Studienbotschafter*innen

Isabel Pfeifer

Ich will wissen, wie Kunstschaffende die Welt sehen.

Ich studiere Kunstgeschichte und Medien- und Kommunikationswissenschaft und bin Studienbotschafterin für Historische Kulturwissenschaften

Isabel Pfeifer

Darum Halle

Darum Halle

Zwischen Van Gogh und Banksy

Kunst hat in meinem Leben immer eine große Rolle gespielt. In der Schule gehörte sie zu meinen Lieblingsfächern. Schon als Kind bin ich mit meiner Mutter total gern in Museen und Ausstellungen gegangen. Dort fand ich es toll, Kunstwerke aller Art zu betrachten und anschließend etwas über ihre Schöpfer*innen zu erfahren. Ganz egal, ob alt oder modern - ob Van Gogh oder Banksy. Was lag also näher, als sich auch bei der Berufswahl nach etwas umzuschauen, das im weitesten Sinn mit Kunst zu tun hat.

Ich hatte meine gesamte Kindheit und Schulzeit in Halle verbracht, und so wollte ich nach dem Abi erst mal weg aus der Heimat. Es zog mich nach Berlin, wo ich eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing begonnen habe. Alles war gut durchdacht und hat sich richtig angefühlt. Doch es war trotzdem die falsche Wahl. Nach fast einem Jahr habe ich sie vorzeitig beendet. Aus heutiger Sicht klingt das ganz einfach, aber es ist mir nicht leicht gefallen. Trotzdem war es richtig, so viel kann ich aus heutiger Sicht sicher sagen!

Die Unsicherheit, wie es weitergehen soll, war damals schwer auszuhalten. Deshalb habe ich die restliche Zeit in Berlin genutzt, um mit einem klaren Plan nach Halle zurückzukommen. Am Ende habe ich auf mein Gefühl gehört und mich auf das besonnen, was ich kann und was mich wirklich interessiert. Und so war es irgendwie folgerichtig, dass ich mich für ein Studium der Kunstgeschichte entschieden habe.

Mein Studium

Mein Studium

Mein Tipp: Nach Neigung studieren

Oft werde ich gefragt, warum ich eigentlich Kunstgeschichte studiere. Ich antworte immer: „Weil es mir Spaß macht und weil man nur das, was einen wirklich interessiert, auch wirklich gut macht.“ Ich finde es wichtig, ein Fach zu studieren, das den persönlichen Neigungen entspricht. Außerdem glaube ich, dass das Klischee, wonach alles, was mit Kunst zu tun hat, „brotlos“ sein soll, falsch ist. Kunsthistoriker*innen haben auf dem Arbeitsmarkt viele Möglichkeiten.

Wenn ihr Kunstgeschichte studieren wollt, solltet ihr breit interessiert sein. Es sollte euch Spaß machen, die gesellschaftlichen Hintergründe und auch die zeitlichen Umstände sowie das Leben von Kunstschaffenden zu ergründen. Und auch Baustile oder architektonische Formen sollten euch geläufig sein. Das ist für den Einstieg eigentlich schon ausreichend. Ausgerüstet mit diesen grundlegenden Fähigkeiten ist alles andere erstmal kein Problem. Dafür sorgen nicht zuletzt die sehr engagierten Dozierenden, die eigentlich immer ansprechbar sind.

Bei mir hat es ein paar Wochen gedauert bis ich mich an der Uni komplett zurechtgefunden habe, aber generell ist das Studium gut organisiert. Die Kommunikation funktioniert und man hat nie das Gefühl nur eine Nummer zu sein. Außerdem: Halle bietet verschiedene Museen, Galerien und Ausstellungen, in denen man sich super mit Kunst befassen kann. Das nutzen wir natürlich auch an der Uni. Erst neulich war ich gemeinsam mit Mitstudierenden im Kunstmuseum Moritzburg. Unser Dozent ist mit uns durch die Bauhaus-Ausstellung gegangen und wir hatten quasi eine Privat-Führung. Welch ein Luxus…

Was mir inzwischen besonders gut gefällt: Am Institut werden regelmäßig Exkursionen zu historischen Bauwerken oder Ausstellungen angeboten, die zum Teil sogar ins Ausland führen. So kann man sich direkt mit den Inhalten des Fachs befassen. Das macht Spaß und so ganz nebenbei ist es auch ein bisschen Prüfungsvorbereitung. Außerdem erwähnenswert ist die enge Zusammenarbeit des Instituts für Kunstgeschichte mit der Archäologie und der Denkmalpflege. Dadurch kann man unkompliziert in angrenzende Fächer hineinschnuppern.

Mein Stundenplan

Damit ihr einen konkreten Eindruck von meinem Studium der Kunstgeschichte bekommt, hier ein typischer Stundenplan aus dem 1. Fachsemester

Wichtig: Das Fach Kunstgeschichte studiere ich mit 90 Leistungspunkten. Das heißt, dass dieser Wochenplan nur knapp die Hälfte meines Studienalltags darstellt. Den anderen Teil der Woche besuche ich die Lehrveranstaltungen im Teilstudiengang „Medien- und Kommunikationswissenschaft“, kurz MuK. Wenn ihr euch auch dafür interessiert, dann könnt ihr gerne mal bei Berenike, unserer „MuK-Expertin“ vorbeischauen.

Montag

  • 14 Uhr: Einführung in die Kunstgeschichte
    In diesem Seminar bekommen wir einen guten Überblick über die verschiedenen Stil-Epochen der Kunstgeschichte. Anhand dessen behandeln wir zum Beispiel auch die unterschiedlichen Arten von Portraits.
  • 16 Uhr: Tutorium zur Architektonischen Formenlehre
    In diesem Tutorium geht es darum, das Wissen aus dem Seminar zu vertiefen. In kleineren Gruppen üben wir zum Beispiel anhand eines Quiz, die Fachbegriffe der Architektonischen Formenlehre oder die verschiedenen Grundrisstypen einer Kathedrale. Dabei ist der oder die Tutor*in (ein*e Student*in, aus dem höheren Semester) unser*e Ansprechpartner*in, für alle Fragen oder Unklarheiten. Besonders praktisch, wenn man sich nicht direkt traut jede Frage an die Lehrperson zu stellen. 

Dienstag

  • 10 Uhr: Vorlesung – Angelsachsen und Normannen
    In dieser Vorlesung geht es um die romanische Kunst und Kultur in England. Die Professorin spricht über die wichtigsten historischen Abläufe und Kulturentwicklung zur Zeit des Mittelalters. Zum Beispiel die Eroberung der Normannen von England, um 1066. Dabei ist es wichtig schnell mitzuschreiben, damit man später nichts vergisst. Große Vorfreude: Am Anfang des Semesters hatte die Professorin angekündigt, dass wir eventuell nächstes Semester, im Rahmen ihrer Vorlesung, eine Exkursion nach Großbritannien machen werden. So kann man live vor Ort, über die kunstgeschichtlich relevanten Themen sprechen. Ich bin gespannt! (:
  • 12 Uhr: Architektonische Formenlehre
    Wie der Name des Seminars schon verrät, geht es um die Grundlagen der Architektonischen Formenlehre. Wir analysieren die Grund- und Aufrisse wichtiger Gebäude: Von romanischen Kirchen über gewaltige gotische Kathedralbauten bis hin zu Renaissancepalästen oder Skyscrapern, alles ist dabei. Dazu kann ich euch meinen Blogbeitrag über die Stiftskirche St. Cyriakus sehr empfehlen! 

Mittwoch

  • 14 Uhr: Tutorium zur Einführung in die Kunstgeschichte
    Auch in diesem Tutorium geht es darum, das Gelernte aus dem Seminar zu üben, sodass man optimal auf die Prüfung vorbereitet ist. Zum Beispiel sollte jeder von uns einen kurzen Vortrag über ein ausgewähltes Gemälde, welches in der Klausur drankommen könnte, halten. Außerdem haben wir praktische Tipps zur Literatur- und Bildrecherche erhalten. Das heißt wir wissen jetzt genau woher wir gute Bilder für unser Referat herbekommen.

Leben und Freizeit

Leben und Freizeit

Die bunte Mischung macht’s  

Halle ist für mich der ideale Studienort, denn die Stadt pulsiert und ist weder zu klein noch zu groß. Als gebürtige Hallenserin kenne ich sie natürlich ziemlich gut. Aufgewachsen in einem Mehrfamilienhaus am Stadtrand, wollte ich während meiner Studienzeit aber unbedingt in einer Altbauwohnung im Zentrum leben. In Berlin hätte ich das nicht bezahlen können, aber hier passt es sehr gut.

Die Saalestadt bietet für uns Studierende nämlich noch vergleichsweise günstige Mieten. Und, bei uns ist es auch nicht unwahrscheinlich eine gute Wohnung in fußläufiger Nähe zur Uni zu finden, mit einem Balkon oder Blick aufs Grüne. Viele Studierende nutzen ansonsten auch gerne ihr Fahrrad um von A nach B zu gelangen oder das vergünstigte Öffi-Ticket.

Zudem gibt es hier eine breite Vielfalt kultureller Highlights, wie das Kunstmuseum Moritzburg oder tolle Open-Air-Konzerte auf der Peißnitz, aber auch kleinere Glanzpunkte, die manch eine*r vielleicht erst auf den zweiten Blick entdeckt, wie das charmante Programmkino ZAZIE oder die Kunsthalle „Talstrasse“ in Kröllwitz. Was ich außerdem absolut klasse finde, ist das große Angebot an Cafés, Bars und Restaurants in unserer bunten Stadt! Besonders in der kleinen Ulli findest du fast alles was dein Herz begehrt, aber auch andere Szeneviertel laden gerade zu einer kulinarischen Reise ein.

Wenn dir mal nicht nach Essen ist, kannst du hier auch einfach wunderbar durch die Stadt schlendern: vorbei an zahlreichen alten Gemäuern, die wieder liebevoll restauriert wurden, über grüne Naherholungsräume für Mensch und Tier und nicht zuletzt geschichts- und zukunftsträchtigen Orten, die nur darauf warten von dir besucht zu werden!

Aus meinem Blog

Eure Frage an Isabel

Ihr habt noch mehr Fragen zum Studium an der Uni Halle? Dann schreibt einfach eine Nachricht:

Die mit einem Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden!

Warum studieren?

Studieren in Halle

(Studenten)Leben in Halle

Service und Beratung

Für Studienanfänger*innen