Antwort garantiert

Fragen zum Studium oder zum Leben in Halle?

Du kannst uns jederzeit per E-Mail erreichen:

Meine typische Woche

Mein Stundenplan ist ein bunter Mix aus Sprachunterricht, Kulturwissenschaften und Wirtschaftsmodulen, da ich meinen 120 LP IKEAS-Bachelor mit 60 LP Wirtschaftswissenschaften kombiniert habe. Und ganz im Gegensatz zum laxen Studentenleben, über das Euch womöglich berichtet wurde, gilt bei mir dieses Semester „Morgenstund’ hat Gold im Mund“.

Montag

Montags sowie jeden anderen Tag der Woche auch klingelt mein Wecker um 6.50 Uhr damit ich genug Zeit habe, in Ruhe wach zu werden. Das ist nicht schön, aber wer was lernen will, muss „leiden“. Die Uni beginnt für mich jeden Tag um 8.15 Uhr mit 1 ½ Stunden Russischunterricht in kleiner, netter Runde. Das ist schon ziemlich anstrengend, macht aber auch viel Spaß und man lernt sehr viel und schnell! Dazu gehört natürlich auch, dass man nachmittags oder in den zahlreichen Freistunden zwischen den Veranstaltungen fleißig seine Hausaufgaben macht und Vokabeln lernt. Das wird nicht so streng kontrolliert, wie in der Schule, aber es wird deutlich, dass die Hausaufgaben für den eigenen Lernfortschritt wichtig sind und nicht für den Lehrer bzw. Dozenten. Um 12.15 Uhr geht es weiter mit der Vorlesung Mathe I für Wirtschaftswissenschaftler – ich kann mir Schöneres vorstellen. Danach habe ich wieder zwei Freistunden, in denen ich meist nach Hause fahre, zu Mittag esse und mich etwas ausruhe, bevor ich um 16 Uhr nochmal los, zu einer weiteren Stunde KuWi-Tutorium, fahre. Aber um 17 Uhr ist dann alles vorbei, außer natürlich ich muss noch einen Text, Vortrag oder Ähnliches vorbereiten und es bleibt Zeit für Sport und sonstige Freizeitaktivitäten.

Dienstag

Das ist auch gut so, denn der Dienstag bietet dafür keinen Platz. Nach dem Russischunterricht folgen 1 ½ Stunden Buchführung und weitere 1 ½ Stunden Einführung in die Slavistik Sprach- und Literaturwissenschaften. Bei drei Veranstaltungen hintereinander kann die Konzentration schon einmal schwächeln, aber es hilft nichts, denn nach zwei Stunden Mittagspause geht es  weiter mit einer Mathevorlesung und einer Makroökonomie Übung, sodass ich, wenn ich um kurz nach acht nach Hause komme, ziemlich platt bin und im besten Falle noch meine Russischhausaufgaben anschaue. Aber eigentlich gönne ich mir dann meist einen hausaufgabenfreien Tag.

Mittwoch

Am Mittwoch ist dann aber auch schon das Schlimmste der Woche, also der Dienstag, überstanden. Und wenn man stets früh beginnt, an diesem Tag mit Russisch und der Einführung in die Slavistik Kulturwissenschaften, dann zwei Stunden Mittagspause, und zwei weiteren Stunden Buchführung, dann endet der Tag auch früh um 16 Uhr. Es ist natürlich jedem selbst überlassen, wie viel Vor- und Nachbereitung bzw. Selbststudienzeit er oder sie noch hinten dranhängt. Die Freistunden kann man übrigens auch sehr angenehm in der Bibliothek verbringen und sich z.B. schon die zu lesenden Texte für die nächste Woche kopieren.

Donnerstag

Am Donnerstag folgen auf den Russischunterricht 1 ½ Stunden Spanischübersetzung, das ist manchmal gar nicht so leicht umzuschalten, aber da mein Spanisch gegenüber dem gerade begonnenen Russisch doch um einiges gefestigter und sicherer ist, klappt das meistens noch ganz gut. Und einmal die Woche so eine halbe (mentale) Weltreise von Russland nach Lateinamerika zu machen, kann auch nicht jeder von sich behaupten. Perfekt zur Mittagszeit habe ich auch donnerstags von 12 bis 14 Uhr wieder frei und kann danach gestärkt zur Makrovorlesung fahren. Vom Reileck, wo ich wohne, sind es auch nur knappe fünf bis sieben Minuten mit dem Fahrrad, je nach persönlichem Fahrstil eben und mit der Bahn nur vier Minuten bis zum Hauptcampus, sodass es sich auch wirklich lohnt, nach Hause zu fahren.

Freitag

Der Freitag läutet dann schon fast das Wochenende ein. Ein letztes Mal Russischunterricht und früh aufstehen (für die Woche), aber so weiß man auch das Ausschlafen am Wochenende viel mehr zu schätzen! Danach vier Freistunden, die man super zum Aufräumen und Putzen oder sonstige liegengebliebene Dinge nutzen kann, um nach der letzten Veranstaltung einem weiteren Tutorium diesmal für Sprach- und Literaturwissenschaften um 15.45 Uhr entspannt ins Wochenende zu starten. Das ist zwar meistens nicht ganz frei von Hausaufgaben bzw. Vor- und Nachbereitungsaufgaben, aber der freie Freitagnachmittag und -abend, der muss sein!