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Meine Woche

Ich studiere Geographie mit 120 Leistungspunkten (LP) und im Nebenfach Wirtschaftswissenschaften, weshalb sich mein Stundenplan etwas von den Stundenplänen meiner Kommilitonen, die „reine“ Geographie studieren, unterscheidet.

Meine Woche beginnt am Montag um 10 Uhr

Um Punkt 10 Uhr (ich zitiere den Dozenten: „zehn null null“) beginnt die „Statistische-Verfahren“-Übung am Von-Seckendorff-Platz, einem Teil des Heide-Campus. Dort beschäftigen wir uns mit Datenbanken – wie werden sie erstellt, wie werden sie gepflegt, wie wertet man sie aus? Im PC-Pool sitzen wir in einer kleineren Gruppe von etwa 30 Studenten und haben dort die Möglichkeit, dem Dozenten Verständnisfragen zu stellen und Aufgaben am Computer zu lösen.

Anschließend findet um 12.15 Uhr eine einstündige Vorlesung zum Thema Geoökologie statt als Bestandteil der Grundlagen der Physischen Geographie, welches in den ersten beiden Semestern des Studiums absolviert werden soll. Zu diesem Modul zählen unter anderem auch die Grundlagen in den Fächern Hydrogeographie, Klimageographie oder Bodengeographie. Um 13 Uhr ist der große Run auf die Heide-Mensa bereits vorbei, sodass unsere Geo-Clique entspannt einen Platz findet, bei schönem Wetter auch auf der sonnigen Terrasse, und wir das (meist) leckere Essen in uns hineinschaufeln.

Montagnachmittag ist bei mir der Sporttag: ich gehe abends joggen oder treffe mich mit Kumpels zum Slacklinen auf der Peißnitz, Fahrradfahren oder Klettern. Bei schlechtem Wetter setzen wir uns einfach nur zusammen und kochen was Leckeres.

Der anstrengendste Tag der Woche

Um 10.15 Uhr steht wieder „Statistische Verfahren“ auf dem Stundenplan, diesmal aber die theoretische Vorlesung, die etwa 200 Studenten im großen Hörsaal besuchen. Da die Straßenbahn um diese Uhrzeit meistens sehr voll ist, fahren wir (bei gutem Wetter) gerne mit dem Fahrrad. Die Wege in der Stadt sind relativ kurz und meistens nimmt es sich zeitlich nicht viel, ob man mit dem Fahrrad fährt oder mit der Straßenbahn. Mittags findet das Seminar zur Montagsvorlesung „Geoökologie“ statt, mit etwa 20 Kommilitonen, wo wir die im ersten Semester erlernten Themen durch Referate nochmals wiederholen. Anschließend findet im zweiwöchigen Rhythmus ein weiteres Seminar statt, eine Einführung in das Geographische Arbeiten.

Um 16 Uhr verlasse ich den Geo-Campus und fahre in die Innenstadt, genauer gesagt in den Audimax, wo ich mich auf meine erste Wirtschaftsveranstaltung der Woche freue. „Personalführung und Organisation“ nennt es sich und handelt von der Personalführung und Organisation, wie man kaum glauben kann. Zwei Stunden später sitze ich im dazugehörigen Tutorium in einer kleineren Gruppe, wo das Gelernte nochmals vertieft wird und ebenfalls von Fragen der Studenten geprägt wird. Pünktlich um 20 Uhr begebe ich mich auf den Weg nach Hause. Zeit für’s Bettchen.

Mein kleiner Freitag

Mittwoch ist mein freier Tag, heute habe ich keine Veranstaltungen. Dafür habe ich meinen Job an der Uni als Studienbotschafter, und kann mittwochs immer optimal nutzen, um im Büro meine Stunden abzuarbeiten und mir so etwas Geld zu verdienen. Es ist also beim Studium der Geographie immer Zeit, sich etwas Geld zum Unterhalt des Lebens zu verdienen.

Donnerstag

Heute findet nur eine Veranstaltung statt, nämlich Teil eins der Vorlesung „Buchführung“ in Wirtschaft. Etwas trocken, aber für Interessierte ein ganz spannendes Modul. Man lernt, wie Einnahmen und Ausgaben in einem Unternehmen verbucht werden, oder wie man richtig bilanziert.

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mein naturwissenschaftliches Studium der Geographie unbedingt kombinieren möchte. Die Uni in Halle hat dafür ein sehr breitgefächertes Angebot und man kann unglaublich viele Studienrichtungen miteinander kombinieren, was die Berufschancen nach dem Studium erhöht und ein bisschen Abwechslung in den „normalen“ Studienablauf bringt. Somit habe ich mich für die Kombination von Geographie und Wirtschaft entschieden, da wirtschaftliche Grundlagen von Vorteil sind, wenn man in Betracht zieht, eines Tages ein eigenes Unternehmen zu leiten. Um 12 Uhr ist dann schon wieder Feierabend und der Nachmittag steht zur freien Verfügung, meistens nutze ich den Tag zum Nachbereiten des gelernten Stoffes. Bei schönem Wetter jedoch fällt dies meistens aus, da dann auf der Peißnitz abgehangen wird, gegrillt, gechillt, entspannt.  

Endlich Wochenende

Freitag früh um 8 Uhr beginnt der zweite Teil der Buchführung-Vorlesung. Es stellt sich schnell heraus, dass diese Zeit studentenunfreundlich ist. Das frühe Aufstehen muss man mögen. Der Vorteil: man hat mehr vom Wochenende, weil um 10 Uhr dann endgültig Feierabend ist. Und dann heißt es: lernen, feiern gehen, gemütliche Abende in einer Bar auf der „Kleinen Ulli“ oder ins Kino, alle paar Wochen mal nach Leipzig, oder natürlich Museumsbesuche und ab und zu auch mal ins Theater. Kulturell hat Halle zum Glück einiges zu bieten. Da wird einem nie langweilig am Wochenende.