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„Vom Sehen, Hören und Kommunizieren...“

Berenike Beigang

Ton? Kamera? Und bitte: Interview mit Maren Kießling

Heute im Interview: Maren Kießling - wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Expertin für Future Cinema


Bereits während Ihres Studiums haben Sie als Regisseurin, Cutterin und Produktionsleiterin gearbeitet. Wie genau kam es dazu und was genau fasziniert Sie am Film beziehungsweise an der Medienwissenschaft im Allgemeinen?

Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung als Mediengrafikerin absolviert. In dieser Ausbildung habe ich meine Liebe zum Bild gefunden und habe sehr viel fotografiert und auch gefilmt. Danach habe ich praktisch als Kamera-Assistentin gearbeitet. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das noch nicht alles sein kann. Ich wollte mehr Wissen. Deswegen habe ich mich für das Studium entschieden. Film faszinierte mich einfach. Theoretisch wie auch praktisch. Und so konnte ich die Studienzeit nutzen, um mir zum einen Wissen darüber anzueignen und zum anderen nebenbei praktisch zu arbeiten. Ich hatte das Gefühl, dass von meinem Mehr-Wissen dann auch meine praktische Arbeit profitierte. Und es machte einfach Spaß.

 

Sie bieten immer wieder Workshops zu den Themen 360° und Fulldome an. Was verbirgt sich hinter diesen Techniken?

Als 360°-Film wird im Allgemeinen ein Film für Virtual Reality bezeichnet. Fulldome bezeichnet Filme, die in der Kuppel gezeigt werden, was mathematisch nur 180° wären.
Allerdings sind die Projektionsweisen sehr unterschiedlich: den 360°-Film schaut man mit der VR-Brille, für den Fulldome-Film setzt man sich ohne Brille unter eine Kuppel. Beides ordne ich in den Bereich "räumlicher Film" ein, da bei beiden vor allem die räumliche Tiefe eine starke immersive Wirkung hat.

 

Wie sind Sie mit Fulldome in Kontakt gekommen und was lässt Sie daran bis heute nicht mehr los?

Im Laufe des Studium und meiner anschließenden Arbeit und Forschung habe ich die Möglichkeit kennengelernt, Kuppelfilme im Planetarium zu sehen. Dann war mein erstes Fulldome Festival in Jena für mich so etwas wie eine Eingebung. Es war und ist einfach unglaublich Filme zu sehen, die unser gesamtes Blickfeld ausfüllen. Das ist mehr als nur der Blick durch ein 16:9-Fenster in eine andere (Film)Welt. Die Wirkung auf die Immersion ist immens.

 

Welche Möglichkeiten für Fulldome-Projekte ergeben sich aus Ihrer engen Zusammenarbeit mit der Gründerzeit?

Die Gründerzeit der Uni Halle bietet für die Studierenden die Möglichkeit beide Techniken (u.v.m.) für eigene Pilotprojekte anzuwenden. Vor Ort können die Studierenden die nötige Technik, wie VR-Brillen, Hightech-Rechner oder MiniFulldome-Zelt nutzen.

 

Haben Sie einen persönlichen Tipp für Erstsemester?

Nie den Mut verlieren. Nichts persönlich nehmen. Lernen richtig zu zuhören. Und ganz schnell fit werden in Zeit-, Selbst- und Lernmanagement. Und natürlich den Spaß am Studium nicht zu kurz kommen lassen. :)

 

 

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