Studienbotschafter*innen

Christoph Aumann

Ich will wissen, was motiviert.

Ich studiere Mathematik und Physik für Lehramt an Gymnasien und bin Studienbotschafter für Lehramt

Christoph Aumann

Darum Halle

Darum Halle

Lehramt Mathe und Physik - genau meine Kombi

Philosophie, Jura, Architektur - das sind nur drei der Fächer, von denen ich mir als Schüler vorstellen konnte, sie zu studieren. Im Abitur hatte ich Altgriechisch belegt, aber auch Naturwissenschaften fand ich immer toll. Kurz gesagt: Ich interessiere mich für sehr viele, sehr unterschiedliche Dinge. Und so wurde mir irgendwann klar: Ich brauche einen Studiengang, der inhaltlich breit aufgestellt ist. Lehramt war zwar nie mein Kindheitstraum, aber der Gedanke, damit gleich zwei Fächer auf einmal studieren zu können, gefiel mir irgendwie.

Beworben habe ich mich online, und zwar per Handy von einem Parkplatz in Neuseeland aus, wo ich nach der Schule für ein halbes Jahr im Rahmen von „work and travel“ unterwegs war. Halle war die erste Uni, die mir eine Zusage geschickt hat, und so bin ich nun hier. Es war also eine recht zufällige Entscheidung für die Uni Halle, die ich aber bis heute absolut nicht bereue. Ganz im Gegenteil!

Mein Studium

Mein Studium

Ich brauche einen Plan

Mir persönlich gefällt die Vorstellung, Schülerinnen und Schülern fachliche Inhalte so zu vermitteln, dass sie es verstehen und vielleicht sogar noch Freude daran haben können. Bei meiner Fächerkombination - Mathematik und Physik - ist das eine zusätzliche Herausforderung. Mir ist klar, dass 80 Prozent der Schüler*innen diese beiden Fächer nicht mögen. Zu Unrecht, wie ich finde. Deshalb würde ich gern dabei helfen, das Image meiner Fächer zu verbessern.

Im Studium selbst fällt mir nicht alles zu, denn wer Mathe auf Lehramt studiert, braucht vor allem eine hohe Frustrationstoleranz. Es kann passieren, dass man stundenlang über einer Aufgabenstellung brütet, und trotzdem keine Lösung findet. Wenn es dann doch klappt, ist das ein Hochgefühl. In Physik ist das nicht viel anders.

Im Leben, genauso wie im Studium, gilt für mich: Ich brauche einen Plan. Ich bin gut strukturiert und scheue keine Lehrveranstaltungen, bloß, weil sie schon morgens um acht Uhr beginnen. Diese feste Struktur kommt mir bei meinen Fächern absolut entgegen. So schaffe ich viel und es bleibt mir trotzdem noch Freizeit.

Vor Studienbeginn habe ich mich oft gefragt, ob ich das inhaltliche Nebeneinander zweier Fächer logistisch überhaupt stemmen kann. Grundsätzlich fühle ich mich zwar der Mathematik näher als der Physik, aber es läuft beides ziemlich gut parallel. Gerade zu Beginn des Studiums, also in den ersten Semestern, sind die Veranstaltungen so aufgebaut, dass zeitlich alles passt und sich nichts überlagert. Einen Vorteil sehe ich auch darin, dass meine Fächer inhaltlich gut zueinander passen.

Auch die Institute machen einem den Einstieg ins Studium und ins Fach recht bequem. In Mathe-Institut haben wir den Mathetreff, einen Raum, der täglich geöffnet ist, und in dem man die Vorlesungen gemeinsam mit anderen Leuten nacharbeiten kann. Dort habe ich auch viele persönliche Kontakte geknüpft. Außerdem gibt es bereits vor dem offiziellen Semesterbeginn einen Einführungskurs, den ich allen Neulingen sehr ans Herz legen würde.

Einen kleinen Nebeneffekt des Lehramtsstudiums möchte ich Euch nicht vorenthalten: Ihr werdet die Stadt kennenlernen. Denn egal, welche Fächerkombination ihr auch wählt, die Veranstaltungen im Bereich Pädagogik finden nicht dort statt, wo die Fach-Institute konzentriert sind.

Mein Stundenplan

Damit Ihr einen konkreten Eindruck von Inhalt und zeitlichem Umfang bekommt, könnt Ihr an dieser Stelle einen Blick auf meinen Wochenplan aus meinem vierten Fachsemester werfen:

Montag

  • 08.15-09.45 Geschichte der Mathematik (Vorlesung am Heidecampus)
  • 10.15-11.45 Gruppentheorie (Vorlesung und kleine Übung am Heidecampus)
  • 12.15-13.45 Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Vorlesung am Heidecampus)

Der Montag ist mein „Vorlesungstag“. Drei Vorlesungen hintereinander können ganz schön anstrengend sein, daher ist es gut, dass ich am Nachmittag entspannen kann! Die Vorlesung „Gruppentheorie“ ist dabei mein Vertiefungsmodul in meinem ersten Lehramtsfach Mathematik.

Dienstag

  • 08.15-09.45 Theoretische Physik (Vorlesung am Heidecampus)
  • 10.15-11.00 Theoretische Physik (Übung am Heidecampus)
  • 10.15-11.45 Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Vorlesung am Heidecampus)
  • 12.15-13.45 Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Übung am Heidecampus)
  • 16.15-17.45 Mathematikdidaktik 1(Seminar am Heidecampus)

Mein Dienstag ist sehr voll. Dabei muss ich durch die Doppelung der Veranstaltungen um 10 Uhr Prioritäten setzen. Das bedeutet: Unter Umständen früher von der Übung gehen oder später zur Vorlesung kommen. Die meisten Dozierenden sind bei so etwas ganz entspannt, manche jedoch nicht! In dem Freiblock von 14-16 Uhr kann man wunderbar den Kopf frei bekommen, oder aber auch lernen oder Übungsserien bearbeiten. Immerhin muss ich am Dienstag nicht den Campus wechseln.

Mittwoch

  • 08.15-09.45 Geometrie (Vorlesung am Heidecampus)
  • 10.15-11.45 Mathematikdidaktik „Neue Medien“ (Seminar am Heidecampus, 14-tägig)

Mittwoch ist ein ganz entspannter Tag für mich. Der Nachmittag bietet viel Zeit für alle möglichen Freizeitbeschäftigungen. Im Seminar „Neue Medien“ lernen wir, wie man zum Beispiel Apps in den Mathematikunterricht einbinden kann und so den Unterricht etwas moderner gestalten kann. 

Donnerstag

  • 08.15-09.45 Geometrie (Übung am Heidecampus)
  • 10.15-11.45 Geometrie (Vorlesung am Heidecampus)
  • 13.15-17.00 Grundpraktikum (physikalische Experimente am Heidecampus)

Ganz schön viel Geometrie am Donnerstag! Die Übung hilft aber enorm dabei, den Stoff zu verstehen und liefert Beispielaufgaben für die Klausur. Beim Grundpraktikum (zu etwas untypischer Zeit) werden Woche für Woche (manchmal mehr, manchmal weniger) interessante Experimente durchgeführt. Die Zeit geht aber meistens sehr schnell vorbei und es macht oft auch viel Spaß!

Freitag

  • 12.00-12.45 Geschichte der Mathematik (Übung am Heidecampus)

Auch die Dozierenden haben wohl freitags gerne ein etwas kürzeres Programm… es sei uns allen mal gegönnt!

Leben und Freizeit

Leben und Freizeit

Ich stamme aus einem Dorf in der Nähe von Magdeburg und bin in einem gemütlichen Elternhaus mit drei Geschwistern und einem Hund aufgewachsen. Als Kinder waren wir viel in der Natur unterwegs. Deshalb liegen mir auch die „Unterzentren“ näher als die Metropolen. Riesige Städte mit wenig Grün sind nichts für mich. Deshalb fühle ich mich in Halle ziemlich wohl. Hier kann man die Vorteile einer Stadt mit den Vorteilen einer ländlichen Umgebung gut kombinieren. Der klassische Ort für einen Spaziergang oder sonstige Betätigung im Grünen, ist natürlich die Peißnitz. Das ist eine mitten in der Stadt gelegene grüne Insel, über die ich auch jeden Morgen mit dem Rad zur Uni fahre.

Aber Halle ist nicht nur sehr grün, sondern auch unheimlich reich an Kultur, und das nutze ich aus, seit ich hier bin. Die Kunstausstellungen in der Moritzburg interessieren mich genauso wie die Vorstellungen im Opernhaus. Ich sitze gern in den Cafés in der Kleinen Ulli herum und habe jeden Donnerstagabend einen festen Termin: Das Pubquiz im Irish Fiddler. Unser Team besteht vorwiegend aus Mathematikstudierenden und wir versuchen allwöchentlich, unsere Top-Ten-Platzierung in der Liga-Tabelle zu verteidigen.

Ich kannte Halle übrigens schon, bevor ich 2017 hier mit dem Lehramtsstudium angefangen habe, allerdings eher flüchtig. Ich wusste, dass es eine überschaubare Stadt mit kompaktem Zentrum ist. Deshalb habe ich beim Umzug auch gleich mein Fahrrad von zu Hause mitgebracht. Vom ersten Uni-Tag an lege ich damit alle Wege zurück.

Die Wohnungssuche war unkompliziert. Gemeinsam mit einem Schulfreund, der zeitgleich mit mir in Halle mit dem Jura-Studium angefangen hat, habe ich schnell eine Zwei-Zimmer-Wohnung im Medizinerviertel gefunden. Für die 60 Quadratmeter zahlen wir zusammen 450 Euro warm.


Video: Uni Halle

Aus meinem Blog

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