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Till Gaßmann

Mein kleiner Jahresrückblick Teil 3 – Von Online-Spendenläufen und Weihnachten in Quarantäne (September – Dezember)

Nachdem nun in den vergangenen Wochen meine ersten beiden Teile des Jahresrückblickes online gingen, blicke ich nun in der finalen Ausgabe meines kleinen Jahresrückblickes für dich auf die vergangenen letzten Monate zurück.

September

Im September lief mein Praktikum noch weiter, welches ich bereits Ende Juli begonnen hatte. Nachdem in den ersten Praktikumswochen noch hauptsächlich die Vorbereitungen liefen, konnte nun am 1. September tatsächlich Halles erster digitaler Spendenlauf eröffnet werden. Innerhalb der nächsten zweieinhalb Wochen, bis zum 18. September, hatten dann alle Teilnehmenden die Möglichkeit, wann und wo sie wollten, ihre individuelle Spendensumme für die HALLIANZ Förderfonds zu erlaufen. Das ganze Konzept kam trotz großer Zweifel unserseits richtig gut an, sodass wir trotz der besonderen Umstände insgesamt über 750 Läufer*innen für Vielfalt und Weltoffenheit in Halle zählen konnten, die eine beachtliche Summe von knapp über 8000 Euro für Demokratieprojekte in Halle erliefen. Respekt! Das Praktikum hat aufjedenfall sehr viel Spaß gemacht! :)

Nachdem mit dem Ende des Spendenlaufes auch mein Praktikum beendet war, standen nun noch zwei Klausuren bei mir an, die ich zum Zweittermin angemeldet hatte, da die Ersttermine sich mit meinem Praktikumsbeginn überschnitten hätten. Diese Flexibilität im Bachelor ist manchmal schon eine echte Erleichterung!

Oktober

Im Oktober konnte ich dann nach den doch aufregenden und vollen Semesterferien doch noch ein bisschen durchatmen und endlich wieder mehr chillen. Denn unser Semesterstart hatte sich durch die Corona-Pandemie, um zwei Wochen nach hinten verschoben. Ende Oktober war es dann aber so weit! Die Einführungswoche für unsere neuen Erstis begann! Die MLU hatte sich dafür extra ein neues digitales Konzept ausgedacht, wodurch die meisten Infoveranstaltungen online angeboten wurden. Dennoch gab es auch für uns Studienbotschafter etwas zu tun…So betreuten wir beispielsweise die Stände, bei denen man sich wieder die Ersti-Beutel aus Jute mit vielen verschiedenen Goodies drin abholen konnte.

November

Mit dem November begann dann nun auch mein Semester – wie das vergangene erneut komplett online! Der Vorteil: ich konnte mir den Stundenplan wieder flexibler mit meinem Zeitplan für die Arbeit kombinieren. Der Nachteil dagegen: mein innerer Schweinehund siegte dann doch leider wieder ein bisschen öfter, den inhaltlichen Stoff der Seminare vor mich hin zu schieben – Na hoffentlich fällt mir das nicht in der kommenden Prüfungsphase noch auf die Füße! :D Nebenbei musste ich nun auch als Ordner für die Uni einspringen, da diese versuchte zu mindestens für die Erstis, so weit wie möglich begrenzte Präsenzlehre anzubieten. Das hieß für mich und meine Kollegen, dass wir vor den großen Sälen stehen und aufpassen mussten, dass die Studierenden auf den Abstand achteten und eine Maske trugen.

Dezember

Im Dezember trudelte das Jahr langsam aber sicher aus. Die letzten Seminare gingen vorüber und zack war es schon wieder die letzte Woche vor Weihnachten! Und ausgerechnet dann bekam ich am Vormittag den Anruf von meinem Kumpel, dass er und seine Freundin positiv getestet wurden. Da ich die beiden drei Tage zuvor besucht hatte und nun auch leichte Symptome hatte, hieß das nun für mich auch: Ab geht’s zur Fieberambulanz! Einen Tag später bekam ich das Ergebnis: positiv! Also musste ich mich nun in Quarantäne begeben, die bis über das Weihnachtswochenende hinweg andauern würde. Gott sei Dank, war der Erkrankungsverlauf bei mir aber vergleichsweise nur sehr mild, sodass ich mich schon nach fünf Tagen wieder sehr fit fühlte. Dennoch musste ich weiterhin meine Mitbewohner meiden – gerade der Verzicht auf soziale Interaktionen, wenn man seine Freunde nebenan sich unterhalten und Spaß haben hört, war das schlimmste für mich in der Quarantäne-Zeit. Ich glaube, wenn ich allein gewohnt hätte, wäre die Quarantäne nur halb so schmerzhaft gewesen. Dann kam Weihnachten. Der Tag selber fühlte sich quasi so an wieder jeder andere auch. Gut, vielleicht lag es nicht unbedingt nur an der besonderen Situation dieses Jahr, sondern auch ein bisschen an meinem kleinen Grinch-Ich. Am Abend skypte ich dann ein bisschen mit meiner Familie und meiner Freundin, sodass ich dann doch nicht ganz allein war – das tat dann doch echt gut! Ich denke gerade durch das Erlebnis habe ich noch mal gemerkt, wie unglaublich wichtig soziale Kontakte für meine Gesundheit und Wohlbefinden sind. Gleichzeitig hat es mir auch aufgezeigt, wie wichtig es ist, den Menschen Aufmerksamkeit zu schenken, die gerade vielleicht auch alleine sind…

Auch wenn dieses Jahr durch die Corona-Pandemie auf seine irgendwie ganz eigene Art besonders war und viele Dinge wegfielen, die ich jahrelang sehr gerne gemacht habe, ist auch viel Positives passiert. Das muss man sich vielleicht auch häufiger selbst bewusst machen, wenn man mal wieder einen Moment hat, wo man denkt, dass alles schlecht ist…Das klingt nach einem Kalenderspruch, aber auch die haben manchmal einen wahren Kern.

Abschließend wünsche ich dir noch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bis dahin!

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