paar Überlegungen dazu – ohne jedweden Anspruch auf Vollständigkeit!

Eins vorweg und ziemlich logisch: Angebote vergleichen, Leistungen genau prüfen und sich ausführlich beraten lassen – das ist der wichtigste Spar-Tipp.

Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Beides muss sein. Pflicht! Die Mitgliedschaft muss bereits bei der Einschreibung nachgewiesen werden. Die meisten Erstsemester sind anfangs weiterhin über ihre Familie mitversichert, ohne eigene Beiträge zu zahlen.

Danach hängt es vor allem vom Alter und den eigenen Einkünften ab, ob und wann und wie sich Studierende selbst versichern müssen.

Eine ziemlich gute Zusammenfassung hierzu bietet eine Themenseite der Verbraucherzentrale.

Haftpflichtversicherung

Eine private Haft­pflicht­versicherung ist wahrscheinlich die wichtigste freiwil­lige Police überhaupt, auch für Studierende. Sie schützt vor ruinösen finanziellen Folgen eines eigenen Fehlers. Denn wer Dritten einen Schaden zufügt, ist mit seinem gesamten Vermögen zum Schadens­ersatz verpflichtet. Das gilt für Personenschäden, Sach­schäden und Vermögens­schäden im privaten Bereich. Es kann um Millionen gehen.

Nicht ganz so teure Beispiele: Beim selbstverschuldeten Fahrradunfall wird eine Person verletzt. In der WG läuft die Waschmaschine aus oder die Badewanne über – und der Untermieter hat eine feuchte Decke. Der Schlüssel zur Wohnung ist weg – und der Vermieter muss die Schließanlage im gesamten Haus tauschen.

Vorm Abschluss einer eigenen Privathaftpflicht lohnt eine Frage bei den Eltern. Denn in manch einer Police sind studierende Kinder mitversichert.

Unfallversicherung

Während des Studiums (also beispielsweise in Lehrveranstaltungen, im Labor, in der Uni-Bibliothek) und auch auf direktem Weg dahin bzw. nach Hause sind Studierende ohne eigenen Beitrag über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Bei allen Aktivitäten außerhalb der Uni, sozusagen in der „Freizeit“, gilt das nicht. Diese Lücke könnte eine private Studierenden-Unfallversicherung schließen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Studierende eine wichtige Maßnahme zur persönlichen Risikovorsorge. Unfälle oder schwere Erkrankungen können bereits zu Berufsunfähigkeit führen, bevor überhaupt ins „richtige“ Arbeitsleben gestartet wird! Einen gesetzlichen Schutz gegen Berufsunfähigkeit gibt es seit geraumer Zeit nicht mehr.

Hausratversicherung

Wer einen eigenen Hausstand gründet, also eine eigene Wohnung mietet, sollte über eine Hausratversicherung nachdenken. Wasser- und Feuerschäden, Einbruch und Diebstahl, diese Risiken werden damit abgedeckt. Für nur wenige Euro Versicherungsprämie im Monat wird – je nach Police – der Neuwert der Sachen komplett erstattet. Für Studierende wichtig sind die jeweiligen Klauseln zu Fahrrädern und mobilen Endgeräten. Hier ist auch entscheidend, wo/wann genau solche Gegenstände versichert sind (oder besser: wo/wann nicht).

Wer dagegen nur über Tisch, Stuhl, Bett und Uralt-Elektronik verfügt, kann auf eine Hausratversicherung vielleicht verzichten oder nur eine geringen Wert versichern.