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Klassenfahrt der Jahrgangsstufe 4

Exkursion des ersten Masterjahrgangs nach Darmstadt und Heidelberg

Die Erstis des Masterstudiums medizinische Physik fahren jedes Jahr zu einer Exkursion; dieses Jahr ging es für uns erst nach Darmstadt und anschließend nach Heidelberg.

Wir fuhren zuerst ans GSI in Darmstadt. Dort durften wir einige spannende Vorträge zur Schwerionentherapie und -forschung hören und uns anschließend die Beschleunigeranlagen anschauen.

 

Der Linearbeschleuniger ist so groß, dass man sogar in dem Rohr laufen kann. Das ist wichtig, damit man bei Problemen sofort alles reparieren kann.

 

Der Ringbeschleuniger war so groß, der passt nicht mal ansatzweise auf das Bild. Hier werden die Ionen auf noch höhere Energien beschleunigt. Sie umlaufen den Ring und kommen in jeder Runde an die Beschleunigerstrecken vorbei, so werden sie bei jeder Umrundung noch schneller.

 

Das hier ist der Kontrollraum zum Linearbeschleuniger und Ringbeschleuniger.

 

Besonders witzig fanden wir die Information, dass die Wände sich bewegen. Also leider nicht ganz so magisch, wie die Treppen in Hogwarts. Die Steinblöcke aus denen die Wände gebaut sind, können für neue Projekte neu angeordnet werden, um die Arbeitsplätze aufzuteilen.

 

Hades ist eines der Experimente, die an den Beschleunigern direkt angeschlossen sind. Hier werden Atomkerne und ihre Bausteine erforscht indem man die beschleunigten Teilchen aufeinander prallen lässt.

 

Besonders interessant waren auch die Ausführungen an der Therapiestation. Heute wird in Darmstadt keine Therapie mehr durchgeführt, lediglich das Pilotprojekt startete hier. Die Therapie wurde inzwischen nach Heidelberg verlegt.

 

Anschließend fuhren wir in die Jugendherberge in Heidelberg und trafen uns am Abend gemeinsam mit unserem Prof. zu einem entspannten Bierchen.

 

Am nächsten Tag ging es zum HIT (Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum) in Heidelberg. Zuerst ging es zum Linear- und Ringbeschleuniger und anschließend zu den Therapiestationen.

 

Hier hat uns die Gantry besonders beeindruckt. Durch die drehbare Konstruktion wird der Therapiestrahl im optimalen Winkel auf den Patienten gelenkt. Der Patient liegt dann in einem Raum, der in der riesigen Gantry „schwebt“.

 

Am meisten hat uns in Heidelberg das Cyberknife gefallen, ein Photonenstrahler, der an einem beweglichen Roboterarm angebaut ist. So kann es punktgenau aus allen Richtungen bestrahlen. Gleichzeitig werden Röntgenaufnahmen im Raum gemacht, sodass sich das Bestrahlungsgerät jederzeit genau ausrichten kann. Wir fanden, das Cyberknife sah in seiner Bewegung sehr niedlich aus, wie Wall-E, der sich etwas aus verschiedenen Richtungen ganz genau ansieht.


Abschließend lässt sich sagen, der Ausflug war wirklich der HIT ;)

(Fotos: MLU, Cindy Jankowski)