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So studiere ich in Halle

Nach dem Abitur sind alle sehr euphorisch und freuen sich auf das Studium. Mit dir fangen circa 40 weitere Medizinphysiker und 20 klassische Physiker an. Das sind im Vergleich zu anderen Studiengängen sehr wenig Studenten, somit hat man gleich wieder das Gefühl einer Schulklasse. Die Studenten lernen sich sofort kennen und auch die Dozenten werden euch schnell kennenlernen.

Beim Anblick des Stundenplans verfliegt die Euphorie schnell bei einigen. So viele Mathemodule? Muss das wirklich sein? Ja, der Anfang ist schwer, aber ohne die Grundlagen, kann man auch keine komplexen Systeme betrachten. Da müssen wir alle durch und nach einem Jahr ist das auch überstanden.

Zur Ablenkung gehst du wahrscheinlich mit deinen neuen Kommilitonen zu einer der vielen Ersti-Partys. Dort lernt ihr schnell neue Leute kennen. Auch euer Fachschaftsrat stellt sich in eurer ersten Woche an der Uni vor. Er nimmt euch mit auf eine kleine Tour durch die Stadt, mit Cocktailtrinken im Enchilada als Abschluss, lädt euch zum Grillen auf dem Campus ein, wo ihr dann auch die Mentoren kennenlernt, die euch bei Fragen und Problemen gerne helfen werden, und lässt euch beim Kennlernabend schließlich auf die „alten“ Physiker los. Über das Jahr hinweg wird der Fachschaftsrat noch zu vielen weiteren Veranstaltungen einladen wie die Weihnachtsfeier und –vorlesung, die Natfusion und ein Theaterbesuch. Auch die Profs sind alle ganz nett und werden euch gerne eure Fragen beantworten und versuchen zu helfen.

Also denkt daran, es ist nicht alles verloren, wenn es mal doch nicht so läuft, wie geplant. Ihr schafft das!

Mein Tagesablauf im 5. Semester

Montag

Mein Stundenplan hat sich jedes Semester geändert. In dem einen Semester habe ich Montag von früh um acht bis abends um sechs in der Uni gehockt, in einem anderen hatte ich nur eine einzige Vorlesung. Dieses Semester war mal wieder so eins. Das heißt jedoch nicht, dass ich den ganzen Montag zu Hause sitzen, schlafen und chillen konnte. Nein! Montags habe ich mich auf mein Praktikum vorbereitet und die Übungsserien, die wir jede Woche lösen müssen, berechnet. Um 13.15 Uhr hatte ich dann eine Messtechnik Vorlesung, die Einblicke in die Funktionsweise physikalischer Geräte geben soll. Uns wurde hier erklärt, wie man physikalische Größen misst und welche Fehler dabei auftreten können.

Dienstag

Der zweite Tag der Woche begann für mich dieses Semester schon 8.15 Uhr. Leider ist das so gar nicht meine Zeit, aber als Naturwissenschaftler muss man sich leider daran gewöhnen, dass der Tag zeitig beginnt. Der Dienstag war dieses Semester mein längster Tag. Als erstes stand Experimentalphysik auf dem Stundenplan, danach kam Computerphysik. Dann kam eine kurze Pause um in der Mensa essen zu gehen. Direkt nach dem Mittag ging es mit Strahlenphysik weiter, wo wir uns mit den Einflüssen verschiedener Strahlungsarten beschäftigten. Als letzte Vorlesung kam LateX, was kein Material ist, wie viele jetzt denken werden, sondern ein Programm um Texte besser schreiben zu können, als in Word.

Mittwoch

Auch der Mittwoch war dieses Semester ziemlich lang. Glücklicherweise ging es mittwochs jedoch erst 10.15 Uhr los und nicht wieder um 8 Uhr. Die erste Vorlesung am Mittwoch war Theoretische Physik. Nach dem Mittagessen ging es mit dem Messtechnik- und Elektronikpraktikum weiter. Hier bauten wir selbstständig verschiedene elektronische Schaltungen auf und bauten so zum Beispiel eine digitale Stoppuhr. Nach dem langen Praktikum war der Tag aber noch nicht vorbei. Zuletzt kamen noch eine Vorlesung und ein Seminar zur Experimentalphysik. Dieses Semester ging es dort um Festkörper und deren Eigenschaften und atomare Struktur. Im Seminar wurden dann Aufgaben zu den Festkörpern gerechnet und die Übungsserie besprochen.

Donnerstag

Der Donnerstag war mein letzter „richtiger“ Tag an der Uni, allerdings ging auch dieser wieder 8.15 Uhr los. Ausschlafen kennt man als Physiker anscheinend echt nicht. Zuerst hatten wir ein Seminar und dann eine Vorlesung zur Theoretischen Physik. Das Seminar ist hier ähnlich wie bei der Experimentalphysik zum Besprechen der Übungsserien und Aufgaben rechnen gedacht. In der Vorlesung lernten wir Grundlagen der Atomphysik und wie man die bekannte Schrödinger-Gleichung löst. Nach dem Mittagessen kam nur noch das Seminar zur Computerphysik, hier sollten wir mit Hilfe eines Computers und der Programmiersprache Python physikalische und mathematische Probleme lösen.

Freitag

Endlich Wochenende! Aber nein, da ist ja noch was. Freitags hatte ich dieses Semester zwar keine Vorlesungen, jedoch war es trotzdem kein freier Tag. An diesem Tag wertete ich meine Aufzeichnungen zum Praktikum aus, fing schon einmal an die Übungsserien zu berechnen und wiederholte die Vorlesungen und Seminare der Woche. Erst nachdem das alles erledigt war, konnte das Wochenende endlich beginnen.