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Mein Studiengang
Mathematik

Ich gehe den Dingen gern auf den Grund

Ich komme aus Halle und studiere auch hier. Man sagt ja immer, dass die meisten Abiturienten heimatnah studieren – ich habe aber den Eindruck, dass das gar nicht stimmt. Jedenfalls treffe ich im Studium viele Kommilitonen aus anderen Städten und eher wenige, die aus Halle stammen. Ich gehöre übrigens auch nicht zu denjenigen, die schon immer wussten, was sie studieren wollen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich bei dem gelandet bin, was ich jetzt mache: den Bachelor in Mathe mit Anwendungsfach, wobei das Anwendungsfach nur eine kleine Rolle spielt.

Wissen, warum die Regeln gelten

Nach der Schule habe ich erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer Ganztags-Sekundarschule gemacht. Ich wollte die Berufswahl noch etwas hinauszögern und schauen, ob vielleicht Lehrerin ein Beruf ist, der mir Spaß machen könnte. Davon überzeugt, habe ich mich dann für das Lehramt in Mathe und Bio beworben. Recht schnell schon, im ersten Semester, habe ich allerdings gemerkt, dass mir die fachliche Beschränkung nicht ganz so zusagt. Deshalb bin ich ins Bachelor-Studium gewechselt. Diese Entscheidung bereue ich bis heute nicht.

Am besten gefällt mir das Teilgebiet Algebra, denn hier lernt man unter anderem die mathematische Begründung für Rechenoperationen. Besonders faszinierend finde ich, wie das Studium auf dem Schulwissen aufbaut und man hier die Möglichkeit bekommt, „hinter den Vorhang“ zu schauen: In der Schule wendet man Regeln nur an – an der Uni kann man lernen, warum sie gelten und wie man ihre Gültigkeit beweist.

Meine Begeisterung für das Studium kommt aber nicht nur daher, dass ich gern etwas Neues erfahre und den Dingen auf den Grund gehe. Die Hilfsbereitschaft und aufgeschlossene Art der Mitarbeiter am Institut hat daran auch einen wesentlichen Anteil. Wenn man Fragen oder Probleme, besonders bei den wöchentlichen Übungsaufgaben hat, gibt es kaum eine Bürotür, die nicht offen steht.

Und das ist auch sehr wichtig, denn das Mathe-Studium ist schon ziemlich anspruchsvoll und zeitaufwändig. Auch wenn der Stundenplan auf den ersten Blick recht leer aussieht, ist man die ganze Woche mit Übungsaufgaben und Vorlesungs-Vor- und Nachbereitungen beschäftigt. Den Anschluss sollte man jedenfalls nicht verlieren, sonst wird’s schwierig.

Unistadt Halle – interessant und vielfältig

Aber keine Angst: Selbst wer Mathe studiert, sitzt nicht nur in Vorlesungen und Übungen oder lernt für die nächste Prüfung. Denn wer studiert, der entdeckt auch viele neue Dinge im Leben. Und für Entdeckungen ist Halle ein guter Ort. Zum einen ist die Uni sehr schön. Sehenswert sind der Campus in der Innenstadt und der neue Campus für die Naturwissenschaften, auf dem sich auch das Institut für Mathematik befindet. Besonders schön finde ich auch die Franckeschen Stiftungen. Dort sind die Fakultäten für Erziehungswissenschaften und für Theologie. Ich denke, dass es schon ein Vorteil ist, wenn man in einer attraktiven Stadt studieren kann, in der auch die Gebäude sehr einladend sind.

Dass Halle so interessant und vielfältig ist, liegt natürlich auch daran, dass es hier mehr als 20.000 Studierende gibt. Wenn man anfängt zu studieren, ist man erst einmal alleine und kennt niemanden. Das ist selbst mir so gegangen, obwohl ich ja aus Halle stamme. Dass ich dann sofort Leute kennengelernt habe, lag nicht nur an der familiären Atmosphäre bei den Mathematikern, sondern auch daran, dass die anderen Erstsemester auch offen für neue Freundschaften sind – ihnen geht es ja genauso wie mir. Und dann gibt es natürlich noch die Erstsemesterpartys und jede Menge Clubs, Kneipen und andere Treffpunkte für Studierende. Halle ist eben eine typische Unistadt – international, offen und voll mit interessanten Menschen.

Später dann vielleicht in die Wissenschaft

Wenn ich mit dem Bachelor fertig bin, will ich auf jeden Fall noch ein Masterstudium machen. Die wenigen Semester gehen einfach zu schnell vorbei und ich habe gar keine Zeit, bis zum Bachelor-Abschluss alles zu machen und zu lernen, was mich interessiert. Und auch nach dem Master ist wahrscheinlich noch nicht Schluss. Denn ich kann mir sehr gut vorstellen, in der Wissenschaft zu bleiben. Jedenfalls würde ich auch gern promovieren. Und was danach kommt, weiß ich jetzt noch nicht. Aber mit Mathematik werde ich wohl keine großen Probleme haben, einen Job zu finden, der mir gefällt. Hier in Halle oder anderswo.