Studienbotschafter*innen

Tom Reichelt

Ich will wissen, was Kulturen prägt.

Ich studiere Nahoststudien und Geschichte und bin Studienbotschafter für Kulturen der Welt

Studienbotschafter Tom Reichelt

Darum Halle

Darum Halle

Ich bin in Nordrhein-Westfalen geboren und machte dort auch 2019 mein Abitur – trotzdem stand schon zum Abitur fest, dass es mich danach ins schöne Halle nach Sachsen-Anhalt ziehen sollte.
Denn bereits im Jahr zuvor war ich in Halle zu Gast, um mir für ein paar Tage die Stadt anzuschauen. Hierbei habe ich mich direkt in die alten Häuser und grünen Parks verliebt.
Zu diesem Zeitpunkt kam Halle für mich bereits als späterer Studienort in Frage. Für mich waren drei Aspekte besonders wichtig:

  1. Ich möchte für mein Studium nicht pendeln müssen und dadurch viel Zeit im ÖPNV verbringen.
  2. Ich möchte in einer Stadt leben, in der ich mich rundum wohlfühle.
  3. Ich möchte vor allem ein Fach studieren, was mich brennend interessiert.

Halle bot die perfekte Kombination: Hier habe ich mich direkt vom ersten Tag an wohlgefühlt, die Mieten sind ein Traum und das Studienangebot sehr vielfältig.

Mich hat schon lange Zeit der Nahostkonflikt sehr interessiert – was die Auswahl an möglichen Hochschulen in Deutschland sehr einschränkte. Ein solides Erlernen der dort gesprochenen Sprachen wie Hebräisch oder Arabisch, eine Ausrichtung auf aktuelle Prozesse vor Ort und eine gute Betreuung waren mir hierbei besonders wichtig. All das bietet die Uni Halle! 
Zudem kommt noch, dass es in Halle die einzige Professur für den christlichen Orient in Deutschland gibt und dass ich die Möglichkeit hatte, ein weiteres Fach zu kombinieren – bei mir lief es dann auf Geschichte hinaus.

Trotz 400 Kilometern Entfernung zu meiner Heimat Münster ist Halle für mich vom ersten Tag an mehr gewesen als nur der Ort meines Studiums – nach sehr kurzer Zeit fühlte ich mich hier wirklich zu Hause!

Mein Studium

Mein Studium

In meinem Studium habe ich die unglaubliche Möglichkeit, vier verschiedene Studiengänge gleichzeitig zu studieren: Neben meinem Nebenfach Geschichte setzt sich mein Hauptfach Nahoststudien aus den Fächern der Arabistik/Islamwissenschaft, der Judaistik/Jüdische Studien und der Wissenschaft vom christlichen Orient zusammen. Natürlich kannst du diese Fächer aber auch einzeln bei uns studieren und wir haben als Nahoststudierende viel Kontakt mit denjenigen, die nur eines dieser Fächer belegen. Es gibt aber auch Veranstaltungen, die nur für Nahoststudierende sind – teilweise habe ich dann eine eins zu eins Betreuung durch die Dozent*innen.

Natürlich ist es auch sehr herausfordernd und zeitintensiv, so viel gleichzeitig zu lernen. Aber kein Studiengang ist einfach und wenn man die nötige Motivation für die Themen und Inhalte mitbringt, dann beschäftigt man sich auch gerne länger mal mit den Themen. Außerdem sorgt unsere Betreuung in sehr kleinen Gruppen auch dafür, dass man sich nach superkurzer Zeit hervorragend kennt und sich gegenseitig absolut unterstützt – schließlich hat jeder mal Themen, die einem mehr oder eben weniger liegen. Bei uns wird im Studiengang so sehr ZUSAMMEN statt gegeneinander gearbeitet, wie ich es sonst nirgendwo erfahren habe.
Und du brauchst auch überhaupt keine Sorge davor haben, dass du vielleicht vorher noch gar keinen Kontakt mit den Sprachen hattest – das hatte ich auch nicht. Aber ich habe sie hier gelernt und das hat sehr viel Spaß gemacht. 

Studenplan

Um dir einen Einblick in mein Studium zu geben, findest du hier den Stundenplan aus meinem ersten Semester. Dies ist vielleicht das vollste Semester, da man erst einmal Sprachkenntnisse lernt, mit denen man dann im späteren Verlauf des Studiums in kleinen Seminaren wirklich arbeiten und sie anwenden kann. Also keine Sorge: Die Hauptbelastung in meinem Studium liegt ganz am Anfang, danach wird es immer besser :D. Außerdem habe ich gerne meine Veranstaltungen am Vormittag, um nachmittags noch genügend Zeit für die Vorbereitung der nächsten Tage zu haben.

Montag:

  • 8:15-9:45: Biblisches Hebräisch: 
    Bevor wir im zweiten Semester mit dem heute gesprochenen modernen Hebräisch starten, beginnen wir alle mit dem Erlernen des biblischen Hebräischs – Nahoststudierende, Judaistikstudierende und auch Theologiestudierende sitzen hier zusammen und bekommen in gut 50 Sitzungen in diesem Semester (so oft hat man sonst fast keinen Kurs studiengangsübergreifend) von den Buchstaben und ersten Regeln bis hin zur vollständigen Grammatik und Bibelstellen alles beigebracht. Das erfordert auch neben der Veranstaltung noch viel Vor- und Nachbereitung zu Hause, aber am Ende des Semesters ist man richtig froh, es geschafft zu haben.
  • 10:15-11:45 & 12:15-13:45: Arabisch 1: 
    Direkt nach Hebräisch geht es mit Arabisch weiter. Also: Beim Ortswechsel den Kopf freibekommen und dann volle Konzentration auf die nächste semitische Sprache. Hier geht es oft ein wenig langsamer zu, man merkt deutlich, dass es bis zur Prüfung länger dauert, weil wir sie erst nach dem zweiten Semester schreiben.

Dienstag:

  • 8:15-9:45: Biblisches Hebräisch
  • 10:15-11:45: Arabisch 1
  • 12:15-13:15: Vorlesung: Frauen im „totalen“ Krieg: 
    Am Dienstag bekomme ich auch ein wenig Geschichte neben den Sprachkursen in meinen Stundenplan integriert. Hier haben wir in jedem Semester die Möglichkeit, viele verschiedene Vorlesungen oder Seminare auszuwählen. Sinnvoll ist es in Geschichte immer, das Basismodul ins erste Semester zu legen – hier wird einem alles genau erklärt. Leider klappte das bei mir wegen der Sprachkurse nicht und so habe ich mich entschieden, mich zuerst mit moderner Geschichte zu befassen – hier kenne ich schon viel und kann mich so weiter informieren, muss mich aber weniger in grundsätzliche Themen einlesen als bei anderen Epochen.
  • 15:15-16:45: Tutorium Arabisch: 
    Im Tutorium üben wir gemeinsam ohne unseren Dozenten das Lesen oder die in der Woche behandelte Grammatik durch kleine Übungen mit einer Studentin, die schon weiter ist als wir. Das ist super, weil man hier auch noch besser sehen kann, wo seine Probleme liegen, wie man daran arbeiten kann und wie vielleicht auch die Arbeitsweise der anderen für einen selbst hilfreich sein kann.

Mittwoch:

  • 8:15-9:45: Biblisches Hebräisch
  • 10:15-11:45: Arabisch 1
  • 12:15-13:45: Seminar: Die junge Republik der Vereinigten Staaten – Von der Unabhängigkeit bis zum Bürgerkrieg:
    Am Mittwoch habe ich zum Schluss noch ein Seminar in Geschichte. Mit Vorträgen von allen Studierenden und vielen Möglichkeiten für Diskussionen ist es viel interaktiver als Vorlesungen und macht gleich noch mehr Spaß. Außerdem bietet ein Seminar die Möglichkeit, genauso wie es auch im Basismodul ist, erste Erfahrungen mit einer Hausarbeit an der Universität zu machen.

Donnerstag:

  • 8:15-9:45: Biblisches Hebräisch
  • 10:15-11:45: Arabisch 1
  • 14:15-15:45: Vorlesung: Einführung in die politische Geschichte islamischer Länder:
    Eine Vorlesung neben den ganzen Sprachkursen muss im Hauptstudienfach dann auch noch sein. In dieser Vorlesung wird einem ein grober Überblick von der Geschichte des Islam – religiös, politisch und auch geografisch – gegeben. Dadurch wird es auch in späteren Semestern deutlich einfacher, bestimmte Ereignisse für sich selbst einordnen zu können.

Freitag:
Am Freitag beginnt mein „Wochenende“. Dies wird natürlich nicht nur zum Entspannen genutzt, stattdessen muss ich die Themen der Sprachkurse wiederholen, Hausaufgaben dort anfertigen oder Lektüre für das Geschichtsseminar lesen. Trotzdem: Die Tatsache, dass im Orientalischen Institut freitags für gewöhnlich keine Lehrveranstaltungen stattfinden, ist schon sehr entspannend. Man kann sich die Zeit am Wochenende einteilen und wenn man es hinbekommt auch viel eher mal nach Hause fahren.

Leben und Freizeit

Leben und Freizeit

In Halle habe ich superschnell eine Wohnung gefunden, die absolut bezahlbar ist. Hier wohne ich alleine und genieße Abende in meinem Garten oder gehe an der nahe gelegenen Saale spazieren. Überhaupt ist Halle unglaublich grün und man kann hier wunderbar im Freien den Kopf freibekommen oder seinen Gedanken nachhängen.

Natürlich darf aber auch die Geselligkeit niemals zu kurz kommen. Halle bietet auch hier viele Angebote. Wenn man möchte kann man abends in die Clubs der Stadt zum Feiern gehen – allerdings ist das nicht wirklich meins. Lieber treffe ich mich auf einen Spieleabend mit Freunden oder wir gehen gemeinsam in eines der zahlreichen Restaurants in der Stadt.

Freunde finden zu Beginn des Studiums ist enorm einfach, auch wenn du vielleicht Sorgen davor hast. Aber eines muss man sich immer wieder klarmachen: Zu jedem Semester kommen sehr, sehr viele neue Studierende nach Halle, um hier ihr Studium zu beginnen. Viele kommen wie ich aus einem ganz anderen Teil von Deutschland und kennen am Anfang noch niemanden. Doch weil jeder auf der Suche nach neuen Bekannten und Freunden ist, lernt man sich viel einfacher kennen. Mein Tipp hierbei für euch: Am besten lernt man die ersten Freunde in der Orientierungswoche gleich zu Beginn des Studiums kennen.

Ansonsten ist das Studium natürlich auch eine Zeit des Ausprobierens. Schau dir das Angebot des Universitätssportzentrums an oder mach einfach das, worauf du Lust verspürst – ich habe beispielsweise ein Buch nebenbei geschrieben. Als Studierender ist man unabhängiger von den Eltern oder anderen Personen, die einem immer erzählen, was man wie zu tun hat, und trotzdem noch nicht im starren Arbeitsleben drin. Diese Zeit sollte man unbedingt sinnvoll nutzen!

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