Studienbotschafter*innen

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„Von Kräuterhexen und Beipackzettelübersetzern“

Wiebke Günther

Man lernt nie aus

Dieses Woche hatten wir einen Schulbesuch. Wie so oft durften wir Studienbotschafter die Schüler bei Workshops und anderen Terminen begleiten. Diesmal bekamen die Schüler eine Führung durch die Universitäts- und Landesbibliothek. Ich selber war dort noch nie, denn die Bücher die ich für mein Studium brauche, bekomme ich in einer Zweigbibliothek. Deswegen habe ich die Chance ergriffen und die Schüler begleitet. Und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt.

Während der Führung durften die Schüler nicht nur die verschiedenen Lesesäle begutachten, sie bekamen auch eine Einführung in das Literaturverzeichnis. Dabei wurde gezeigt, wie man richtig nach Literatur sucht und wie auch andere Suchmaschinen (Google) erweitert genutzt werden können. Auch wenn ich dachte, dass ich bereits alles über die verschiedenen Suchfunktionen weiß, so muss ich doch eingestehen, dass ich von ein paar Sachen sehr überrascht war. Am Ende wurden die gesamte Bibliothek gezeigt. Neben den herrlichen Deckenverzierungen und dem alten Literaturregister, dass aus vielen gebündelten Karten besteht, durften wir auch das Magazin der Bibliothek besichtigen. Dieser Bereich ist für Besucher unzugänglich und wird eigentlich nur von Mitarbeitern betreten. Will man ein Buch aus dem Magazin haben, so muss man es bestellen und erst dann wird es geholt und abgegeben. Das Magazin erstreckt sich über acht Etagen und beinhaltet dementsprechend viele Bücher, nämlich 80 000. In  einer Etage besteht der Boden das Magazins aus Glas und wenn man als Normalsterblicher im Treppenhaus nach oben sieht, kann man dort die Füße der Angestellten sehen, die im Magazin arbeiten. Während der Führung wurden auch geschichtliche Hintergründe der Bibliothek erwähnt. So erfuhr ich, dass die Universitäts- und Landesbibliothek 1696 gegründet wurde, zwei Jahre nach der Universität. Es gibt 13 Zweigbibliotheken in denen insgesamt über 5 Millionen Bücher vorhanden sind. Das Älteste Buch ist dabei aus dem siebten Jahrhundert. Dieses kostbare Exemplar bekommt man nur mit einem offiziellen Forschungsauftrag in die Hände und muss es wortwörtlich mit Samthandschuhen anfassen und selbst dann wird man mit Argusaugen beobachtet. Während der Führung wurden noch viele andere bürokratische Hintergründe der Bibliothek erklärt. Da das ein Thema ist, dass in meinem Alltag keine Rolle spielt, war es umso faszinierender die Bibliothek zu besichtigen. Und obwohl ich schon seit drei Jahren in Halle wohne musste ich feststellen, dass ich wohl noch ein paar Wissenslücken zu füllen habe.

Ihr seht, man kann jeden Tag was neues lernen.

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