Module, Leistungspunkte, ASQ – das modularisierte Studium

Seit 2006 hat sich die Studienstruktur der meisten Studiengänge grundlegend geändert. Die Studiengänge wurden modularisiert. An der Uni Halle wird seitdem in modularisierten Bachelor- und Masterstudiengängen ausgebildet. Auch das Lehramtsstudium wurde modularisiert, wird aber weiterhin mit Abschluss Staatsexamen angeboten.

Was sind Module?

Module, nicht mehr einzelne Lehrveranstaltungen, bilden die Bausteine eines Studienprogramms. Sie sind inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten. Neu dabei ist, dass neben den Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Praktika (Präsenzzeit des Studiums) auch das Selbststudium (Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung, Schreiben von Hausarbeiten, Prüfungsvorbereitung) integraler Bestandteil dieser Lehr- und Lerneinheiten ist. Die Größe eines Moduls bestimmt sich über den Arbeitsaufwand der Studierenden.

Leistungspunkte (ECTS-Modell) – Maß für den Arbeitsaufwand des Studierenden

Damit der studentische Zeitaufwand international vergleichbar wird, wurde das European Credit Transfer System (ECTS) eingeführt. Mittels ECTS wird der Arbeitsaufwand der Studierenden in Credit Points ausgedrückt, deutsch auch Leistungspunkte (LP) genannt.

Pro Studienjahr (2 Semester) stehen max. 1800 Arbeitsstunden zur Verfügung (40 Stunden pro Woche bei 45 Wochen). Ein Leistungspunkt (LP) entspricht dem Arbeitsaufwand von 30 Stunden, damit ergeben sich pro Semester (also bei 900 Arbeitsstunden) insgesamt 30 Leistungspunkte. Zur studentischen Arbeitszeit für ein Modul gehören der Besuch von Lehrveranstaltungen, die Vor- und Nachbereitungszeiten, Praktika, die Prüfungsvorbereitung, das Anfertigen von Referaten, Haus- und Projektarbeiten und die Abschlussarbeit.

An der Uni Halle haben die meisten Module eine Größe von fünf Leistungspunkten oder einem Vielfachen davon (10, 15, 20).

Für jedes Modul wird eine Prüfung (Klausur, Hausarbeit, Referat oder andere Prüfungsformen) abgelegt. Die meisten Modulprüfungsergebnisse fließen in die Abschlussnote ein. So kommt es also schon vom ersten Semester darauf an, gute Noten zu erreichen. Sind alle erforderlichen Modulprüfungen erfolgreich abgelegt worden, wird dem Studierenden der Titel Bachelor bzw. Master verliehen.

Allgemeine Schlüsselqualifikationen (ASQ)

Mit den ASQ soll Studierenden ermöglicht werden, sich im Studium Fähigkeiten anzueignen, die ihnen den Einstieg oder das spätere Arbeiten in der Berufswelt erleichtern.

In zwei Modulen zu jeweils 5 LP können (und müssen) sich Studierende zum Beispiel Präsentations-, Fremdsprachen-, schriftliche, mündliche, soziale und/oder interkulturelle Kompetenzen aneignen.

Das Büro für Allgemeine Schlüsselqualifikationen stellt auf seiner Website seine Leistungen und das breite Angebot an Modulen vor. Von Arabisch I und Spanisch Unicert II, über Einführung in Datenbanken und das WWW und Rhetorik bis hin zu Bioethik und Unternehmensführung und Entrepreneurship kann derzeit aus über 70 verschiedenen Modulen ausgewählt werden.

Sollten darüber hinaus noch Fragen bestehen, zum Beispiel zur ASQ-Anerkennung von Schlüsselqualifikations-Modulen, die an anderen bzw. internationalen Hochschulen erworben wurden, kann jederzeit mit den Mitarbeitern Kontakt aufgenommen oder die Sprechstunde besucht werden.