Warum studieren?

Studieren in Halle

Leben in Halle

Alle StudienbotschafterInnen

Blogbeiträge meiner Vorgänger

Premiere „Der geteilte Himmel“ nach dem Roman von Christa Wolf

Am Freitag den 23. Februar 2018 hatte ich die Ehre, die Premiere des Stückes „Der geteilte Himmel“ im Neuen Theater zu sehen.

 

In diesem Stück, welches zu der Zeit kurz vor dem Mauerbau 1959 spielt, handelt es sich um ein junges Liebespaar Rita und Manfred, welches in Halle lebt.

 

Das Theaterstück fing an.

Der Vorhang öffnete sich.

Das Bühnenbild bestand aus Krankenhausbetten und Vorhängen.

Der Grund: Rita lag nach ihrem Unfall im Krankenhaus. Doch von vorne.

 

Bei dem Stück handelt es sich um die beiden Hauptdarsteller Rita und Manfred. Rita ist in der Vorbereitung auf ein Lehrerseminar und arbeitet als Teil ihrer Ausbildung zeitweise in einer Sozialistischen Brigade des Waggonbauwerks Ammendorf, wo es ihr auch Spaß macht zu arbeiten. Manfred dahingegen ist in der Berufswelt schon längst angekommen. Er ist ein begehrter Chemiker. Beide lernen sich kennen und werden ein Liebespaar. Beide wohnen dann bei Manfreds Eltern in Halle, wo es immer wieder zu politischen Auseinandersetzungen bzw. Diskussionen kommt. Aufgrund Manfreds Unzufriedenheit und dem beruflichen Bestreben entscheidet er sich schließlich, die DDR über Ost-Berlin zu verlassen. Rita hingegen glaubt an die Möglichkeit, gesellschaftliche Defizite überwinden zu können und das politische System des noch jungen Staates aktiv gestalten zu können. Dennoch reist sie Manfred nach um ihn zur Rückkehr zu bewegen. Das funktioniert jedoch nicht. Rita hegt letztlich sogar Zweifel am Leben selbst. Sie versucht, sich umzubringen und wird dabei ohnmächtig. Als sie später aufwacht, befindet sie sich im Krankenhaus.

 

Die Erzählperspektive ist anfangs (insofern man vorher das Stück nicht kennt) etwas schwierig zu verstehen. Aus der Perspektive der soeben erwachten Patientin erzählt sie rückblickend ihre Geschichte mit Manfred. Der andere Teil des Stücks wird mit einer direkten Rede einer dritten Person geschildert. Diese Person ist keine aus der Erzählung, sie ist einfach der Erzähler, der auch mehr Informationen hat als Rita selbst.

Weiterhin war es für mich persönlich etwas schwierig das Stück zu verstehen, da vor allem historische Kenntnisse bezüglich der Zeit vor dem Mauerbau nützlich sind.

Die Darstellung ist gut gelungen und auch nach dem Ende der Aufführung gab es noch ausreichend Platz, sich damit auseinanderzusetzen sowie für Überlegungen.

1964 wurde der Roman von Christa Wolf für die DEFA unter dem gleichen Titel von Konrad Wolf verfilmt, welcher jedoch aufgrund des Inhalts verboten wurde.

Weitere Termine der Vorstellung:

24. Februar, 10. März & 29. März, 19.30 Uhr

11. März & 14. März, 15 Uhr jeweils im nt - Saal

Zur Übersicht

Unsere Service-Angebote

Für StudienanfängerInnen

Für Eltern und LehrerInnen