Studienbotschafter*innen

Mein Studium in Halle

„Halle ist groß genug um Spaß zu haben und klein genug um entspannt zu studieren.“
Fabian Schulz

Hier spielt die Musik!

An den Anfang des Musikstudiums haben die Götter die Aufnahmeprüfung gesetzt. Für mich war sie keine große Hürde, denn ich habe an einem Gymnasium mit Musikzweig Abitur gemacht, und hatte entsprechend viele Vorkenntnisse. Wer nicht darüber verfügt, sollte sich wirklich gut darauf vorbereiten, denn die Prüfung ist anspruchsvoll.

Das Musik-Institut ist klein und es macht wirklich Spaß, dort zu studieren. Wir waren 32 Erstsemester, das ist sehr intim, jeder kennt jeden. Die Kommunikationswege sind kurz, Probleme werden von den Dozenten sofort registriert und bearbeitet.

Worauf ihr Euch einstellen müsst: Das Studium ist enorm zeitaufwändig. Man taucht sehr tief in die Materie ein. Musiktheorie, Gehörbildung, Musikdidaktik und Instrumentenkunde gehören zum festen Kanon und liegen zu festen Zeiten. Wesentlich flexibler sieht es bei Gesang, Klavier und sonstigen Instrumenten aus; hier kann man die Zeiten zum Üben flexibel vereinbaren, was ich für einen großen Vorteil halte. So lässt sich alles gut mit dem zweiten Fach koordinieren, für das alle Lehramtsstudierenden bekanntlich auch noch Zeit einplanen müssen.

Ich bin wirklich glücklich mit diesem Fach. Nach dem Studium möchte ich am liebsten als Musiklehrer an einer Gesamtschule arbeiten. Schon jetzt bin ich regelmäßig begeistert, wenn ich sehe, wie sich meine beiden Tuba-Schüler entwickeln und wie sie von der Musik geprägt werden. Dieses Lebensgefühl würde ich gern an noch viel mehr junge Menschen weitergeben.

Montag

09:00 – 09:45 Gehörbildung im Institut für Musik
10:15 – 11:45 Übung Mathematische Grundlagen der Informatik und Konzepte der Modellierung I
13:00 – 13:45 Klavier im Institut für Musik
14:15 – 15:45 Vorlesung am VSP Einführung in Rechnerarchitektur
18:00 – 18:45 Tutorium Gehörbildung

Am Anfang des Semesters stellt einem die Fakultät mehrere Termin zur Verfügung, sodass man entspannt Musik + 2. Fach unter einen Hut bringen kann. Man hat eine halbe Stunde, um von Fakultät zu Fakultät zu kommen. Das ist mit ein wenig Spucke und gutem Orientierungssinn kein Problem nach den ersten Tagen! Was für eine Schönheit!! 12 Uhr Mittags- und Kaffeepause!!! Besser geht’s für mich doch gar nicht ;)!

Dienstag

10:15 – 11:45 Vorlesung Objektorientierte Programmierung
12:15 – 13:00 Studienchor
13:15 – 14:00 Gesangsunterricht
16:00 – 17:00 Schulpraktisches Klavierspiel

Hier hätte ich mir auch aussuchen können, wann ich in der Woche die künstlerischen Fächer lege (außer der Studienchor, der ist fest!). Die Flexibilität der Dozenten hier am Musikinstitut ist einfach großartig!

Mittwoch

10:15 – 11:45 Übung Einführung in die Rechnerarchitektur
16:00 – 18:00 Vorlesung Grundlagen von Schulpädagogik und Erziehungswissenschaft

Sieht nach einem entspannten Tag aus, oder? NÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH das Musik- und Informatikstudium fordert eine Menge Übe-Fleiß! Man bekommt Übe-Räume; außerdem kann man auch mal so zwischendurch nach Hause gehen, um Informatik-Codes zu schreiben oder an neuen musikalischen Herausforderungen zu arbeiten. Dadurch ist das Weiterkommen kein Problem.

Donnerstag

13:00 – 13:45 Vorlesung/Seminar Musiktheorie
14:15 – 15:45 Vorlesung Mathematische Grundlagen der Informatik und Konzepte der Modellierung I
16:00 – 18:00 Einführungskurs Musikdidaktik (Seminar)

Den ganzen Vormittag frei? Ich würde mich nicht zu früh freuen. Jedes Fach, das Ihr im Studium belegt, braucht Liebe von Euch. Besonders Klavier, Gesang, Gehörbildung und Musiktheorie brauchen jeweils 30 Minuten Eurer Tageszeit, damit Ihr easy breezy durch das Studium kommt.

Freitag

10:15 – 11:45 Vorlesung Einführung in Rechnerarchitektur

Kein Dozent will Freitag lange arbeiten. Na klar, Ausnahmen bestätigen die Regel. Deswegen gilt auch hier: ausschlafen + früh Schluss!

Ein letztes Wort von mir!

Wenn Ihr täglich 30 Minuten pro Fach investiert, seid Ihr besser bedient, als wenn Ihr Euch Euch nur ein mal pro Woche für drei bis vier Stunden hinsetzt!!! Sowohl Musik als auch Informatik (Bei letzterem BESONDERS das Schreiben von Code) erfordert Übung und kann, besonders am Anfang, sehr deprimierend sein, da die Lernkurve langsam steigt. Hält man durch, wird man jedoch mit tollen Kommilitonen und Erfolgen belohnt. Also ist das - meiner Meinung nach - den Aufwand wert.

Weitere Infos zu meinem Studiengang findest du hier!

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