Studienfinanzierung

Geht es um Fragen der Studienfinanzierung, sollte Eure erste Anlaufstelle immer das Amt für Ausbildungsförderung sein. Diese Einrichtung, meist einfach nur BAföG-Amt genannt, gehört zum Studentenwerk. Das BAföG (kurz für Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist die vom Bund geregelte Ausbildungsförderung, die zu gleichen Teilen als Darlehen und als Zuschuss gewährt wird. Mit anderen Worten: Die Hälfte des BAföGs müsst Ihr später zinslos zurückzahlen, die andere Hälfte wird Euch vom Staat geschenkt.

Die gute Nachricht: Seit dem Wintersemester 2016/2017 ist das BAföG um sieben Prozent gestiegen. Gleichzeitig wurden Anforderungen, die Ihr erfüllen müsst, um BAföG zu bekommen, deutlich gesenkt. Das bedeutet: Mehr Studierende kommen in den Genuss dieser Hilfe. Es lohnt sich also immer, einen Antrag zu stellen. Selbst wenn das BAföG gering ausfallen sollte, gibt es Vorteile: So werdet Ihr als BAföG-Empfänger/-in vom Rundfunkbeitrag befreit und spart allein dadurch jährlich 210 Euro.

Klappt es mit dem BAföG nicht, so hilft Euch das BAföG-Amt dabei, andere Wege der Studienfinanzierung zu erschließen. Die Hilfen – zum Beispiel ein KfW-Kredit - werden gemeinsam mit der Sozialberatung individuell erarbeitet und vermittelt. Besonders wichtig dabei ist: Das geschieht ganz ohne Gebühren und völlig anbieterneutral. Wer sich beim Bafög-Amt beraten lassen möchte, sollte möglichst früh einen Termin vereinbaren.

Darüber hinaus solltet Ihr prüfen, ob für Euch auch ein Stipendium in Frage kommen könnte. Eine erste Anlaufstelle kann dabei der Stipendienlotse im Internet sein, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit wichtigen Informationen zu diesem Thema gespeist wird. Darüber hinaus könnt Ihr Euch direkt an der Universität für ein Deutschlandstipendium bewerben. Und natürlich könnt Ihr Euer Budget auch durch einen Nebenjob aufbessern.