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„Was die Welt im Innersten zusammenhält“

Stefan Jaschik

Premiere Anna Bolena

Am Mittwoch, den 01.11. genehmigte ich mir nach insgesamt zehn Stunden Festkörperphysik, Elektronikpraktikum und Quantenmechanik noch ein bisschen Kultur.

Am Mittwoch, den 01.11. genehmigte ich mir nach insgesamt zehn Stunden Festkörperphysik, Elektronikpraktikum und Quantenmechanik noch ein bisschen Kultur.

Schon seit Mitte Oktober konnte ich dem Besuch der Premierenvorführung des Opernstücks „Anna Bolena“ von Gaetano Donizetti entgegenfiebern. Gestern war es endlich soweit: Eine halbe Stunde vor Beginn besorgten wir uns die hinterlegten Karten und mussten feststellen, dass wir zu früh waren. Nach einem kleinen Spaziergang ließ man uns dann doch rein und wir konnten die St.-Ulrich-Kirche, die seit den 70er-Jahren nur noch als Konzerthalle genutzt wird, von innen bestaunen. Uns fiel sofort die vornehme Kleidung (und das hohe Durchschnittsalter) der Zuhörerschaft auf, sodass ich im Nachhinein froh war, nach der Uni doch noch schnell das weiße Hemd aus dem Schrank gekramt zu haben.

Die Oper ist in zwei Akte aufgeteilt und handelt von Intrigen und komplizierten Liebesbeziehungen in einem englischen Königshaus des 16. Jahrhunderts. Da auf italienisch gesungen wurde, verstand ich natürlich nichts. Glücklicherweise konnte ich parallel die Übersetzung mitlesen und so die Handlung verfolgen. Zwischen den Akten gab es eine 20-minütige Pause, in der man sich kurz die Beine vertreten konnte. Trotz der kraftvollen Stimmen, der schönen Kleider und des tollen Orchesters war es für mich als blutiger Opernanfänger und Kulturbanause gegen Ende schwer, mich auf die Musik zu konzentrieren, da der Gesang sehr viele Wiederholungen und Ausschmückungen enthielt. Dann verrutschten wir oft im Text und mussten unauffällig bei den Sitznachbarn schauen, wo wir gerade waren. Nach einem langen Applaus, Standing-Ovations und Blumen für alle Sänger verließen wir die Kirche und ließen bei einer heißen Schokolade im Roten Horizont den Abend schließlich ausklingen. Meine Erwartungen haben sich auf jeden Fall erfüllt und ich kann jedem empfehlen, sich den Chor der Oper Halle und die Staatskapelle einmal anzuhören.

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