Studienbotschafter*innen

Sofía Gómez

Ich will wissen, was uns verbindet.

Ich studiere Business Economics und bin Studienbotschafterin für Wirtschaft und Recht (international)

Ana-Sofia Gómez Sanchez

Darum Halle

Darum Halle

Ein neuer Schritt, eine neue Kultur

Fast 9 Millionen Menschen leben in Mexico City. Die Stadt hat viel zu bieten, trotzdem ist es manchmal stressig, dort zu leben. Das ist ein großer Unterschied zu Halle und es ist EIN Grund, warum ich hier bin und warum ich mich hier so wohlfühle. Alles ist ruhiger, kompakter, und hat eine überschaubare Struktur. Auch wenn es viele junge Leute zum Studieren in große Metropolen zieht: Als ich nach Deutschland kam, habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden, in eine kleinere Großstadt zu gehen. Und ich genieße es sehr, in Halle zu sein. 

Aber der Reihe nach: Ich wurde 1997 in Mexico City geboren und bin in Merida, im Bundesstaat Yucatan, aufgewachsen. 2015 habe ich an einer zweisprachigen Privatschule Abitur gemacht. Danach ging es für anderthalb Jahre als Au Pair in die USA. Ich habe nahe New York City gelebt, in Connecticut, wo ich eine wunderschöne Zeit hatte, insbesondere weil sich dort für mich auch ein Tor zur Welt öffnete. Ich fand es cool, so viel Neues zu sehen und interessante Menschen kennenzulernen. Kurioserweise kamen fast alle meiner neuen Freund*innen aus Deutschland. Das ist ein weiterer Grund, warum ich heute hier bin. Durch sie habe ich viel von der deutschen Kultur mitbekommen. So viel, dass ich unbedingt hierher wollte. 

Eine anschließende Tour durch Europa hat diesen Wunsch noch verstärkt. Ich habe viele europäische Länder gesehen, einen näheren Einblick in den deutschen Lebensstil bekommen und dabei außerdem meinen Freund kennengelernt. Trotzdem habe ich 2017 erst einmal in Mexiko City mit dem Studium begonnen. Doch der Unicampus musste leider nach einem Erdbeben geschlossen werden. Kurze Zeit später war ich zufälligerweise auf einer Abschiedsparty eines Jungen, der für seinen Bachelor nach Deutschland ging. Er hat mir viel darüber erzählt und brachte mich so auf die Idee, dasselbe zu tun. Anfangs fanden meine Eltern, das sei verrückt, aber irgendwann haben sie eingewilligt. Auch, weil das Studium in Deutschland im Vergleich mit dem an einer guten mexikanischen Privatuni weniger Geld kostet.

Dann habe ich gezielt nach Unis Ausschau gehalten, die meinen Studiengang - Business Economics - auf Englisch anbieten. Ich habe mich in Aachen, Nürnberg, Magdeburg, Schweinfurt und Halle beworben. In der Wartezeit vor dem Semester habe ich in München einen Sprachkurs besucht. Die Zusagen der anderen Unis kamen zwar eher, aber Halle war mein Favorit. Und hier bin ich nun. 

Bei der Ankunft und in der Bewerbungsphase hat mir mein Freund viel mit dem Papierkram und der Bürokratie geholfen. Für internationale Studierende wie mich ist es nicht leicht, sich durch die vielen Paragrafen zu finden: Aufenthaltsgenehmigung, Versicherungen, Einschreibung - aber inzwischen bin ich natürlich fit auf diesem Gebiet. Und deshalb: Ihr könnt gern Kontakt mit mir aufnehmen, falls ihr Fragen habt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, als internationaler Studierender eine*n feste*n Ansprechpartner*in für all diese Dinge zu haben!

In Halle fühle ich mich jetzt richtig zuhause. Heimweh habe ich eigentlich nicht, aber ich vermisse meine Familie. Und das mexikanische Essen. (Eines kann ich Euch sagen: Chili con carne kennen wir in Mexiko nicht! :-) ) Anfangs habe ich als Kellnerin gejobbt - natürlich in einem mexikanischen Restaurant. Das war außerdem eine gute Chance, mein Deutsch zu verbessern. Inzwischen bin ich als studentische Hilfskraft an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät tätig. Ich wohne mit meinem Freund im Paulusviertel. Mir gefällt, dass ich hier alles mit dem Rad oder zu Fuß erledigen kann. Momentan bereite ich mich übrigens auf mein Erasmus-Semester in Italien vor. Dort werde ich nicht nur eine weitere Sprache lernen, sondern auch in eine neue Kultur eintauchen.

Mein Studium

Mein Studium

Die Welt an einem Ort kennenlernen

Meinen Studiengang - Business Economics - mag ich sehr. Das Fach ist so lebensnah. Überall im Leben trifft man auf Ökonomie, auch bei den ganz kleinen Dingen. Diese Phänomene zu verstehen, finde ich wirklich interessant. Wir sind 35 Studierende pro Semester, alles ist familiär und überschaubar. Die Hälfte meiner Kommiliton*innen kommt aus Deutschland, die anderen von überall her, unter anderem aus Brasilien, Japan, Costa Rica, Estland, Italien oder Bangladesch. Eine reizvolle Mischung ist das, und man kann viel von allen lernen, denn jede*r hat einen anderen Hintergrund. 

Die Lehrveranstaltungen finden in englischer Sprache statt, aber zweimal pro Woche haben wir als international Studierende vier Stunden Deutschunterricht. Das ist eine Besonderheit am Studiengang in Halle. Dieser Anteil an Deutschstunden gehört zum Pflichtprogramm. Das gefällt mir, denn es trägt dazu bei, dass man sich besser im Land zurechtfindet.

Bildung ist mir generell sehr wichtig. Nur durch Bildung kann man etwas in der Gesellschaft verändern. Und auch, wenn ich noch nicht genau weiß, ob ich wieder nach Mexiko zurückgehen werde, so möchte ich mich mit meinem Wissen später dafür einsetzen, in meiner Heimat etwas zu verbessern.

Leben und Freizeit

Leben und Freizeit

Mein erster Eindruck bei meinem ersten Besuch in Halle war: Was für eine süße und schöne Stadt!

Ich liebe es, durch die Altstadt zu schlendern und mir einfach all die Gebäude um mich herum anzusehen. Die Stadt ist nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Sie hat genau die richtige Größe! Man kann fast alles zu Fuß und absolut alles mit dem Fahrrad erreichen, aber es gibt trotzdem auch ein großartiges Straßenbahnsystem für einen regnerischen oder kalten Tag.

In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit auf der Peißnitz, sei es beim Chillen auf der Wiese mit meinen Freunden oder beim Tennisspielen im Sommer. Außerdem esse ich sehr gerne Eis im Vanilla in der Nähe meiner Wohnung im Paulusviertel und sitze an der Pauluskirche. Aber auch das Mittagessen in einer der sechs Mensen, die die Uni zu bieten hat, oder einfach einen ruhigen Studienabend in der WiWi-Bibliothek nach einer Vorlesung oder meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät genieße ich sehr.

Halle hat so viele Bars zum Entdecken. Besonders im Sommer ist jede Bar drinnen und draußen voll mit Menschen. Die Atmosphäre in fast jeder Straße ist erstaunlich. Daneben bietet Halle auch eine große Auswahl an internationaler Küche. Möchtet ihr mexikanisch, vietnamesisch, argentinisch, chinesisch, japanisch oder italienisch? Ihr bekommt es! Verpasst nicht, die Kleine Ulrichstraße oder die Sternstraße zu besuchen.

Ich finde es auch total toll, dass die Uni Halle jedes Semester so viele verschiedene coole Sportmöglichkeiten anbietet. Ich habe bisher folgende auprobiert: Zumba Strong, Tennis (natürlich), Ultimate Frisbee und Aerobics X-Bo, aber es gibt so viele andere, die ich unbedingt ausprobieren möchte! Sie sind alle so günstig und machen auf jeden Fall so viel Spaß! Ich gehe auch sehr oft zum Laufen auf die Peißnitz. Ihr könnt im Wald laufen, wo es keine Autos gibt und fast keine Menschen, sondern nur die Natur.

Halle ist eine tolle Studentenstadt. Egal wo man hinschaut, überall sind junge Leute und Studenten*innen um einen herum. Ich bin sehr froh, dass ich mich für mein Bachelorstudium für hier entschieden habe. Halle wird für mich immer ein Zuhause sein.

Aus meinem Blog

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