Hilde Domin Programm des DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet aus Mitteln des Auswärtigen Amts Stipendien im „Hilde Domin-Programm“ an. Das Programm soll weltweit gefährdete Studierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden, denen in ihrem Herkunftsland formal oder de facto das Recht auf Bildung und/oder andere Grundrechte verweigert werden, darin unterstützen, ein Studium in Deutschland aufzunehmen oder fortzusetzen, um einen Studien- oder Promotionsabschluss an einer deutschen Hochschule zu erlangen.

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen

Die im Rahmen des Programms geförderten Studierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden erhalten ein Stipendium für einen Studiengang ihrer persönlichen Wahl und gemäß ihren individuellen Qualifikationen, das die notwendigen Kosten des Studiums- bzw. Forschungsaufenthalts deckt (eine monatliche Stipendienrate in Höhe von z.Z. 992 EUR für Masterstudierende bzw. 1.400 EUR für Doktorandinnen und Doktoranden; eine Kranken-, Pflege- sowie Unfall- und Privathaft-pflichtversicherung; einen Zuschuss zu den Reisekosten, basierend auf dem Herkunfts- bzw. aktuellen Aufenthaltsland; ggf. die Teilnahme an einem vorgeschalteten Deutschsprachkurs – zwei, vier oder sechs Monate – in Abhängigkeit von den bisher erworbenen und den vorausgesetzten Sprachkenntnissen im angestrebten Studien- oder Promotionsvorhaben; weitere Zusatzleistungen).

Bewerbungsmodalitäten

Bewerbungsmodalitäten

Potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten können sich nicht selbstständig auf das Stipendienprogramm bewerben, sondern werden vom International Office der MLU (hier übernimmt das IO die Aufgabe) nominiert. Voraussetzung für das Programm ist, dass potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten, einer Bedrohung ihres persönlichen Wohlergehens oder ihrer Sicherheit (z.B. durch körperliche Gewalt, Verhaftung, Verweigerung von Bürger- und Bildungsrechten usw.) nachweisen oder glaubhaft machen können sowie

• im Besitz von Bildungsnachweisen sind, die den Zugang zu einer Hochschule ermöglichen und den Abschluss eines angestrebten Studiengangs bzw. Forschungsvorhabens laut der Datenbank anabin gewährleisten

• sich zum Zeitpunkt der Nominierung nicht in Deutschland oder im EU-Ausland aufhalten

Wichtiger Hinweis vom DAAD: Eine Mehrfach-Nominierung bringt keine Vorteile mit sich. Es genügt eine Nominierung pro Kandidat*in.

Weitere Informationen zum Programm und zur Nominierung:

https://www.daad.de/de/in-deutschland-studieren/stipendien/daad-foerderprogramme/hilde-domin-programm/

 

Folgende Unterlagen sind bis 8. März 2026 einzureichen:

  • gültiger Reisepass des Bewerbenden sowie eventuell mitausreisender Ehepartner und/oder minderjähriger Kinder (am Tag der Bewerbungsfrist noch mind. ein Jahr gültig)
  • lückenloser tabellarischer Lebenslauf (max. 3 Seiten)
  • schriftliche Darlegung (1 bis 2 Seiten) der persönlichen Risiko-/ Gefährdungssituation
  • Motivationsschreiben (1 bis 2 Seiten), das die akademischen, beruflichen und persönlichen Motive für die Absolvierung eines Studiums bzw. einer Promotion an einer deutschen Hochschule darlegt
  • Sprachzertifikate oder Nachweise über die Beherrschung der englischen oder deutschen Sprache (entsprechend dem Niveau B2 oder höher des GER), die zum Zeitpunkt der Bewerbung i.d.R. nicht älter als zwei Jahre sind.
  • Schulabschlusszeugnisse
  • ggf. Nachweis über den aktuellen Stand des Studiums/Abschlusses
  • falls vorhanden, Bestätigung der Studierfähigkeit an einer deutschen Hochschule oder eine schriftliche Betreuungszusage der Doktormutter/des Doktorvaters in Deutschland

 

Kontakt und Nominierungsvorschläge an Frau Dr. Heike Link: 

Philipp Schwartz-​Initiative

17. Ausschreibungsrunde

Es können PSI Fördermittel zur Aufnahme gefährdeter Forschender beantragt und Forscher*innen aus Ländern außerhalb der EU nominiert werden, die nachweisbar erheblicher und akuter Gefährdung ausgesetzt sind. Eigenbewerbungen durch Forscher*innen selbst sind nicht möglich.

Die Nominierung erfolgt über das International Office, Dr. Heike Link. Alle Unterlagen der zu nominierenden Personen müssen bis zum 05. Februar 2026 an heike.​link@​international.​uni-​halle.​de gesandt werden.

Erfolgreiche Einrichtungen werden in die Lage versetzt, den nominierten gefährdeten Personen bis zu 24-​monatige Forschungsaufenthalte im Rahmen eines Forschungsstipendiums zu ermöglichen. Es können keine Anträge in der Programmlinie Arbeitsvertrag gestellt werden.

Eine Verlängerung um bis zu zwölf Monate ist im Rahmen eines Kofinanzierungsmodells möglich. Die aktuellen Programmunterlagen und weitere Informationen finden Sie auf der Website der Philipp Schwartz-​Initiative.

Die Auswahlergebnisse liegen voraussichtlich Ende Mai 2026 vor.

Förderungen können zum 1. Juli 2026 aufgenommen werden.

Die AvH erinnert außerdem daran, dass Gefährdung auch einen entsprechenden Aufenthaltsstatus im Zusammenhang mit einem Asylverfahren in der EU oder durch eine ausführliche, personenbezogene Stellungnahme einer glaubwürdigen dritten Seite nachgewiesen werden kann (z. B. Nichtregierungsorganisationen). Bitte beachten Sie hierzu die Handreichung der AvH.

Unsere DAAD-Preisträger*innen 2024 und 2025

DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen

Der Deutsche Akademische Austauschdienst stellt jährlich Mittel für die Auszeichnung einer/eines internationalen Studierenden oder Promotionsstudierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Verfügung.

Mit dem DAAD-Preis sollen besondere akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement gewürdigt werden.

DAAD-Preisträger*innen 24/25

Diana Paola Ochoa Vásquez

Diana Paola Ochoa Vásquez

Frau Ochoa Vásquez stammt aus Ecuador und hat dort die Deutsche Schule in Cuenca besucht. Nachdem sie bereits ihr Bachelorstudium in Halle erfolgreich absolviert hat, konnte sie nun auch ihren Master in Biochemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) abschließen. Als DAAD-Stipendiatin hat sie diese Unterstützung genutzt, um sich ihren Wunsch vom Studium in Deutschland zu erfüllen.

Ihre akademischen Leistungen waren und sind hervorragend und ein Beleg für ihren Engagement und die Leidenschaft für ihr Wissenschaftsgebiet. Frau Ochoa Vásquez hat sich zudem aktiv auch außeruniversitär engagiert und ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit anderen geteilt. Als Absolventin einer sogenannten Partnerschule (PASCH) unterstützt sie nunmehr als Mentorin der PASCH-Initiative internationale Schülerinnen und Schüler mit wertvollen Tipps zur Ankunft und zum Leben in Deutschland. Ihre Unterstützung hilft einerseits individuell den einzelnen bei ihrem Start in das Studierendenleben in Deutschland. Andererseits werden so auch strukturell die Beziehungen unserer Universität Im Netzwerk zu anderen PASCH-Schulen gestärkt und ausgeweitet.

Darüber hinaus hat Frau Ochoa Vásquez auch am Buddy-Programm des International Office teilgenommen, bei dem sie internationale Studierende unterstützt hat. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, die internationale Gemeinschaft an der MLU zu stärken und den interkulturellen Austausch zu fördern.

Dieses herausragende Engagement wollen wir heute würdigen.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für ihre Zukunft!

Pratyaksh Singh

Pratyaksh Singh

Herr Singh hat sich ebenfalls durch seine wissenschaftlichen Leistungen und sein bemerkenswertes Engagement für internationale Promovierende ausgezeichnet, weshalb ihm der diesjährige DAAD-Preis 2025 verliehen wird.

Herr Singh stammt aus Indien, wo er auch seinen Bachelor in Science in Botanik sehr erfolgreich abgeschlossen hat. Nachdem er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn 2022

MSc Organismic, Evolution and Paleobiology erworben hat, ist er nun Doktorand in der Forschungsgruppe "Evolution und Biodiversität" am Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Seine herausragende akademische Leitung zeigt sich in seinen zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen und Aufsätzen.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hat sich Herr Singh aber auch als Interessenvertreter und Eventorganisator für Promovierende innerhalb der Graduiertenschule "iDiv" ausgezeichnet. Er setzt sich leidenschaftlich für Chancengleichheit, Internationalisierung und Diversität ein und hat durch seine Initiativen maßgeblich dazu beigetragen, die Graduiertenschule zu einem noch inklusiveren Ort zu machen. Auf sein Engagement ist es zurückzuführen, dass das Gebäude des iDiv nun auch über Unisextoiletten verfügt.

Pratyaksh Singh ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Exzellenz und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Seine Leistungen und sein Einsatz für internationale Promovierende machen ihn zu einem würdigen Träger des DAAD-Preises 2025.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Ihre zukünftigen Vorhaben!