Warum studieren?

Studieren in Halle

Leben in Halle

Alle StudienbotschafterInnen

Blogbeiträge meiner Vorgänger

"Super-Kon"-Projekt der Uni auf der Hannover-Messe

13. bis 17. Februar 2015

Die Hannovermesse ist eine der weltweit größten Industrie- und Forschungsmessen der Welt und wird auch regelmäßig von Entwicklungen der Martin-Luther-Universität bereichert. In diesem Jahr wurde unter anderem das Projekt „Super-Kon“ vorgeführt, das vielleicht unsere Energieversorgung der Zukunft sichern könnte.

                              (Foto: Wolfgang Seidel, MLU)

Erneuerbare Energien spielen eine immer wichtigere Rolle, besonders, nachdem der Atomausstieg beschlossen wurde. Ein Problem ist dabei jedoch noch nicht gelöst: Wie soll man den mit Wind- und Solarenergie erzeugten Strom speichern? Herkömmliche Akkus sind zu teuer, groß und glänzen nicht gerade mit einer langen Lebensdauer. Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen hingegen bergen ein gewisses Gefahrenpotential. Eine andere Speicherquelle wurde deshalb in unserem interdisziplinären Projekt - der „Super-Kon“, ein superdünner Kondensatoren für Speicherzwecke.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt dieses Projekt, das in Kooperation der Martin-Luther-Universität unter der Leitung von PD Dr. Leipner (Interdisziplinäres Zentrum für Materialwissenschaften) und dem Innovationslabor (Dr. Buchsteiner) stattfindet, während die Projektunterstützung durch Dipl.-Kff. Kristin Suckau (Institut für Physik) erfolgt. Vervollständigt wird das Team durch die universitären Projektpartner Prof. Dr. Beige (Institut für Physik), Dr. Diestelhorst (Institut für Physik) und Prof. Dr. Ebbinghaus (Institut für Chemie).

Die Idee hinter dieser Entwicklung ist, mit dem Kondensator den herkömmlichen Akku ablösen, da der Kondensator viele Vorteile bietet, wie schnellerer Lade- und Entladezeiten und längere Lebensdauern. Nur die geringe Speicherkapazität ist im Moment noch ein Problem. Daran wird jedoch bereits gearbeitet, indem man versucht, neuartige Kondensatoren aus bis zu drei verschiedenen Materialien im Verbund herzustellen, um die Vorteile von Super-Kondensatoren (z.B. Lithium-Ionen-Kondensatoren) zu nutzen. Vor allem die ökologische Unbedenklichkeit, die geringen Herstellungskosten und ihr hoher Wirkungsgrad machen diese Kondensatoren zu einem interessanten Forschungsprojekt.

     Kondensator mit Metallbeschichtung (Quelle: http://www.super-kon.uni-halle.de/index.php?idm=3)

Ein kleiner Überblick zur Physik: Das Dielektrikum des Kondensators ist der Zwischenraum zwischen den beiden unterschiedlich geladenen Kondensatorplatten, das die (Energie-) Speicherkapazität maßgeblich beeinflusst. In unserem Fall besteht es aus bis zu 3 Kompositen (verschiedenen Materialien), deren Zusammensetzung das Speichervermögen möglichst optimieren soll. Bei der Herstellung wird zuerst die Oberflächenbeschichtung einer organischen oder anorganischen Oberfläche mit Nanopartikeln (z.B. dem Standardwerkstoff Bariumtitanat) vorgenommen und diese später als dünner Film mit kleinen Metallelektroden elektrisch kontaktiert.

 Damit ist der Kondensator einsatzbereit und durch Zusammenschluss vieler einzelner Kondensatoren zu Modulen ergibt sich die Speicherzelle. Ein Austausch dieser Module ist sehr einfach möglich und die Entsorgung gestaltet sich ebenfalls als unproblematisch, da nur umweltfreundliche Materialien verwendet werden, insbesondere kein Blei. Als Ergebnis dieses Projekts soll ein Demonstrationsgerät des „Super-Kons“ entstehen, um die neu gewonnenen Erkenntnisse einem größeren Publikum vorzuführen und im Jahr 2020 mit dieser technischen Entwicklung sogar in Serienproduktion zu gehen.

                            (Foto: Wolfgang Seidel. MLU)

Zur Übersicht

Unsere Service-Angebote

Für StudienanfängerInnen

Für Eltern und LehrerInnen