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Mein Studiengang
Interkulturelle Europa- und Amerikastudien

Mein Studiengang Interkulturelle Europa- und Amerikastudien

… auch liebevoll IKEAS genannt. Allerdings stehen bei uns nicht Möbel sondern (viel besser) andere Länder, Kulturen und Sprachen im Mittelpunkt. Schon in der Schule hatte ich am meisten Spaß am Fremdsprachenunterricht und der dazugehörigen Landeskunde. Dank der Profiloberstufe in Hamburg, meiner wunderschönen Heimatstadt, bestand auch mein Geschichtsunterricht der letzten beiden Jahre aus Themen, wie der Entdeckung und Eroberung der Neuen Welt, Migration zu Zeiten der Industriellen Revolution oder dem Spanischen Bürgerkrieg und der Franco-Diktatur, einer Zeit, mit der ich mich auch im Spanisch-Unterricht intensiv beschäftigt habe, und zwar auf literarisch-künstlerischer Ebene.

Für mich war klar, dass ich nach dem Abitur ins Ausland gehen würde. Erst wollte ich als Au-pair nach Frankreich oder Kanada, zwischenzeitlich auch mit Work & Travel nach Australien oder Neuseeland und zuletzt dann interessierte mich ein freiwilliges soziales Jahr in Chile oder Uruguay, Hauptsache: spanischsprachig und nicht Spanien (viel zu nah). Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, sodass ich letztlich ein wunderbares Jahr in Mexiko verbracht habe, wo ich an einer weiterführenden Schule den Englischunterricht begleitet und mein Herz verloren habe. Nicht Urlaub, sondern erst der Alltag in einem fremden Land offenbart einem dessen Eigen- und Besonderheiten, die großen und die kleinen, feinen Unterschiede, ob architektonisch, landschaftlich oder im Umgang der Menschen miteinander. Und auch in einem Jahr habe ich nur einen Bruchteil all der Geheimnisse dieses großartigen Landes und seiner Bewohner entschlüsseln können. Jedes Land ist in meiner Vorstellung eine Schatztruhe, die man öffnen muss, um nach und nach all die faszinierenden Dinge zu entdecken, die in ihr verborgen sind.

Von meinem Studium erhoffte ich mir genau dies, eine Entdeckungsreise in fremde Kulturen. Zurück in Deutschland begann ich, an der Leuphana Universität in Lüneburg zu studieren. Aber irgendwie fand ich dort nicht, was ich suchte. Keine Sprachen, nichts Internationales – keine Schätze. Die Entscheidung das Studium abzubrechen, war trotzdem nicht ganz einfach, doch als ich im Internet auf den Studiengang IKEAS stieß, war ich sofort begeistert. Allerdings wollte ich mich diesmal besser über meine Wahl informieren und entschied mich für einen Besuch an der MLU mit Studienberaterbetreuung, der mich vollends überzeugte. Der Studiengang ist die perfekte Kombination aus Sprachpraxis und Kulturwissenschaften, sowohl historisch als auch gegenwartsnah. Hierbei werden konkrete Länderstudien also z.B. die Geschichte oder die Betrachtung der modernen Gesellschaft eines Landes mit allgemeineren Themen, wie z.B. interkultureller Kommunikation verknüpft. Durch die Wahl von zwei Schwerpunktregionen, in meinem Fall Russland und Lateinamerika, bietet der Studiengang eine besondere Themenvielfalt, die für viel Abwechslung im Stundenplan sorgt.

Mit IKEAS habe ich das Gefühl, mir ein bisschen von der großen, weiten Welt nach Hause holen zu können, bis die nächste Reise beginnt. Denn der beste Schlüssel zur Schatztruhe ist immer noch ein Aufenthalt im Land selbst.

Meine neue Heimat Halle

In Halle habe ich mich schnell zu Hause gefühlt, es ist klein, gemütlich und herzlich. Entgegen des allseitigen Entsetzens: „Was willst du denn in HALLE?“, finde ich es sehr schön hier, alles ist irgendwie nah und auch als Großstadtkind fehlt mir nichts. Es sind genügend Cafés, Bars, günstige Restaurants, Museen, Theater und Feiermöglichkeiten vorhanden. Außerdem ist es in Halle sehr schön grün und auf der Peißnitz an der Saale lässt sich das gute Wetter wunderbar genießen. Gewöhnt an Hamburger Schietwetter habe ich außerdem das Gefühl, dass in Halle eigentlich immer die Sonne scheint. Es regnet nie, na ja, fast nie. Der Wohnraum ist zudem absolut bezahlbar. Ich bin mit meinen beiden Mitbewohnern und auch mit meinem großen, hellen Zimmer sehr glücklich.