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„Vielseitigkeit ist das Stichwort. “

Paula Sporleder

Wie beeinflusst die gefühlte Macht die Zufriedenheit in einer (heterosexuellen) Beziehung?

Dieser Frage gehen Robert Körner vom Institut für Psychologie der Uni Halle und Prof. Dr. Astrid Schütz der Universität Bamberg nach. In ihrer Studie „Power in romantic relationships: How positional and experienced power are associated with relationship quality” hat das Team 181 heterosexuelle Paare zum Thema Macht und Beziehungszufriedenheit befragt, um den Einfluss auf die erlebte Qualität der Beziehung zu erfassen.

Hallo, ich bin Sabrina! Ich studiere an der Uni Halle den 2-fach Bachelor Interkulturelle Europa- und Amerikastudien (IKEAS) in Kombination mit Psychologie und bin Studienbotschafterin für Internationales. Heute darf ich den Blog meiner Kollegin Paula übernehmen und wollte diese interessante psychologische Studie mit euch teilen.

Hintergründe und Vorgehen

In diesem Kontext wird Macht als etwas definiert, was ein Mensch hat, der andere beeinflussen kann, aber selbst nicht von anderen beeinflusst werden kann. Bereits in vorherigen Studien wurde festgestellt, dass Macht eine wichtige Rolle in Paarbeziehungen darstellt, meist jedoch aber kein Machtgleichgewicht vorliegt. Früher hatte der Mann also mehr Einfluss auf Entscheidungen als Frauen. Heutzutage sieht das anders aus: Traditionelle Geschlechterrollen wurden (vor allem in westlichen Gesellschaften) gebrochen.

Die interwieten Paare wiesen folgende Charakteristika auf:

  • lebten mindestens einen Monat zusammen

  • waren zwischen 18 und 71 Jahre alt

  • waren im Durchschnitt seit acht Jahren in einer Beziehung

Die Forschenden untersuchten, wie Macht (tatsächliche und wahrgenommene) verschiedene Aspekte einer Beziehung beeinflusst, um so die Machtbalance zu berechnen. Unter anderem waren diese:

  • Bewunderung für den Partner oder die Partnerin

  • das Vertrauen

  • Gefühle von Unterdrückung und Einschränkung

  • Engagement und Bereitschaft, in die Beziehung zu investieren

Ergebnisse

Körner und Schütz waren über das Ergebnis selbst überrascht. Mit ihrer Studie zeigen sie, dass Männer durch ein höheres Einkommen oder höherem Bildungsstand weiterhin mehr positionelle Macht besitzen. Das Bedürfnis ist bei Männern auch stärker Entscheidungen zu treffen. Dennoch haben diese zwei Faktoren keinen Einfluss auf die erlebte Beziehungsqualität. In gleicher Weise konnte auch kein Zusammenhang zur Machtbalance hergestellt werden.

Die Forschenden zeigten also, dass die Zufriedenheit in einer Beziehung stark von dem Gefühl abhängig ist, persönlich wichtige Entscheidungen treffen zu können. Besonders hoch war die erlebte Beziehungsqualität auch bei Paaren, wo beide Partner von einem hohen Maß an persönlichem Machtgefühl berichteten.

Die vollständige Studie findet ihr hier im Journal of Social and Personal Relationships.

Ich hoffe euch hat dieser kleine Ausflug in die Psychologie gefallen.

Sabrina

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