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Blogbeiträge meiner Vorgänger

The MASTERing of Science - not JUST Biochemistry

Dir ist reine Biochemie selbst nicht genug? Warum dann nicht ein wenig die mehr biologische oder medizinische Seite der Forschung erkunden?!

Wie im ersten Blog der „The MASTERing of Science“-Reihe (hier klicken zum Lesen – empfohlen von 10/10 fiktiven Lesern) gibt es die Möglichkeit für uns auch Module der Biologie oder aber welche aus dem medizinischen Bereich zu belegen. Prinzipiell könnte man sie alle belegen, wobei sich insgesamt leider nur eines aus entweder der Biologie oder der Medizin anrechnen lässt. Ein wenig schade, aber dafür ist man ja auch im Master Biochemie und dank der selbst zu wählenden  Forschungsgruppenpraktika, gibt es ja noch genug Freiheit (mal ganz abgesehen von dem Zeitraum des es beanspruchen würde). Zur Auswahl stehen dabei:

  • Molekulare Medizin
  • Tumor-&Stammzellbiologie
  • Molekulargenetik/ Immunologie

Wie in den vorherigen Modulen bestehen diese auch jeweils aus einen grossen praktischen Teil, Vorlesungen, Seminare, einen Vortrag und natuerlich einer Pruefung. Ich selber hatte mich fuer Tumor&-Stammzellbiologie etnschlossen und hatte das Glueck einen der 8 Praktikumsplaetze zu ergattern. Insgesamt ist dieses Modul ein wenig anders organisiert, da sich 4 Arbeitsgruppen aus dem Bereich der medizinischen Forschung daran beteiligen. Und so wurden wir 8 in 2er Gruppen ausgelost und jeweils einer Arbeitsgruppe zugeteilt. Eine sehr coole Idee, da man so auch mal mit Leuten ausserhalb seiner Standart-Praktikumspartner arbeitet.

Und so wurde ich zusammen mit einer neuen Studentin aus Leipzig der Arbeitsgruppe von Prof. Guido Posern zugeteilt, die sich mit der Genregulation der aeusserst aggressiven Gehirntumoren – Glioblastoma – beschaeftigt.   Die Einteilung in eine einzelene Arbeitsgruppe empfand ich sehr gut, da man dadurch etwas tiefer in den kurzen 6 Wochen in eine einzelne Thematik eintauchen konnte, und am Ende auch das Gefuehl hatte, wirklich etwas von dem Projekt, dem experimentelle Aufbau und dem Stoff zu verstehen. Methodisch war das Praktikum auch interessant bestueckt, da wir verschiedene Assays mit unterschiedlichen Glioblastom-Zelllinien durchfuehren mussten. Konzentriert hatten wir uns dabei auf den Effekt von FBS(fetal bovine serum), als "Lockstoff" fuer die Tumorzellen, welche teilweise behandelt wurden oder aber genetisch manipuliert war

Migrationsassay- direkt nach Beginn und 24h spaeter.

© Falk| MLU

Neben simplen Migrations-Assays, wo man einfach einen Graben durch eine dicht-gewachsene Zellschicht zieht und beobachtet wie schnell dieser zuwaechst, haben wir auch ein etwas aufwendigeres Luciferase-Assay durchgefuehrt. Der sogenannte "Luciferase Reporter Assay" kann dabei Ueberpruefung der Promotoraktivitaet fuer ein "gene of interest" verwendet werden. Dafuer muess zunachaest die Promotorsequence unseres Gens in den Vector mit der Luciferase gebracht werden, und anschliessend unsere Zellen mit diesem zu transformieren. Nachdem wir dies erfolgreich durchgefuehrt hatten (zum Glueck – solche Kits sind meist recht teuer...wie alles in der Wissenschaft), konnten wir im Anschluss an die Behandlung mit verschiedener FBS-Konztentrationen die Promotoraktivitaet fuer unser Gen mittels einer enzymatischen Reaktion hier zum Assay hier.

In den Vorlesungen ging es natuerlich nicht nur um Glioblastoma, sondern generell um die Entstehung und das Wachstum verschiedener Tumore. Dabei wurde ein grosses Augenmerk auf die Ausbreitung der Tumore und die grundlegenden genetischen Ursachen der Tumorentstehung gelegt. Dadurch konnte  auch eine gute Ueberleitung zu den Stammzellen geschaffen werden. Denn diese und Tumorzellen aehneln sich in einigen Bereichen und Stammzellen(charakter) selber koennen der Grund fuer die Entstehung eines Tumors sein. Ein wenig aufwendig waren die woechentlichen Praesentationen ueber unsere Woche, wobei das viele Praesentieren natuerlich auch gut geuebt hat und es im Bachelor definitiv zu kurz gekommen ist. Auch hat mir die eher familaere Atmosphaere des Praktikums gut gefallen. So kam im Labor als auch waherend der Vorlesung eher soetwas wie eine Gruppenstimmung auf, was zu interessanten Diskussionen fuehrte. Auch wenn ich Tumor-&Stammzellbiologie zu den "anstrengendsten"  Modul meiner 4 waehlen wuerde, war es trotzdem sehr lehrreich und ich wuerde es definitiv erneut belegen. Und hey, ein multiple choice Test am Ende ist auch mal eine nette Erfahrung anstelle einer normalen Klausur!

Aber es gibt auch noch reichlich mehr biologisch angehauchte Module zur Auswahl:

  • Molekulare Pflanzenphysiologie
  • Molekulare Mikrobiologie
  • Molekulare Physiologie der Mikroorganismen
  • Molekulargenetik der Zelle
  • Pflanzengenetik
  • Tierphysiologie
  • Entwicklungsgenetik

Leider habe ich keines der Module selbst belegen kann, weshalb ich darüber keinerlei Erfahrungen teilen kann. Aber für jeden den es interessiert, gibt es für jedes der Module eine gute Beschreibung im Modul-Handbuch.  

 

Next up: mein Forschungsgruppen-Praktikum im Fraunhofer-Institut und mein mein Weg zur Masterarbeit in den USA.

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