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„Zwischen Beuys und Banksy“

Isabel Pfeifer

Schätze für die heutige Forschung

Ein Projekt zur Digitalisierung hat mit den historischen Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB) begonnen.

Zu sehen ist die ULB von Halle.

Foto: Zu sehen ist die Universitäts- und Landesbibliothek in der Stadt Halle.

Hallo, ich bin Sabrina! Ich studiere an der Uni Halle den 2-Fach Bachelor Interkulturelle Europa- und Amerikastudien (IKEAS) in Kombination mit Psychologie und bin Studienbotschafterin für Internationales. Heute darf ich den Blog meiner Kollegin Isabel übernehmen und wollte die Chance nutzen, um dieses interessante Projekt mit euch zu teilen.

Das Projekt umfasst die Digitalisierung von mittelalterlichen Handschriften, wertvollen Urkunden, Drucken aus dem 18. Jahrhundert u.v.m. Es wird zum Teil von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und beschäftigt sich seit 2007 mit der Digitalisierung alter schriftlicher Schätze. Dadurch wurden bereits Millionen Seiten verewigt und in manchen Fällen auch online zur Verfügung gestellt. Dr. Julia Knödler, Leiterin der Historischen Sammlungen an der ULB, ist fasziniert von dem Wert und der Geschichte der verschiedenen Bänder, von denen noch viele bis Anfang 2021 für die Forschung digitalisiert werden.

 

Das Vorhaben

Die ULB verfügt über rund 320 mittelalterliche Handschriften. Der Fokus dieses Projekts liegt auf den Handschriften der ehemaligen Quedlinburger Stiftsbibliothek, die erst in den Jahren 1938 und 1939 ihren Weg von der Gymnasialbibliothek in die Universitätsbibliothek gefunden haben. Knödler betont das hohe Interesse der Forschung an diesen Unikaten, deren ältestes Exemplar auf das 8. Jahrhundert zurückdatiert werden kann.

Die Digitalisierung vereinfacht den Forschern die Arbeit mit den wertvollen Werken, da die Option der Vergrößerung und den direkten Vergleich mit anderen Texten einfacher ist.

 

Kein Scannen wie wir es kennen

Die Digitalisierung dieser Schätze ist nicht so einfach wie man es sich vielleicht vorstellt, es ist ein sehr aufwändiger Prozess und benötigt vorsichtige Handarbeit.

Es wird beispielsweise kein normaler Scanner mit Glasplatte verwendet, weil…

1. ein zwischen Platte und Papier entstehendes Vakuum kleine Tintenteilchen abziehen und so das Original beschädigen kann

2. die Werke nicht bis zu einem Winkel von 180 Grad aufgeklappt werden können.

Daher gibt es spezielle Scanner, die auf den perfekten Winkel eingestellt werden können und so jede Vorder- und Rückseite einzeln eingescannt werden kann. Gearbeitet wird zusätzlich mit Handschuhen und Pinzette. Diese Arbeit ist also wirklich nicht für jede*n, habt ihr denn auch so eine ruhige Hand?

 

Vorherige Projekte

In Deutschland gab es bis 1912/1913 keine Nationalbibliothek, deswegen gab es vor knapp 13 Jahren eine Initiative zur Digitalisierung von deutschen Drucken aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Eine Zusammenarbeit mehrerer Bibliotheken, inklusive der ULB, ermöglichte die Zusammentragung einer Nationalbibliothek. Dieses Kooperationsprojekt soll nun auch eine digitale Version der Nationalbibliothek kreieren.

Jede Bibliothek bekam einen bestimmten Bereich zugeteilt und die ULB ist für einen Großteil des 18. Jahrhunderts zuständig. Zudem digitalisiert die ULB Zeitungen, Stammbücher und Werke für Nahost, Nordafrika und Islamstudien, aber auch Publikationen auf Wunsch von Nutzer*innen weltweit.

Insgesamt konnten seit Beginn des ersten Projektes 2007 in Halle mehr als 15 Millionen Seiten digitalisiert werden.

 

Ich hoffe ihr fandet dieses Thema genauso spannend wie ich!

Mehr dazu findet ihr unter: www.campus-halensis.de/artikel/digitalisierte-schatze/.

Übrigens: mit eurem Studierendenausweis könnt auch ihr euch in der ULB einige Bücher ausleihen. Unter diesem Link findet ihr auch Ha:Lit, unsere Suchmaschine für alle Zeitschriften, Bücher etc.: www.bibliothek.uni-halle.de/ . Schaut doch einfach mal rein.

 

Vielleicht melde ich mich bald mal wieder.

Sabrina

 

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