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„Von Kräuterhexen und Beipackzettelübersetzern“

Wiebke Günther

Mit viel Fingerspitzengefühl

Aufzeichnung eines NIR-Spektrums

Aufzeichnung eines NIR-Spektrums

Ein großer Bestandteil des Pharmaziestudiums ist die Qualitätskontrolle. Als Apotheker muss man die Verantwortung für Angestellte übernehmen und für Arzneimittel die hergestellt oder verkauft werden. Demnach muss auch beurteilt  werden, ob ein Arzneistoffe qualitativ hochwertig ist. Dafür muss man nicht nur Verunreinigungen feststellen sondern auch den Gehalt bestimmen. Apotheker müssen nun nicht für jede mögliche Verunreinigung eine spezifische Reaktion kennen und auch nicht für jede Gehaltsbestimmung. Dafür gibt es das Europäische Arzneibuch in dem alle Apotheker nachlesen können. Aber diese Vorschriften muss man auch verstehen. Um das alles zu lernen gibt es ein Laborpraktikum: Arzneibuchanalytik

Da stehen wir nun bis Anfang Mai und bestimmen den Gehalt von Arzneistoffen. Ziel ist es die Studenten darauf vorzubereiten in einer Apotheke später genau das zu tun und dabei so wenig Fehler wie möglich zu machen. Es klingt theoretisch ganz einfach, schließlich müssen wir nur eine Vorschrift befolgen. Leider ist es praktisch nicht ganz so leicht. Viele Stunden verbringt man als Student damit, sich zu fragen:Wann ist die Farbe intensiv genug, habe ich genug Lösung dazugegeben oder habe ich doch irgendwo etwas vergessen? Nach ein paar Versuchen hat man dann das richtige Fingerspitzengefühl entwickelt und alles klappt, manchmal leider nur mehr schlecht als recht. Da diese Gehaltsbestimmungen sehr lange dauern und sehr nervenaufreibend sind lernen wir noch andere modernere Methoden. Zum Beispiel den Umgang mit einem NIR-Spektroskop. Dieses zeichnet spezifische Molekülschwingen auf, die bei einer Bestrahlung der Substanz mit „nahem Infrarot“ Licht ( Der Wellenlängenbereich von 780nm bis 3 µm.)entstehen. Dabei werden die Schwingungen in einem Spektrum aufgezeichnet womit später der Gehalt einer Probe bestimmt wird. Auch diese Methode ist sehr zeitaufwendig und dazu noch sehr teuer. Bevor man ein Spektrum aufzeichnen kann müssen viele Vorbereitungen getroffen werden und leider müssen zur Gehaltsbestimmung Proben mit einem definiertem Gehalt vermessen werden. Aber das ist alles noch nicht so aufwendig wie das Computerprogramm mit dem das NIR-Spektroskop arbeitet. Zum Glück gibt es dafür geschultes Fachpersonal, das uns bei dem Versuch unterstützt, sonst würden wir entweder falsche Ergebnisse bekommen oder sogar noch das Gerät zerstören. Dennoch macht mir das arbeiten mit diesen Programmen immer am meisten Spaß. 

Wie alle anderen Studenten auch, haben meine Laborpartnerin und ich mittlerweile das richtige Fingerspitzengefühl entwickelt. Das das Praktikum aber bald vorbei ist finden wir trotzdem schön. 

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