Studienbotschafter*innen

Jessica Kluge

Ich will wissen, was zählt.

Ich studiere Mathematik mit Anwendungsfach Informatik und bin Studienbotschafterin für Zahlen, Muster und Strukturen

Jessica Kluge

Darum Halle

Darum Halle

Meine Entscheidung für Halle war richtig

Vor 22 Jahren habe ich in der Nähe von Halle das Licht der Welt erblickt. Aufgewachsen bin ich allerdings ziemlich weit weg, in Nordrhein-Westfalen, in einem Dorf in der Nähe von Paderborn. Insofern bin ich quasi erst durch den Beginn meines Studiums an der MLU zu meinen Wurzeln zurückgekehrt.

An Halle musste ich mich erst einmal gewöhnen. Nicht, weil ich die Stadt als unangenehm empfand, ganz im Gegenteil, sie ist wirklich schön und ich fühle mich wohl hier. Eher deshalb, weil ich so viel Stadt einfach nicht gewöhnt war. Denn ich bin in Dringenberg, einem gemütlichen kleinen Dorf mit rund 1800 Einwohnern im Kreis Höxter aufgewachsen. Dort geht es eher ländlich zu. Es gibt zum Beispiel Fanfarenzüge, viele Feste und jede Menge Vereine.

Halle ist viel größer und ich musste anfangs lernen, mich in einer mittleren Großstadt zu orientieren. Inzwischen weiß ich, dass mir der Umzug hierher echt gut getan hat. Ich habe viel dazu gelernt, zum Beispiel wie man das große, und auch gut funktionierende, Straßenbahnnetz nutzt. Dadurch bin ich auch viel selbständiger geworden.

Ich studiere Mathematik, ein Fach, das ich schon in der Grundschule immer sehr gemocht habe. Es ist einfach schön, wenn die Dinge aufgehen und zum Schluss alles stimmig ist. Vor meiner Immatrikulation habe ich an der MLU die Möglichkeit des Schnupperstudiums genutzt. Meine Vorgängerin, die damalige Studienbotschafterin für Mathematik, hat sich für mich zwei ganze Tage Zeit genommen. Gemeinsam sind wir zu Vorlesungen gegangen und sie hat mir den Campus gezeigt. Das hat viele Fragen geklärt und mir auch die Entscheidung für das Fach leichter gemacht.

Schon kurz nach meiner Ankunft in Halle hatte ich einen Platz im Wohnheim auf dem Weinberg-Campus ergattert. Das war für mich perfekt, denn damit habe ich ganz in der Nähe zum Institut für Mathematik gewohnt. Durch das Wohnheim und vor allem mithilfe der Einführungsveranstaltungen an unsrem Institut habe ich schnell Anschluss gefunden. Mittlerweile wohne ich mit zwei Kommiliton*innen zusammen in einer WG in der südlichen Innenstadt. Wir Mathematiker*innen treffen uns gelegentlich zum gemeinsamen Lernen oder zu Spiele-Abenden. Dabei sind Spiele wie Wizard und Cluedo oder Exit-Games unsere Favoriten, manchmal schauen wir auch gemeinsam TV-Shows.

Ich weiß nicht, wo es mich nach meinem Studium hin verschlägt. Ich kann mir gut vorstellen in Halle oder der Umgebung zu bleiben. Genauso gut kann ich mir vorstellen, für ein gutes Jobangebot auch weiter weg zu ziehen. Nichtsdestotrotz bin ich sehr froh, dass ich meine Studienzeit in Halle verbringen durfte. Ich bin mir sicher, meine Entscheidung für das Fach Mathematik und auch für Halle war goldrichtig.

Mein Studium

Mein Studium

Die Atmosphäre ist sehr familiär

Manchmal begegnen mir die Leute mit Skepsis, wenn sie hören, dass ich Mathematik studiere. Ich glaube, viele haben eine falsche Vorstellung. Sie denken, Mathematik besteht nur aus Zahlen und Rechnen. Doch das stimmt nicht. Vielmehr geht es um die Frage, wieso eine bestimmte Vorgehensweise das gewünschte Ergebnis liefert und wie man mit logischen Schlussfolgerungen zu der Lösung eines Problems gelangt.

Wer Mathe studiert, muss in Kauf nehmen, dass viel Arbeit auf einen zukommt. Nach meiner Erfahrung lernt man dieses Fach eher durch ständiges Üben als dadurch, sich einfach bloß in die Vorlesung zu setzen und zuzuhören. Fester Bestandteil der Ausbildung sind Übungsserien. Das sind eine Art Hausaufgaben, die wir wöchentlich erledigen müssen. Das kostet Zeit, bringt einen aber wirklich weiter.

Die Atmosphäre bei den Mathematiker*innen ist sehr familiär. In manchen Vorlesungen sitzt man nur mit sieben oder weniger Leuten. Und auch die Betreuung im Institut ist wirklich gut. Aber einige Dinge sollte man selbst auf dem Schirm behalten, zum Beispiel die Suche nach einem Praktikumsplatz. Übrigens, gleich zu Beginn des ersten Semesters wird für alle Neulinge ein Vorbereitungskurs angeboten, in dem die Inhalte des Mathematikunterrichts aus der Schule noch einmal aufgefrischt werden. Daran solltet ihr unbedingt teilnehmen.

Was ich nach dem Studium einmal machen möchte, weiß ich noch nicht. Aber mit diesem Studium bin ich auf jeden Fall ziemlich breit aufgestellt. Außerdem: Absolvent*innen aus den so genannten MINT-Fächern werden in vielen Bereichen händeringend gesucht. Deshalb kann ich darauf vertrauen, dass sich für mich irgendwann auch Türen öffnen werden.

Mein Stundenplan

Im Folgenden gebe ich euch einen Einblick in meinen Stundenplan aus dem 3. Fachsemester. Tatsächlich war dieses ein recht volles Semester bei mir. Vor allem in den späteren Semestern habe ich oft ein bis zwei Tage die Woche gar keine Vorlesungen gehabt. Allerdings heißt das nicht, dass ich frei hatte. Meine Übungsserien, sowie Vorbereitungen auf Seminare, mussten dennoch erledigt werden.

Montag

  • 10:15 -11:45 Uhr: Der Montag geht entspannt los mit einer „Algebra“-Vorlesung
  • 12:15 - 13:45 Uhr: Vorlesung „Gewöhnliche Differentialgleichungen“
  • 14:00 - 14:45 Uhr: Übung zur Vorlesung „Gewöhnliche Differentialgleichungen“
  • 16:15 - 17:45 Uhr: Vorlesung: „Latex“. Sie gehört zu den ASQ-Modulen, von denen wir zwei im Rahmen unseres Studiums absolvieren müssen. Falls ihr wissen wollt, was genau ASQ's sind, dann schaut euch hier gerne den erklärenden Blogbeitrag meiner Kollegin Isabell Pfeifer dazu an.

Dienstag

  • 08:15 - 09:45 Uhr: „Numerik“-Vorlesung (diese beginnen leider immer frühmorgens um acht)
  • 10:15 - 11:45 Uhr: Übung zur „Numerik“
  • 12:15 - 13:45 Uhr: „Funktionentheorie“-Vorlesung
  • 13:45 Uhr: Nach der letzten Vorlesung an diesem Tag treffe ich mich in der Regel mit einigen Kommiliton*innen in der Uni, um gemeinsam unsere Übungsserien zu lösen. Dazu gehen wir meistens zum „Mathe-Treff“, wo uns Studierende aus den höheren Semestern helfen, den gelernten Stoff zu verstehen und Fragen beantworten.

Mittwoch

  • 10:15 - 11:45 Uhr: Tutorium für „Gewöhnliche Differentialgleichungen“ (Tutorien sind freiwillig, hier wird - ähnlich wie in der Übung - der Stoff noch einmal vertieft.)
  • Am Mittwoch Abend treffe ich mich mit meinen Kommiliton*innen oft zum Quatschen, Spielen und Spaßhaben.

Donnerstag

  • 10:15 - 11:45 Uhr: „Algebra“-Vorlesung
  • 12:15 - 13:45 Uhr: Zu dieser Zeit findet 14-tägig die Übung zur „Funktionentheorie“ statt.
  • 14:15 - 15:45 Uhr: „Algebra“-Übung
  • 16:30 - 17:30 Uhr: Ich gebe einer Neuntklässlerin Mathe-Nachhilfe in der Bibliothek am Heide-Campus. Das ist natürlich nicht Bestandteil des Studiums, bringt aber ein bisschen Geld.

Freitag

  • 08:15 - 09:45 Uhr: „Numerik“-Vorlesung
  • 09:45 Uhr: Schluss für heute, jetzt kann ich ins Wochenende starten. (Aber natürlich darf ich die Übungsserien nicht vergessen.)

Leben und Freizeit

Leben und Freizeit

Während des Semesters

Die Uni hat sehr coole Sportkurse zu studentenfreundlichen Preisen. In fast jedem Semester belege ich mindestens einen dieser Kurse und probiere auch oft etwas Neues aus. Meine bisherigen Favoriten sind aber Burlesque, Latin Dance Fitness und Wassergymnastik. Natürlich gehören Partys feiern und Freunde treffen auch zum Studentenleben. Bei mir allerdings weniger in Clubs, sondern vielmehr als selbstorganisierte kleine oder große Hauspartys. Ansonsten liebe ich es Gesellschaftsspiele zu spielen. Mein aktuelles Lieblingsspiel ist "Kampf um Hogwarts". Es ist ein Deck-Building-Spiel, das eine gute Strategie erfordert und sehr abwechslungsreich ist.

Seit Ende letzten Jahres wohne ich in einer gemeinsamen Wohnung mit meinem Partner. Nun habe ich fast jede Wohnsituation in Halle erlebt, vom Studentenwohnheim über eine klassische WG bis hin zur eigenen Wohnung. Tatsächlich hatte ich dabei immer das Glück recht schnell eine günstige und für mich passende Wohnung zu finden. 

Natürlich erfordert ein Studium auch viel Selbstarbeit, die größtenteils Zuhause geschieht. Grade in Prüfungsphasen besteht ein typischer Alltag meist aus Aufstehen, Lernen, Essen, Lernen, Essen, Lernen, Schlafen. Nun ja, zumindest wenn man sich nicht wieder mal mit irgendwas ablenken kann. Ich bin sehr froh, dass ich dafür einen ordentlichen Arbeitsplatz habe und bei schönem Wetter auch draußen auf dem Balkon oder der Peißnitz lernen kann.

Vorlesungsfreie Zeit

In den Semesterferien bin ich gerne unterwegs, sofern es der Geldbeutel zulässt. Da meine Familie einige Kilometer von Halle entfernt lebt, mieten wir uns in der vorlesungsfreien Zeit immer eine Ferienwohnung für ein paar Tage dort in der Nähe. So hat man Urlaub und den Familienbesuch gleich vereint.

Außerdem probiere ich viele neue Dinge aus, beispielsweise ein Surfcamp oder auch mal außergewöhnliche Restaurants. Ich liebe es, dass es in Halle, aber auch in den umliegende Städten, so viel zu erkunden gibt. Dabei trifft man immer wieder unterschiedliche tolle Leute, was jedes Mal wahnsinnig spannend ist.

Aus meinem Blog

Eure Frage an Jessica

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