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Mein Studium in Halle

„Während meiner Studienzeit wollte ich unbedingt in einem schönen Altbau im Zentrum wohnen. In Berlin hätte ich das nicht bezahlen können, aber hier passt es.“
Isabel Pfeifer

Mein Tipp: Nach Neigung studieren

Oft werde ich gefragt, warum ich Kunstgeschichte studiere. Eigentlich eine blöde Frage, und auch vollkommen überflüssig. Aber ich antworte immer „Weil es mir Spaß macht und weil man nur das, was einen wirklich interessiert, auch wirklich gut macht. Ich finde es wichtig, ein Fach zu studieren, das den persönlichen Neigungen entspricht. Und es steckt nun mal nicht in jedem ein Naturwissenschafter oder eine Naturwissenschaftlerin. Außerdem glaube ich, dass das Klischee, wonach alles, was mit Kunst zu tun hat, „brotlos“ sein soll, falsch ist. Kunsthistoriker haben auf dem Arbeitsmarkt viele Möglichkeiten.

Wenn Ihr Kunstgeschichte studieren wollt, solltet Ihr breit interessiert sein. Es sollte Euch Spaß machen, die gesellschaftlichen Hintergründe und auch die zeitlichen Umstände und das Leben von Künstlern zu ergründen. Und auch Baustile oder architektonische Formen sollten Euch geläufig sein. Das ist eigentlich schon fast alles. Ausgerüstet mit diesen grundlegenden Fähigkeiten ist alles andere kein Problem. Dafür sorgen nicht zuletzt die sehr engagierten Dozenten, die eigentlich immer ansprechbar sind.

Bei mir hat es ein paar Wochen gedauert bis ich mich an der Uni komplett zurechtgefunden habe, aber generell ist das Studium gut organisiert. Die Kommunikation funktioniert und man hat nie das Gefühl nur eine Nummer zu sein.

Außerdem: Halle hat viele Museen und Ausstellungen, in denen man sich super mit Kunst und Kunstgeschichte befassen kann. Das nutzen wir natürlich auch an der Uni. Erst neulich war ich gemeinsam mit Kommilitonen im Landeskunstmuseum Moritzburg. Unser Dozent ist mit uns durch die Bauhaus-Ausstellung gegangen und wir hatten quasi eine Privat-Führung. Welch ein Luxus…

Was mir inzwischen besonders gut gefällt: Am Institut werden regelmäßig Exkursionen zu historischen Bauwerken oder Ausstellungen angeboten, die zum Teil sogar ins Ausland führen. So kann man sich direkt mit den Inhalten des Fachs befassen. Das macht Spaß und so ganz nebenbei ist es auch ein bisschen Prüfungsvorbereitung. Außerdem erwähnenswert ist die enge Zusammenarbeit des Instituts für Kunstgeschichte mit Archäologen und Denkmalpflegern. Dadurch kann man unkompliziert in angrenzende Fächer hineinschnuppern.

Mein Stundenplan:

Damit Ihr einen konkreten Eindruck von Inhalt und zeitlichem Umfang bekommt, könnt Ihr an dieser Stelle einen Blick auf meinen Wochenplan aus dem Wintersemester 2019/2020 werfen:

Wichtig: Das Fach Kunstgeschichte studiere ich mit 90 Leistungspunkten. Das heißt, dass dieser Wochenplan nur knapp die Hälfte meines Studienalltags darstellt. Den anderen Teil der Woche besuche ich die Lehrveranstaltungen im Studiengang  „Medien- und Kommunikationswissenschaften“, kurz MuK.

Montag:

14 Uhr: Einführung in die Kunstgeschichte

In diesem Seminar bekommen wir einen Überblick über die verschiedenen Stil-Epochen der Kunstgeschichte. Anhand dessen behandeln wir zum Beispiel auch die verschiedenen Arten von Portraits. Immer wieder witzig, waren dabei die Bildbeispiele, die uns Professor Helten gezeigt hat. Einmal hat er als Vergleich ein retuschiertes Bild von Angela Merkel als „Hipster und ohne Falten“ gezeigt.

16 Uhr: Tutorium zur Architektonischen Formenlehre

In diesem Tutorium geht es darum, das Wissen aus dem Seminar zu vertiefen. In kleineren Gruppen üben wir zum Beispiel anhand eines Quiz, die Fachbegriffe der Architektonischen Formenlehre oder die verschiedenen Grundrisstypen einer Kathedrale. Dabei ist der Tutor (ein Student, aus einem höheren Semester) unser Ansprechpartner, für alle Fragen oder Unklarheiten. Besonders praktisch, wenn man sich nicht direkt traut jede Frage an den Professor zu stellen. 

Dienstag:

10 Uhr: Vorlesung – Angelsachsen und Normannen

In dieser Vorlesung geht es um die Romanische Kunst und Kultur in England. Die Professorin, als Großbritannien-Fan, spricht über die wichtigsten historischen Abläufe und Kulturentwicklung zur Zeit des Mittelalters. Zum Beispiel die Eroberung der Normannen von England, um 1066. Dabei ist es wichtig schnell mitzuschreiben, damit man später nichts vergisst.

Große Vorfreude: Am Anfang des Semesters hatte die Professorin angekündigt, dass wir eventuell nächstes Semester, im Rahmen ihrer Vorlesung, eine Exkursion nach Großbritannien machen werden. So kann man live vor Ort, über die kunstgeschichtlich relevanten Themen sprechen. Ich bin gespannt! (:

12 Uhr: Architektonische Formenlehre

Wie der Name des Seminars schon verrät, geht es um die Grundlagen der Architektonischen Formenlehre. Wir analysieren die Grund- und Aufrisse wichtiger Gebäude: Von „einfachen“ Kirchen über gewaltige gotische Kathedralbauten bis hin zu Renaissancepalästen oder Skyscrapern, alles ist dabei. Ein Highlight dabei sind die witzigen Anekdoten von Professor Helten: Er hatte sich mal so sehr auf eine Kathedrale in Frankreich gefreut und wollte sie unbedingt besuchen. Doch kaum als er aus dem Bus, der ihn und weitere Besucher vor dem Bau rausgelassen hatte,  ausgestiegen war, stieg ihm ein penetranter Geruch von „Würstchen“ in die Nase. Dieser verfolgte ihn bis vor das Portal. Das hatte ihn den Ausflug so sehr vermiest, dass er allein schon bei dem Namen der Kathedrale, immer noch an diesen Geruch denken muss.

Mittwoch:

14 Uhr: Tutorium zur Einführung in die Kunstgeschichte

Auch in diesem Tutorium geht es darum, das Gelernte aus dem Seminar zu üben, sodass man optimal  auf die Prüfung vorbereitet ist. Zum Beispiel sollte jeder von uns einen kurzen Vortrag über ein ausgewähltes Gemälde, welches in der Klausur drankommen könnte, halten. Außerdem haben wir praktische Tipps zur Literatur- und Bildrecherche erhalten, das heißt wir wissen jetzt genau woher wir gute Bilder für ein Referat herbekommen.

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