Forschung und Karriere

Neben Lehre und Ausbildung gehört zu einer Universität auch die Forschung. An der MLU gibt es mehrere Schwerpunkte: Im geisteswissenschaftlichen Bereich ist vor allem die Aufklärungsforschung zu nennen. Projekte laufen unter dem Dach des Interdisziplinären Zentrums zur Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA). Die naturwissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Material- und Biowissenschaften. Dort wird vor allem Grundlagenforschung betrieben. Die zugehörigen Uni-Institute liegen auf dem weinberg campus, einem großen naturwissenschaftlichen Campus, auf dem auch viele außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihren Sitz haben. Diese räumliche Nähe - etwa zum Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik oder zum Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie - ermöglicht gemeinsame Projekte.

Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit machen Halles Forscher nicht selten überregional auf sich aufmerksam. Das zeigt sich an einer Vielzahl internationaler Forschungskooperationen, aber auch daran, dass es die hiesigen Pflanzenforscher bereits bis auf das Titelblatt des Fachmagazins „nature“ gebracht haben. Darüber hinaus finden sich unter den Dozenten der MLU mehrere Träger hochkarätiger Preise - etwa des Humboldt-Forschungspreises und des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Derzeit forschen gleich drei international renommierte Wissenschaftler im Rahmen einer Humboldt-Professur an der MLU: Es sind der britische Physiker Prof. Stuart Parkin, der außerdem als Direktor am hiesigen Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik fungiert, die französische Germanistin Prof. Elisabeth Découltot, die sich der Erforschung der europäischen Aufklärung widmet, und schließlich die US-amerikanische Biologin Prof. Tiffany Knight. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung von Biodiversität, also der Artenvielfalt.

Auch Studierenden steht der Weg in die Forschung offen. Interessierte können sich als wissenschaftliche Hilfskräfte bewerben und so bereits im Studium echte Forschung hautnah erleben und durch eigene Arbeit begleiten. Positiver Nebeneffekt: Die Tätigkeit als Hiwi, wie die studentischen Forschungshelfer auch genannt werden, wird honoriert. Übrigens, wer so auf den Geschmack gekommen ist, und sich später für eine Karriere in der Wissenschaft entscheidet, kann in Halle natürlich auch promovieren und habilitieren.