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Meine Uni-Woche

Montag

Mein Montagmorgen fängt an, wie jeder andere Tag auch, aber anders als für die meisten meiner Kommilitonn_innen. Ich bin Mama und kann also leider nicht ausschlafen, auch wenn meine Veranstaltungen heute erst 12 Uhr beginnen. Ich frühstücke also mit meinem Sohn und mache mich dann erst auf dem Weg in die Kita und von da aus weiter in die Uni. Die Zeit nutze ich um Seminartexte zu lesen. Fast alle Seminare sind Lektüreseminare und so habe ich in der Woche locker 150 Seiten zu lesen (Mal sind es mehr, mal etwas weniger).

12 Uhr starte ich dann mit meinem ersten Seminar zu den erziehungswissenschaftlichen Perspektiven Pierre Bourdieus. Diese Veranstaltung findet 14-tägig statt und geht 180 Minuten. Danach bin ich ganz schön platt. Bourdieus Lektüre ist nicht ohne. Zum Glück ist das Seminar danach keine Lektüre Veranstaltung. Wir arbeiten hier am Index für Inklusion und sind sozusagen Teil einer Arbeitsgruppe. Das Seminar ist anders als die anderen, da wir in Kleingruppen zusammensitzen und nur am Ende des Seminars im Plenum unsere Ergebnisse austauschen. 18 Uhr endet das Seminar. Wenn mein Sohn dann im Bett ist, lese ich noch einen Text, damit ich an den Wochenenden frei machen kann.

Dienstag

Der Dienstagmorgen ist hart für mich. Ich stehe meistens 6.30 Uhr auf. Gefrühstückt wird in der Uni, da mein Sohn in der Kita frühstückt. 8 Uhr beginnt mein erstes Seminar. Es handelt um Normalität und Normalisierung in der Sozialpädagogik. Ganz schön harter Tobak für diese Uhrzeit. Anschließend habe ich ein Genderseminar. Auch wieder mit viel Lektüre. Nach dem Mittag in der Mensa endet mein Dienstag mit einem Seminar zu Sorgekonzepten in der Sozialpädagogik. Da ich aber erst 16 Uhr in der Kita sein muss, nutze ich die verbleibende Zeit zum Lesen, dann habe ich einen freien Abend. (Leider geht das nicht immer, wenn ich zum Beispiel arbeiten muss, kann ich in der Zeit keine Texte lesen. Außerdem trifft sich die Institutsgruppe Pädagogik alle 14 Tage 14 Uhr. Ich versuche aber die Zeiten zwischen den Seminaren intensiv zu nutzen.)

Mittwoch

Mittwoch ist Gremientag. Heute beginnen die Veranstaltungen in der Regel nicht vor 14 Uhr, da alle Hochschulgremien am Vormittag tagen. Ich sitze also alle vier Wochen im Fakultätsrat bei und an den anderen Tagen entweder in der Sprechstunde des Fachschaftsrats oder ich sitze in der Bibliothek und lese Texte. Auf jeden Fall langweile ich mich nicht. Das kann ich mir nämlich leider nur sehr selten erlauben. 12 Uhr beginnt mein Seminar zur Rehapädagogik. Wie gesagt in der Regel nicht vor 14 Uhr – leider halten sich nicht alle Dozenten daran. 14 Uhr endet mein Tag und ich kann die Zeit nutzen um mein Tutorium für Donnerstag vorzubereiten. Am Nachmittag gehe ich mit meinem Sohn zum Turnen. Das ist unser familiärer Höhepunkt unter der Woche, da ich hier nur mit ihm beschäftigt bin und zu dieser Zeit auch nicht anderes geplant wird.

Donnerstag

Der Donnerstag beginnt wie alle Tage auch. Mein Seminar zum Thema soziale Arbeit und Alter startet 10 Uhr, ich habe also genug Zeit um meinen Sohn in die Kita zu bringen und dann ganz entspannt zum Seminar zu fahren. Nach diesem Seminar bin ich Übungsleiterin in einem Tutorium für Erstis. Hier besprechen wir vor allem Texte aus dem sozialpädagogischen Bereich. Anschließend habe ich 14-tägig ein Psychologieseminar. Im Wechsel zu diesem Seminar habe trifft sich der Fachschaftsrat alle 14 Tage um Aktuelles, Fragen, Veranstaltungen und Anliegen der Studierenden zu besprechen. 17:30 Uhr endet mein Uni-Donnerstag.

Freitag Puh… erstmal verschnaufen.

Nach dieser Woche brauche ich auf jeden Fall ein ruhiges Wochenende. Dieser Morgen beginnt genau wie Dienstag 6:30 Uhr. Ich habe 8:00 Uhr mein Seminar zur pädagogischen Psychologie und gehe Freitagmittag ins Wochenende. Zum Glück habe ich Freitag nur alle 14 Tage diese Veranstaltung. Ansonsten nutze ich Freitag für meine Seminarvorbereitung. Dann geht’s ins Wochenende. Leider nicht immer ohne Texte. Aber das bleibt eben auch bei Studierenden ohne Kind nicht immer aus. Natürlich gibt es auch Semester mit mehr oder weniger Seminaren. Nur Vorlesungen, die haben wir im Masterstudiengang nicht mehr.