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„Von Kräuterhexen und Beipackzettelübersetzern“

Wiebke Günther

Zellen zählen statt Schäfchen zählen

Diese Woche kam unser Versuch zum Ende. Normalerweise würde dieser Versuch länger dauern, um wirklich aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Da wir aber nur drei Wochen Zeit hatten und nächste Woche unsere Resultate präsentieren müssen, mussten wir heute schon abbrechen. Fotos allein reichen leider nicht, um Abzuschätzen, welche Dosierung mindestens 50 %  der Zellen getötet hat. Also mussten wir sie zählen. Natürlich haben wir nicht die sechs Well Platten genommen und unters Mikroskop gelegt, das wäre nun wirklich zu aufwendig. Dabei würden wir wahrscheinlich  am Ende tatsächlich nur noch Schäfchen zählen und einschlafen. Um sie zählen zu können, mussten wir unsere Haustiere mit einer speziellen Lösung waschen und von dem Plattenboden ablösen. Dieses Gemisch sieht aus wie eine Suppe mit Zellen. Davon haben wir am Ende etwas entnommen und mit Farbstoff gemischt, um lebende und tote Zellen voneinander unterscheiden zu können. Wenige Tropfen der „Zellesuppe“ wurden auf einen speziellen Objektträger gegeben. Mit einem Klicker und jeder Menge Feingefühl beim Bewegen des Objektträger saßen wir nun mehrere Stunden am Mikroskop und haben gezählt. Ein bisschen Schwermut lag uns dabei im Herzen, dass wir unsere Haustiere töten mussten. Zwei Wochen lang haben wir diese Zellen gehegt und gepflegt, nur um sie am Ende doch umzubringen. Alles im Sinne der Wissenschaft, dabei gilt lieber Zellen als ein Menschenleben.

Aber sei‘s drum, wir haben ja immerhin Erinnerungsfotos.

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