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Prof. Dr. Joachim Renzikowski - Professor am Lehrstuhl für Strafrecht, Rechtsphilosophie/ Rechtstheorie

Professor Joachim Renzikowski arbeitet am Lehrstuhl für Strafrecht, Rechtsphilosophie/Rechtstheorie der Uni Halle. In seiner Freizeit ist er begeisterter Kletterer. Er hat in Halle seine Heimat gefunden. Ich-will-wissen Redakteur Oliver Müller-Lorey sprach mit ihm über die Studienmöglichkeiten in Halle.

Wie sind Sie an die Martin-Luther Universität gekommen?

Im Sommer 1997 bin ich als Lehrstuhlvertreter nach Halle gekommen und seitdem hier geblieben. Seit 1998 darf ich mich offiziell Professor nennen.

Was arbeiten Sie an der Uni Halle?

Mit 52 Jahren bin ich schon ein alter Hase bei den Juristen und vertrete die Fächer Strafrecht und Rechtsphilosophie. Das klingt zwar erst einmal trocken aber ist nicht uninteressant, zu überlegen, ob die Gesetze, die wir haben alle so richtig sind.

Was macht man eigentlich im "Strafrecht"?

Im Strafrecht beschäftigt man sich damit, was man nicht tun darf und was man bekommt, wenn man tut, was man nicht darf.

Was ist das besondere an Halle?

Halle hat seine eigenen Reize, aber ich finde, die muss man erst entdecken. Wenn man durch die Stadt läuft merkt man, wie schön sich die Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat. Da hat sich viel getan. Für mich als Hobby-Kletterer ist die nahe gelegene Galgenbergschlucht ein Paradies. Beim Klettern kann man alles um sich herum, auch das Studium, vergessen. Gefühlt haben wir dir größte Kneipendichte aller Juristischen Fakultäten in Deutschland. In anderen Städten,dort wo ich meine Doktorarbeit geschrieben habe, war abends immer recht schnell Schluss. Das ist hier zum Glück anders.

Was ist das besondere an der Uni Halle?

Grundsätzlich finde ich: Nur weil eine Uni irgendein Label hat, ist es nicht automatisch besser für die Studenten dort zu studieren. Worauf es doch ankommt, ist was die Dozenten für ein Lehrklima schaffen und da ist Halle unübertroffen. Wir lassen hier keinen Studenten hängen, der einmal etwas nicht verstanden hat, sondern sind hier fast wie eine große Familie, in der man sich gegenseitig hilft.

Für wen ist das Jurastudium interessant?

Unser ganzes Leben hat mit Recht zu tun. Wenn Sie etwa in die Zeitung schauen, könnte ich zu jedem Artikel eine ganze Liste voller Paragraphen herunterbeten. Jura ist alles andere als trocken, weil es voller Leben steckt und weil man viele Teile des Lebens mit einer juristischen Ausbildung besser versteht. Wer das genau so sieht, ist hier genau richtig. Auch eine große Portion Neugier und Widerspruchsgeist sind hilfreich. Leute, die eigene Meinung haben und Sachen anders sehen, als der Professor sind bei uns ausdrücklich erwünscht.

Wem würden Sie vom Jurastudium abraten?

Ganz wichtig ist es, sich sprachlich gut ausdrücken zu können. Leider habe ich das Gefühl, dass immer weniger Schüler in den letzten Jahren diese Eigenschaft mitbringen. Wenn ein Jurist einen Metzger vertreten soll und der Metzger merkt, dass er sich sprachlich besser ausdrücken kann, als der Jurist, wird das kein besonders erfolgreiches Mandat.

Welche Berufsaussichten haben Absolventen des Jurastudiums?

Das Jurastudium bietet unglaublich viele Perspektiven. Man kann viel mehr machen als Richter oder Anwalt. Es gibt Jobs in Ministerien, bei Banken, Versicherungen. Eigentlich alle größeren Unternehmen haben einen oder mehrere vorstehende Juristen. Studierte Juristen werden gerne eingestellt, weil sie die Fähigkeit haben, ein Problem zu erkennen und verschiedene Lösungen dafür zu entwickeln. Obwohl die klassischen Jura-Berufte überlaufen sind gilt immer noch: Wer gut ist, wird einen Job finden.

Kontakt

Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Website: www.jurawiwi.uni-halle.de

E-Mail:

Tel: (0345) 55-23130

Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl für Strafrecht, Rechtsphilosophie/ Rechtstheorie
Universitätsplatz 6
06108 Halle (Saale)