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Stefan Jaschik

Neun Fragen zum neuen Studiengang „Physik und Digitale Technologien“ – Teil 2

Prof. Schilling vor dem FIM

Prof. Schilling vor dem FIM

Wo sehen Sie typische Berufsfelder für einen Absolventen dieses Studiengangs?

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass die Automatisierung der Industrie, die Robotik und der Bereich des autonomen Transports  weiterhin von großer Bedeutung sein werden. Die Geräte enthalten eine ganze Menge Sensoren, die zum Beispiel mit Licht oder Radarwellen funktionieren, und die gemessenen Daten müssen schnell ausgewertet und verarbeitet werden. Da sehe ich ein wichtiges Arbeitsfeld für die Absolventen.

Ein anderes Feld ist die Materialentwicklung am Computer. In Halle ist die Materialwissenschaft ein wichtiger Schwerpunkt und mehrere unserer Arbeitsgruppen beschäftigen sich auch mit der theoretischen Modellierung von atomaren Ordnungen und den daraus resultierenden Eigenschaften der Materialien. So können noch vor der Herstellung Vorhersagen zu den erwarteten Materialeigenschaften gemacht werden.

Noch ein Punkt wäre die Entwicklung von Simulationen für Film, Fernsehen und Computerspiele. Wenn man sich aktuelle Spiele anschaut, merkt man, dass in den Simulationen auch eine ganze Menge Physik drinsteckt.

Allgemein muss man aber sagen, dass die meisten Physikstudenten nach ihrem Bachelorabschluss noch zwei Jahre ihren Master machen bevor sie ins Berufsleben einsteigen. Wir denken auch darüber nach, ein konsekutives gleichnamiges Masterprogramm anzubieten, wenn ausreichend Nachfrage besteht.

Wenn man zwei Fächer, die man auch alleinstehend studieren kann, in 180 Leistungspunkte steckt, müssen ja logischerweise Einsparungen vorgenommen werden…

Ja, das stimmt. Wir haben im Physikstudium einen Teil der Experimentalphysik und des Fortgeschrittenenpraktikums verkleinert. Auf der anderen Seite sind die Wahlpflichtfächer, die im normalen Physikstudium sehr weit gestreut sind, nun auf die Informatik fokussiert. Es gibt auch zwei neue Module: Advanced Computational Physics – eine Vertiefung des Moduls Computational Physics und Sensorik – ein Brückenmodul, in dem die Verbindung zwischen Physik und Informatik besonders deutlich wird. Das bedeutet in dem Fall, dass ein Physiker die physikalischen Grundlagen vorstellt und ein Informatiker auf die Datenverarbeitung und -auswertung eingeht.

Mathematik spielt ja bestimmt wie bei den anderen Physikstudiengängen auch eine große Rolle…

Die Mathematik ist neben der Physik und der Informatik ein integraler Bestandteil und wird vor allem in den ersten Semestern gelehrt. Es gibt hier kaum Unterschiede zum „normalen“ Physik-Bachelor, da Mathe ja nicht nur die Sprache der Physik ist, sondern auch für die Informatik gebraucht wird.

Weiter geht‘s nächste Woche Freitag mit den letzten drei Fragen des Interviews. Den ersten Teil findet ihr hier 

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