Versicherungen

Die Qual der Wahl haben Studenten auch bei ihren Versicherungen. So sollte jeder, der von daheim auszieht beispielsweise über eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung und natürlich auch eine Krankenversicherung nachdenken. Aber es gibt auch noch vieles mehr!

Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung für Studenten wirft eine Reihe von Fragen auf. So können Studenten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres beitragsfrei über die Eltern mitversichert werden. Wer Grundwehr- oder Zivildienst geleistet hat und deshalb sein Studium unterbrechen musste oder erst später anfangen konnte, bleibt um diesen Zeitraum darüber hinaus versichert.

Wenn das regelmäßige monatliches Gesamteinkommen eines Studierenden allerdings 415 Euro überschreitet (BAföG-Einnahmen, Werbungskosten und Abschreibungen werden nicht mitgerechnet), kann dieser nicht mehr familienversichert sein. Für geringfügig Beschäftigte (Minijob) beträgt die Grenze 450 Euro. Nach dem Ende der Familienversicherung können sich Studierende mittels eines Studententarifs günstig versichern lassen.

Höhe des monatlichen Beitrages

Für alle Studenten ist der Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung gesetzlich festgelegt. Er beträgt bundeseinheitlich monatlich 66,33 Euro für die Krankenversicherung (die meisten Krankenkassen erheben darüber hinaus noch Zusatzbeiträge) und 16,55 Euro für die Pflegeversicherung. BAföG-geförderte Studenten können einen Beitragszuschuss erhalten. Mitglieder ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung, das heißt 18,17 Euro.

Die Pflichtversicherung endet in der Regel mit dem Abschluss des Studiums, mit Ablauf des 14. Fachsemesters oder mit dem Semester, in dem der Studierende das 30. Lebensjahr vollendet. Ausnahmen sind allerdings möglich, wenn familiäre sowie persönliche Gründe oder die Art der Ausbildung eine Verlängerung rechtfertigen. Beispiele hierfür sind Krankheit, die Geburt eines Kindes und dessen anschließende Betreuung oder der Erwerb der Zugangsvoraussetzungen für ein Studium auf dem zweiten Bildungsweg. In solchen Fällen sollten sich Studenten auf jeden Fall persönlich an ihre Krankenkasse wenden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Krankenversicherung für Studierende aus dem Ausland

Für Studierende aus dem Ausland gelten folgende Regelungen: Studenten aus EU-Staaten, die bereits in ihrem Heimatland versichert sind, müssen sich in Deutschland nicht versichern. Sie benötigen lediglich eine gültige europäische Krankenversicherungskarte und können damit direkt zum Arzt gehen. Studenten aus anderen Ländern müssen sich in Deutschland versichern. Weitere Informationen finden Sie hier.