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Verleihung der Alexander-von-Humboldt-Professur

12. Mai 2015

Theresa rührt schon fleißig die Werbetrommel. (Foto: Alexander Neuholz, MLU)

Der Alexander-von-Humboldt-Preis wird nun seit 7 Jahren in Berlin verliehen und ist der höchst dotierte Wissenschaftspreis in Deutschland. Über eine fünfjährige Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro können sich die experimentell tätigen Preisträger freuen, während den theoretisch Arbeitenden ein Preisgeld von 3,5 Millionen Euro winkt. Der Preis ist nach dem deutschen Naturforscher und Geographen Alexander von Humboldt benannt, der vor allem für seine Forschungsreisen und seine streng empirische Arbeitsweise bekannt war, mit der er die moderne Wissenschaft begründete [1]. Wie kein anderer vor ihm förderte er nicht nur Nachwuchsforscher, sondern auch Musiker und Künstler. Damit reicht sein Lebenswerk noch über seinen Tod hinaus, da jetzt noch, über 100 Jahre nach seinem Ableben, der „Nachwuchs“ der Wissenschaft in seinem Namen unterstützt wird.

 

Unsere Preisträgerin wird in einem kurzen Video vorgestellt. (Foto: Theresa Pfahl, MLU)

In diesem Jahr erhielt unsere Universität zum zweiten Mal die Berufung für eine Humboldt-Professur in Folge, nachdem letztes Jahr Stuart Parkin, die Einladung nach Halle erhielt und nun bei uns als Professor und gleichzeitig als Direktor des Max-Planck-Institutes für Mikrostrukturphysik tätig ist. Zuvor war er bei IBM tätig und trieb dort maßgeblich die Erforschung von Supraleitern voran und konzipierte Festplatten-Leseköpfe als Anwendung des Gyromagnetischen Riesenwiderstandes.

Die Laudatio hält unser Rektor Prof. Dr. Udo Sträter. (Foto: Theresa Pfahl, MLU)

Seine Nachfolge als Preisträgerin für Halle tritt nun die französische Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Décultot an, die vom Pariser Centre National de la Recherche Scientifique nach Halle wechselt und hier die Aufklärungsforschung verstärken möchte. Sie gilt als eine der bedeutendsten Aufklärungsforscherinnen und ist die erste Literaturwissenschaftlerin, die diesen Preis erhält [2]. Geplant ist, dass Frau Décultot bereits im nächsten Wintersemester ihre Professur in Halle antritt und am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) tätig werden wird.

Unsere Preisträgerin bedankt sich. (Foto: Theresa Pfahl, MLU)

Das Zentrum und die Stadt Halle bieten exzellente Arbeitsbedingungen, da in der Bibliothek in der August-Bebel-Straße wertvolle handschriftliche Werke und Enzyklopädien aus der Zeit der Aufklärung befinden und Mitteldeutschland eine herausragende Rolle für diese Epoche einnimmt [3]. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, ihre interdisziplinäre Arbeit von Paris auf Halle auszudehnen und sowohl Germanistik und Kunstgeschichte als auch Klassische Architektur und philosophische Ästhetik des 17. bis 19. Jahrhunderts miteinander zu verbinden.

Das Bufett lockt die hungrigen Preisträger und Gäste an. (Foto: Alexander Neuholz, MLU)

Für die Preisvergabe wurde das Telekom-Center in der Französischen Straße in Berlin gemietet und Theresa und ich hatten die Aufgabe, den Stand der Martin-Luther-Universität zu betreuen, wo unsere Preisträgerin Frau Décultot vorgestellt wurde. Nach einer Führung durch den Saal, in dem wir uns mit den anderen zukünftigen Universitäten der Preisträger befanden, folgte die eigentliche Preisverleihung, die mit interessanter musikalischer Untermalung und gewitzten bis ganz aufgeregten, sympathischen Preisträgern ein schönes Erlebnis war. Zum Ausklang des Abends wurde ein riesiges Bufett aufgetischt und man konnte direkt mit den Ehrenträgern in Kontakt treten. Gegen ein Uhr wurde die Bar geschlossen, was für uns bedeutete, dass der Abbau der Aufsteller beginnen konnte, da plötzlich alle Gäste verschwunden waren. Am nächsten Tag hatten wir noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel, denn das Hotel lag direkt am Alexanderplatz, da war es nicht mehr weit zu den zahlreichen Plattenläden und Sehenswürdigkeiten.

Der Nachhauseweg führt am Gendarmenmarkt mit der Frz. Friedrichsstadtkirche vorbei. (Foto: Theresa Pfahl, MLU)

[1] http://www.sueddeutsche.de/wissen/alexander-von-humboldt-der-forschende-baron-1.463708-2 (Stand: 17.05.2015)

[2] http://pressemitteilungen.pr.uni-halle.de/index.php?modus=pmanzeige&pm_id=2269 (Stand: 17.05.2015)

[3] http://bibliothek.uni-halle.de/info/ (Stand: 17.05.2015)

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