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„Vom Sehen, Hören und Kommunizieren...“

Berenike Beigang

Ton? Kamera? Und bitte: Interview mit Dr. Steffi Ebert

Heute im Interview: Dr. Steffi Ebert - wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Fachstudienberaterin

 

Im letzten Semester haben Sie in Ihrem Seminar zur Mediengeschichte einen Schwerpunkt auf den DEFA- Kinderfilm gelegt und in Ihrer Forschung beschäftigen Sie sich mit aktuellem europäischem Kinderfilm. Woher kommt die Faszination für diese Themenbereiche und wie haben Sie dieses Forschungsgebiet für sich entdeckt?

Kinderfilm und DDR-Geschichte haben eigentlich zwei Interessenquellen: Ich habe zum Fernsehen der DDR promoviert und bin selbst DDR-sozialisiert, da hat mein Interesse auf jeden Fall auch biografische Gründe. Im Rahmen dieser Forschung und über meine journalistische Tätigkeit habe ich schon viel in unterschiedlichsten Archiven bspw. in Berliner Stadteilarchiven recherchiert. Mich haben diese Archive immer nachhaltig beeindruckt und fand es spannend wie nahe man dort den Menschen vor unserer Zeit kommt. Der Kinderfilm ist ein Genre, das im Getöse der großen Forschungen immer unter pädagogischen Aspekten betrachtet wird und für die großen medienwissenschaftlichen Fragen scheinbar nicht taugt. Aber Kinderfilme sind Filme für die Erwachsenen von morgen. Jeder kennt die Shows, Figuren und Geschichten, die er als Kind gehört, gesehen, gespielt und gelesen hat. Ihre Erforschung finde ich wichtig, weil die Kinderfilme, ihre Gestaltung und Produktion etwas über unsere Gesellschaft aussagen und darüber wie wir mit unserer Zukunft umgehen.

 

Sie haben selbst an der Uni Halle Medien- und Kommunikationswissenschaft studiert. Was begeistert Sie persönlich an der Martin-Luther-Universität und speziell am Bereich der Medienwissenschaft?

Halle ist insofern ein besonderer Standort, als dass ihn immer eine große thematische und inhaltliche Offenheit gekennzeichnet hat. Das birgt Gefahren, aber gleichzeitig sehr viel Synergiemöglichkeiten. Wissen künstlerisch erfahren, Medien praxeologisch erforschen, also die Verbindungen von Forschung, Theorie und Medienpraxis fand und finde ich spannend.

 

Sie sind Fachstudienberaterin für den Studiengang „Medien- und Kommunikationswissenschaft“. Was ist die Aufgabe einer Fachstudienberaterin und welche Erfahrungen haben Sie mit dieser Aufgabe bereits gemacht?

Mich sprechen diejenigen an, die ihr Studienfach wechseln möchten oder im Ausland studieren möchten und Modulleistungen bspw. anderer Unis anerkennen lassen möchten. Dafür muss ich recht genau wissen, welche Inhalte bei uns gelehrt und gefordert werden und wie diese Inhalte mit anderen Studienangeboten vergleichbar sind. Ich habe die Aufgabe erst im letzten Oktober übernommen und ich muss gestehen, dass ich mich in der Kompliziertheit der Vorgänge sehr getäuscht habe. Es ist sehr differenziert!

 

Haben Sie einen persönlichen Tipp für Erstsemester?

Nehmen Sie sich Zeit: Schauen Sie, ob Sie und dieses Studium, diese Stadt zueinander passen. Wenn Sie die Frage vielleicht nach ein bis zwei Semestern mit Ja beantworten, dann geben Sie 150% und Sie werden mit viel Gewinn aus diesem Studium rausgehen, weil Ihnen hier in einer eher persönlichen Atmosphäre viele Entwicklungen offen stehen. Geht es ihnen anders, dann trauen Sie sich „Nein“ zu sagen und Neues auszuprobieren.

 

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