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Frohe Zukunft

... wenn das nicht erstrebenswert klingt. Der kürzeste Weg, dieses Ziel zu erreichen ist wohl ein Umzug nach Halle – genauer genommen in den Stadtteil „Frohe Zukunft“.

Wenn man mit dem Auto von der B100 kommt und nach Halle reinfährt, kann man schon einen kleinen Blick auf die Frohe Zukunft erhaschen. Aber eigentlich sieht der Stadtteil im Nordosten der Stadt auf den ersten Blick gar nicht so froh aus. Aber eben auch nur auf den ersten Blick.

Frohe Zukunft (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Frohe Zukunft (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Seit fünf Jahren lebe ich mittlerweile in Halle und habe es nie in die Frohe Zukunft geschafft - bis vor einigen Wochen als ich sonntags früh aufwachte und es ordentlich regnete. Ein richtig schöner Tag eben, um drinnen zu sitzen, Netflix zu suchten und sich die Wampe vollzuhauen. Aber manchmal, wenn es regnet, packt mich die Lust, alleine rauszugehen und Neues von meiner Stadt zu sehen.

Ich liebe es, wenn ich mich dann in warme Sachen einmummeln und mir die Kapuze überziehen kann. Ein bisschen incognito ist man dann schon unterwegs. Aber das ist man an Sonntagmorgen in Halle ja sowieso. Und das liebe ich auch.

So sieht das dann aus ;) (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Eigentlich bin ich an besagtem Sonntag ziemlich planlos losgelaufen, dachte kurz ans Giebichensteinviertel und den Klausberg, aber am Steintor dachte ich mir dann, warum eigentlich nicht endlich mal die berühmt-berüchtigte Frohe Zukunft anschauen!?

Namentlich kennt den Stadtteil jeder Hallenser und Hallunke. Schon allein, weil die Straßenbahnlinie 1 dort hinfährt und der verlockende Zielort groß an der Front der Bahn aufleuchtet. Aber bekannt ist der Stadtteil auch durch die gleichnamige Wohnungsgenossenschaft, deren Schild direkt an der Barfüßerstraße beim Uniplatz prangt – besonders durch den kleinen, aber total gemütlichen Weihnachtsmarkt, den die Genossenschaft jährlich vor ihrem Büro veranstaltet.

Trotzdem reizt es keinen, dort mal hinzugehen oder gar dort zu wohnen. Wenn man von der B100 kommt sieht man eben nur eine große Straße und reihenweise Platten. Ein ziemlich tristes Örtchen. Warum sollte man dort hingehen!? Als mein Kollege Felix mir dann erzählte, dass er dort wohnt und es eigentlich ganz schön ist, konnte ich es auch nicht wirklich glauben.

Frohe Zukunft (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Frohe Zukunft (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Aber bei meinem Sonntagsspaziergang war ich dann doch etwas überrascht, nachdem ich den Wall an Plattenbauten überwunden hatte, habe ich dahinter tatsächlich eine ziemlich dörfliche Gegend entdeckt. Lauter Doppelhaushälften und Einfamilienhäuser und mitten drin das Wohnheim Landrain. Davon hatte ich auch schon viel gehört, weil es angeblich das schönste Wohnheim von Halle sein soll.

Wohnheim Landrain (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Wohnheim Landrain (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Der ausgefallene Baustil konnte mich jetzt nicht gerade überzeugen, aber dafür umso mehr die großen Grünflächen und Terrassen. Auch die Größe der einzelnen Häuser finde ich großartig, weil mich die Vorstellung von einem Leben in einem Hochhaus schon immer total abschreckt.

Gertraudenfriedhof (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Mein Highlight des Spazierganges war dann aber der Gertraudenfriedhof. Ein wirklich schön angelegter, verwachsener und weitläufiger Friedhof. Bei dem Herbstwetter sah es ein wenig wie ein Märchenwald aus. Am Ende kam ich am Galgenberg an und obwohl ich eigentlich mittlerweile schon ziemlich lauffaul war, musste ich natürlich auch dort noch einmal hoch. Der Galgenberg ist eindeutig einer meiner Lieblingsorte in Halle.

Galgenberg (Foto: MLU Anne Wasmayr)

Im Nachhinein war ich ziemlich überrascht von meinem Spaziergang, weil ich tatsächlich nur mit Platten gerechnet hatte. Ich bleibe aber dennoch lieber in der Altstadt wohnen, denn zu Fuß ist es schon ein Stückchen bis in die Frohe Zukunft. Das ist dann eher was für rad- und bahnfahrende Studenten. Einen verregneten Spaziergang ist die Gegend aber allemal wert und wenn man im Wohnheim wohnen will, dann doch bitte im Landrain ;)

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