Wie finde ich den geeigneten Studiengang für mich?

Du weißt noch nicht genau, was Du studieren willst? Keine Sorge, damit bist Du nicht allein. Dass Jugendliche bereits in der Schule ganz genau wissen, welches Studienfach sie wählen möchten, ist eher selten. Umso wichtiger ist es, dass Du Dir vor einer Entscheidung Klarheit über Deine Interessen, Stärken und Schwächen verschaffst. Wir Studienbotschafter haben uns bei unserer Studienwahl auch folgender Info-Kanäle bedient:

Julia Arnold war bei der Studienberatung im BIZ

Das Berufsinformationszentrum (BIZ) ist ein Angebot der Agentur für Arbeit. Dort kann man sich über Fragen zu Ausbildung, Berufswahl und Studium informieren. Ein Besuch des BIZ wurde uns von der Schule empfohlen. Und da ich nicht genau wusste, was ich studieren soll, nahm ich das Angebot wahr. Die Beraterin empfahl mir ein Lehramtsstudium, was für mich nicht in Frage kam, und eben Ernährungswissenschaften. Durch mein vielseitiges Interesse kam mir der Vorschlag sehr entgegen, da der Studiengang interdisziplinär angelegt ist. Das BIZ ist auf jeden Fall zu empfehlen, da es viele Berufe und Studiengänge gibt, von denen man nichts weiß. Trotzdem sollte man darauf achten, dass die Vorschläge von den BIZ-Mitarbeitern auch zu den eigenen Interessen passen.

Ramona entdeckte ihr Interesse an Jura durch ein Praktikum

Ich wollte mir absolut sicher sein, dass ich nicht den falschen Beruf wähle und beschloss daher, mir einige genau anzuschauen: Zunächst war ich an einer Grundschule, dann beim Leichtweiß Institut, danach beim Theater und in einer Anwaltskanzlei. Ich nannte das „Berufsfindungspraktika“. Es war echt toll und die Zeit verging wie im Flug.

Juliane entschied sich beim Hochschulinformationstag

Wir konnten damals von der Schule aus zum HIT gehen. Und das habe ich natürlich genutzt. Da ich ursprünglich Mathe und Physik auf Lehramt studieren wollte, habe ich mir die Stände der beiden Fächer angeguckt. Später gab es dann noch eine Infoveranstaltung der Physik über die verschiedenen Studiengänge. Da wurde dann auch die medizinische Physik vorgestellt. Den HIT würde ich jedem empfehlen, da man dort einige seiner zukünftigen Dozenten und auch einige Studenten trifft, die einem vom Studienalltag berichten können. Und man kann auch ganz direkt Fragen stellen.

Franziska las Infobroschüren und fragte bei Freunden nach

In der Schule fand ich den Geo-Unterricht furchtbar blöd. So kam es schließlich dazu, dass ich einen kulturwissenschaftlichen Studiengang belegte, der von den Geowissenschaften fachlich nicht weiter hätte entfernt liegen können.

Das Studium machte Spaß und war sehr interessant und nach drei Jahren näherte ich mich erfolgreich meinem ersten Abschluss. Damit nahte auch die Frage „Was soll ich damit tun?“ – und so kam es, dass neben einem weiterführenden Studiengang auch die Möglichkeit bestand, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Und mit vier Jahren Abstand vom Schulunterricht war die Option eines Geo-Studiums auch nicht mehr so grausam. Bei Kommilitonen, die Geowissenschaften bereits im fortgeschrittenen Semester studierten, erkundigte ich mich nach deren Meinung zum Studium ganz allgemein sowie zu den Bedingungen in Halle im Speziellen – und nach durchweg positivem Feedback war die Entscheidung schließlich schnell gefällt.