Studienbotschafter*innen

Jacqueline Koch

Ich will wissen, was miteinander reagiert.

Ich studiere Lebensmittelchemie und bin Studienbotschafterin für Leben und Life Sciences

Jacqueline Koch

Darum Halle

Darum Halle

Das Rennen machte die Lebensmittelchemie

Ernährungswissenschaften oder Lebensmittelchemie - das war für mich die Frage, als ich auf der Suche nach dem richtigen Studienfach war. Noch in der 10. Klasse hatte ich überhaupt keine Idee, was ich werden wollte. Naturwissenschaften haben mir am meisten Spaß gemacht. Besonders hat mich die Chemie interessiert, trotzdem wollte ich kein reines Chemie-Studium, da bin ich auf die Lebensmittelchemie gestoßen. Weil ich auch das Thema Ernährung spannend finde, kamen für mich auch die Ernährungswissenschaften in Frage. Also habe ich mich an verschiedenen Hochschulen für beide Fächer beworben. 

Und gleich mehrere Zusagen bekommen. Zum Beispiel aus Braunschweig, Hamburg, Nürnberg, Karlsruhe und Halle. Das Rennen hat schließlich die Lebensmittelchemie gemacht, einfach, weil sie einen Tick mehr naturwissenschaftlich geprägt ist.

„Warum ausgerechnet Halle?“ Mich hat schon frühzeitig die Herausforderung gereizt, mein Leben als Studentin in einer für mich neuen Stadt zu beginnen. Ich stamme aus der Kleinstadt Peine, die zwischen Braunschweig und Hannover liegt. Nach Halle sind es von dort rund 200 Kilometer - eine perfekte Entfernung. Halle ist für mich weit genug weg, um in einem neuen Umfeld zu starten und trotzdem nah genug, um die regelmäßigen Kontakte nach Hause nicht zu verlieren.

Meine Eltern finden meine Entscheidung für Halle gut. Vor allem, weil das Studium hier echt bezahlbar ist. Meine erste persönliche Begegnung mit der Stadt hatte ich zum Welcome Day. Ich war sehr angetan vom Campus und auch davon, wie einfach es war, eine Wohnung zu finden. Die Mitarbeitenden der Genossenschaften waren vor Ort und haben uns direkt die Besichtigung verfügbarer Wohnungen ermöglicht. Ich habe mich letztendlich für eine eigene Wohnung im Norden von Halle entschieden, mit Blick ins Grüne und nur 15 Fahrrad-Minuten von meinem Campus entfernt. Sie hat 40 Quadratmeter und einen Balkon, mit unter 300 Euro warm ist das für mich perfekt.

Mein Studium

Mein Studium

Welche Stoffe braucht der Mensch? Was nimmt er mit der Nahrung zu sich? Wo verbergen sich schädliche oder gar giftige Substanzen? - Das sind Fragen, mit denen sich Lebensmittelchemiker*innen beschäftigen. Für mich sind das überaus interessante Fragen. 

Mir gefällt an diesem Fach vor allem die Bandbreite der zukünftigen Einsatzgebiete. Man kann sowohl in der Herstellung von Lebensmitteln arbeiten, als auch bei ihrer Qualitätskontrolle. Ich möchte später an der Entwicklung gesunder Nahrungsmittel mitwirken. Vor allem im Bereich der Fertignahrung gibt es aus meiner Sicht noch viel zu verbessern, sowohl geschmacklich als auch gesundheitlich.

Wer in Halle Lebensmittelchemie studiert, erreicht als Abschluss das Staatsexamen. Im Grundstudium werden vor allem chemische Grundlagen vermittelt. Erst ab dem 5. Fachsemester geht es wirklich um Lebensmittel. Dann gibt es unter anderem Lehrveranstaltungen zur Hygiene, zur Umweltanalytik und zum Lebensmittelrecht. Außerdem führt man im Labor mikrobiologische Untersuchungen durch. 

Gut finde ich auch, dass es bei den meisten Lehrveranstaltungen keine Anwesenheitspflicht gibt. So kann man selbst entscheiden, ob man die Vorlesung besucht oder sich den Stoff lieber selbst erarbeiten möchte. Die Betreuung durch die Lehrenden ist sehr gut. Wir haben einen kurzen Draht zu ihnen und können manchmal sogar schon während der Vorlesung Fragen loswerden. Alles in allem kann ich das Lebensmittelchemie-Studium an der Uni Halle wirklich empfehlen. Denn es kann nie schaden, zu wissen, was man isst.

 

Mein Stundenplan

Damit ihr einen Eindruck in das Lebensmittelchemie-Studium bekommt, hier mein Stundenplan aus dem 5. Fachsemester. Es ist ein sehr praktisches Semester.

Montag

  • 08 Uhr bis 10 Uhr: Vorlesung „Chromatographische Methoden“ (1. Semesterhälfte)
    Hier besprechen wir die auf dem Prinzip der Chromatographie basierende die Auftrennung von Stoffgemischen für deren Analysen.
  • 08 Uhr bis 10 Uhr: Vorlesung „Qualitätssicherung I“ (2. Semesterhälfte)
    Die Qualitätssicherung ist ein wichtiger Teil des Lebensmittelchemie-Studiums, deshalb werden wir hierzu die nächsten Semester auch noch weitere Vorlesungen haben. Es ist auch ein großer Teil Stochastik enthalten, ja Mathe, das gehört auch dazu. 
  • 10 Uhr bis 12 Uhr: Praktikum-Seminar „Lebensmittelchemie I“
    Diese Seminare dienen zur Vorbereitung unseres Praktikums, wir besprechen die verschiedenen Lebensmittelgruppen und deren Analyse. 
  • 12 Uhr bis 13 Uhr: Mittagspause 
    Jetzt ist Zeit sich in der Weinberg- oder Heide-Mensa mit leckerem und abwechslungsreichem Essen zu stärken.
    Mein Blogbeitrag: Du brauchst auch eine Pause vom Lernen? 
  • 13 Uhr bis 15 Uhr: Vorlesung „Lebensmittelchemie I“
    Die Vorlesung ist bei Professor Glomb, er geht mit uns die verschiedenen Lebensmitel, deren Klassifizierung, Herstellungsmethoden, Inhaltsstoffe etc. durch.
    Mein Blogbeitrag: Tomaten-Fakten
  • 15 Uhr bis 17 Uhr: Praktikum-Seminar „Lebensmittelchemie I“

Dienstag

  • 08 Uhr bis 10 Uhr: Vorlesung „Umweltchemie I“
    Hier geht es um die Wechselwirkungen zwischen der Umwelt und der Chemie, mit Schwerpunkt auf der Verteilung von Schadstoffen.
    Mein Blogbeitrag: Nachhaltiger leben
  • 10 Uhr bis 12 Uhr: Vorlesung „Lebensmittelchemie I“ 
  • Ab 13 Uhr: Die Zeit am Nachmittag benötige ich um das Praktikum für Mittwoch und Donnerstag vorzubereiten und Protokolle zu schreiben. 

Mittwoch

  • 08 Uhr bis 15 Uhr: Praktikum „Lebensmittelchemie I“ 
    Das ist mein erstes lebensmittelchemisches Praktikum, hier analysieren wir Lebensmittel auf ihre Nährstoffe, Mineralien und Vitamine. Zu jeder großen Gruppierung untersuchen wir ein Lebensmittel: Fette/ Öle, Fleisch-/ Wurstwaren, stärkehaltige (Nudeln), alkoholische (Wein) und nichtalkoholische Lebensmittel (Saft). Das Praktikum erstreckt sich über das 5. und 6. Semester.
    Mein Blogeintrag: Praktikum im Hauptstudium
  • 15:30 Uhr bis 17 Uhr: Sportkurs „MBSR-Achtsamkeitstraining“ 
    Dies ist ein Achtsamkeitstraining, angelehnt an MBSR (mindfulness based stress reduction). Beim autogenen Training lernen wir Techniken zur Meditation, Hatha-Yoga und Forschungsergebnisse moderner Medizin, Psychologie und Gehirnforschung. 

Donnerstag

  • 08 Uhr bis 16 Uhr: Praktikum „Lebensmittelchemie I“ 
    Ein wichtiger Bestandteil im Praktikum ist die Dokumentation der Arbeitsschritte und das Verfassen eines Protokolls. Auch wenn es bei der ersten Abgabe nicht klappt, es dient alles zur Übung und als Vorbereitung für unsere eigene wissenschaftliche Arbeit (Bachelor/ Diplom...). 
    Mein Blogbeitrag: Einblick in mein Labor #1 und Einblick in mein Labor #2

Freitag

  • 08 Uhr bis 10 Uhr: Praktikum-Seminar „Lebensmittelchemie I“
  • 10 Uhr bis 12 Uhr: Vorlesung „Lebensmittel- und Umwelttoxikologie“ 
    Toxikologie ist die Lehre von Schadwirkungen chemischer und nichtchemischer Stressoren auf Lebewesen. Gerade beschäftigen wir uns mit der Wirkung von Nervengiften auf unser Nervensystem. Unter anderem kommen Themen wie Alkoholintoxikation oder der Verzehr von zu vielen Zimtsternen auf.
    Mein Blogbeitrag: Brauche ich Biologie im Lebensmittelchemie-Studium?
  • 12 Uhr bis 14 Uhr: Vorlesung ASQ „Wirtschaft für Nichtwirtschftswissenschaftler (Unternehmensplanspiel)“ 
    ASQ bedeutet Allgemeine Schlüsselqualifikation und ist ein fächerunabhängiger Wahlpflichtbereich. Das heißt ihr könnt mal in andere Bereiche reinschnuppern. Ich hab mich dieses Semester für Wirtschaft entschieden, wir haben eine allgemeine Vorlesung und spielen nebenbei ein Planspiel, wo wir in kleinen Gruppen ein Unternehmen leiten uns gegeneinander antreten.

Leben und Freizeit

Leben und Freizeit

Begeisterung vom ersten Tag an

Als ich zum ersten Mal auf dem Marktplatz stand, war ich positiv überrascht. Mir kam alles total riesig vor, aber dennoch auch angenehm überschaubar. Inzwischen habe ich mich an das städtische Gewusel längst gewöhnt, trotzdem zieht es mich regelmäßig in die Natur, wovon Halle ebenfalls reichlich zu bieten hat. Ich sitze gern im Park auf Lehmanns Felsen und schaue über die Saale. Dort finde ich auch die nötige Ruhe zum Lernen. Regelmäßiger Gast bin ich außerdem beim Unisport. Das Angebot ist sehr vielfältig. Ich probiere immer mal was Neues aus und schaue, was gerade in meinen Studienplan passt.

All das hat dazu beigetragen, dass ich mich in Halle schnell eingelebt habe. Von Anfang an gab es viele Angebote, die mir diese Phase erleichtert haben. In der Orientierungswoche hat die Uni Halle eine Stadtführung angeboten, um Halle besser kennen zu lernen. Dabei habe ich auch viele Studierende und neue Freunde und Freundinnen kennengelernt.

Inzwischen fühle ich mich hier wirklich heimisch. Die Stadt macht es einem leicht, sie zu mögen, denn vor allem die Innenstadt ist total schön. Meine jüngere Schwester kommt mich öfters besuchen. Und sollte sie sich später für ein Studium entscheiden, kann ich Halle auf jeden Fall empfehlen.


Video: Uni Halle

Aus meinem Blog

Eure Frage an Jacqueline

Ihr habt noch mehr Fragen zum Studium an der Uni Halle? Dann schreibt einfach eine Nachricht:

Die mit einem Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden!

Warum studieren?

Studieren in Halle

(Studenten)Leben in Halle

Service und Beratung

Für Studienanfänger*innen