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„Mein Leben, meine Uni, mein Blog…“

Till Gaßmann

Los geht's mit meiner kleinen neuen Blogreihe!

Ich habe die Zeit seit meinem letzten Blog-Beitrag genutzt, noch ein bisschen nachgedacht, meine alten Platten ausgegraben und meine Playlisten durchgehört…Nun ist meine Entscheidung gefallen! Gerne teile ich doch mit euch mein Musikwissen! Klar, kann ich nie garantieren, dass niemand von euch den*die jeweilige*n Künstlerin bereits kennt und sich denkt „Oha, das kenne ich doch schon! Die sind doch schon voll bekannt!“. Das ist gar nicht mein Anspruch an diese Blog-Reihe. Ich möchte euch in den nächsten Wochen und Monaten einfach an meiner Musikleidenschaft teilhaben lassen und euch somit die Möglichkeit geben, vielleicht doch hin und wieder etwas für euch neu zu entdecken!

Foto: Till Gaßmann

Foto: Am 30. Januar 2018 macht MGMT in Huxleys Welt in Berlin auch kurz Station auf ihrer Europa Tour zu "Little Dark Age". Die Chance lies ich mir damals natürlich nicht entgehen!

„Little Dark Age“ von MGMT

Beginnen möchte ich mit dem Album „Little Dark Age“ der US-amerikanischen Indietronic Band aus New York. „Little Dark Age“ – das klingt vom Titel her ein bisschen passend zur aktuellen Lage der Corona-Pandemie in der wir uns nun schon leider seit einem Jahr befinden. Natürlich ist das Album nicht erst letztes Jahr als Reaktion auf die Pandemie entstanden, sondern erschien bereits im Frühjahr 2018.

MGMT ist eine Band, die in ihrer mittlerweile schon fast 20-jährigen Bandgeschichte seit der Gründung 2002 viel musikalisch ausprobiert hat. Dabei wechselten sie in ihrem Sound von Album zu Album von Indierock über Psychedelic Rock bis hin zu Synth Rock. Gerade letzteres Genre hatte sie 2007 mit dem Album „Oracular Spectacular“ und den beiden Tracks „Kids“ und „Time To Pretend“ erstmals weltweit bekannt gemacht, die seitdem eigentlich schon dank des mitreißend nostalgischen Sounds in fast jeder Partyplaylist auftauchen. Kleiner Funfact: MGMT wollten sich eigentlich mit den beiden Tracks über die Musikindustrie und die Plattenlabels, bei denen sie sich vorstellten, ein bisschen lustig machen und versuchten daher diese Tracks so übertrieben charttauglich wie möglich zu machen - eigentlich ironisch, dass dies auch so gut geklappt hat! 11 Jahre später kehrte die Band nun wieder zurück zu den Synth-Rock-Wurzeln und mischte diese nun wieder stärker mit Psychedelic-Elementen. Das alles gemischt mit einem düsteren Sound und Songtexten ergibt ein herrlich passendes musikalisches Stimmungsbild für die aktuelle Lockdown-Zeit.

Track-Empfehlungen zum Reinhören

An dieser Stelle möchte ich euch nicht alle Tracks des Albums schon im Voraus spoilern, so euch die Freude beim Reinhören zu nehmen und habe mir daher überlegt nur zwei meiner favorisierten Tracks des Albums euch hier kurz vorzustellen. Der erste Track ist gleichzeitig auch der Titeltrack des Albums und heißt dementsprechend auch „Little Dark Age“.  Düster und melancholisch, die Beats gepaart mit einem noch so düsteren Text, der auf dem Papier noch mehr individuelle Interpretationsfreiheit bietet als viele ihrer psychedelischen Werke zuvor. Memento Mori ist wohl das zentrale Thema des Liedes, wie man es auch an folgender Zeile gut erkennen kann:

The ruins of the day

Painted with a scar

And the more I straighten out

The less it wants to try

The feelings start to rot

One wink at a time“

Abgerundet wird der Track übrigens mal wieder mit einem herrlich skurrilen und künstlerischen Musikvideo, welches diese Stimmung umso mehr einen aufsaugen lässt. Dies sei euch auch an dieser Stelle sehr ans Herz gelegt.

Aber MGMT bringt zugleich auch einen anderen Sound auf dem Album. Deswegen möchte ich euch noch den Track „Me and Michael“ vorstellen. Dieser ist vom Sound her ein bisschen an das große Musikzeitalter der 80er-Disco angelehnt und handelt in Prinzip auf ironischer Art und Weise davon, wie zwei beste Freunde die gesamte Track-Idee einer kleinen international unbekannten Band klauen, mit dieser einen Hit produzieren, einen rasanten Aufstieg erfahren und dann auch ganz schnell abstürzen als dieser „Diebstahl“ auffliegt. Dabei meint der Track sich zu keiner Zeit ernst und skizziert dennoch auf ironischer Weise, die Probleme der modernen Musiklandschaft. Umso bemerkenswerte ist bei dem Track, dass hier das Story-Telling vor allem über das Musikvideo deutlich wird, da es sonst aus der Playlist heraus eher so klingt, wie ein reiner Track über eine tiefe Freundschaft.

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