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„Wir Psychologiestudenten analysieren euch nicht.“
Sophia Schmuck

Der Stroop-Effekt

In der Hand halte ich ein bekanntes Wahrnehmungsphänomen der Psychologie – den Stroop-Effekt. Ihr könnt es ja selbst einmal ausprobieren: Versucht, die Farbe, in der die Wörter geschrieben sind, zu benennen. Das sollte euch schwerer fallen, wenn ihr zum Beispiel das Wort „rot“ seht, es aber in Gelb geschrieben ist und ihr ja nur die Schriftfarbe nennen sollt, ohne das tatsächliche Wort vorzulesen. Hier wäre eure Reaktionszeit länger als wenn ihr das Wort „rot“ seht und es auch in Rot geschrieben ist. Dieses klassische Experiment zeigt, dass man den automatisierten Prozess des Lesens nur schwer unterdrücken kann.

Meine Woche

Montag

Montags ist bei den Psychologen viel los. 08.15 Uhr habe ich die erste Vorlesung: Allgemeine Psychologie. Hier geht es darum, allgemein gültige Aussagen hinsichtlich menschlichen Verhaltens und Erlebens machen zu können. Es werden viele psychologische Experimente besprochen, zum Beispiel zur klassischen Konditionierung. Danach habe ich ein Seminar in der Sozialpsychologie (einer meiner Lieblingsbereiche): Intra – und Intergruppenprozesse. Es werden zum Beispiel Vorträge über die Entstehung von Vorurteilen und sozialer Diskriminierung gehalten und auch die nachfolgenden Diskussionen sind sehr interessant. Anschließend folgt das ASQ „Englisch für Psychologen“ bevor es zur Statistikvorlesung geht. Zum Abschluss des Unitages gibt es nochmal ein Seminar. Dieses Mal in der Differentiellen Psychologie. Es geht um die interkulturelle Persönlichkeitsforschung. Wir besprechen also, wie sich die Ausprägung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale (z.B. Aggression oder Angst) in verschiedenen Kulturen unterscheidet.

Dienstag

Heute habe ich nur eine Veranstaltung um 12 Uhr. Und zwar ein Statistiktutorium, in dem eine Studierende aus einem höheren Semester mit uns die Übungszettel, die wir jede Woche bearbeiten und abgeben müssen, bespricht und berichtigt. Diese Veranstaltung ist ziemlich hilfreich, vor allem für mich als Statistikmuffel. Kurz vor Ende des Tutoriums checken wir dann auf unserer Mensa-App, wo es in den umliegenden Mensen das beste Essen gibt und entspannen dann dort meist noch zusammen mit unserer Tutorin.

Mittwoch

Auch der Mittwoch ist recht entspannt, denn auch heute steht nur eine Veranstaltung an. Allerdings eine, in der wir endlich auch einmal selbst Forscher sein dürfen – das Empiriepraktikum. Hier lernen wir, wie man eine Studie selbst durchführt, Daten erhebt, diese auswertet und schließlich einen Forschungsbericht schreibt. Ich habe mir die Sozialpsychologie als Teilgebiet ausgesucht. Mit Hilfe einer Online-Befragung haben wir den Einfluss von Self-compassion (der liebevolle und mitfühlende Umgang sowie die positive Grundeinstellung zu sich selbst in schwierigen Lebenssituationen) auf die Ausprägung von Eifersucht in Partnerschaften untersucht. Diese Forschungsarbeit war eindeutig ein Highlight meines bisherigen Studiums.

Donnerstag

Heute muss ich mich um 08.15 Uhr in die Statistikübung quälen. Statistik gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und dann auch noch zu einer studentenunfreundlichen Tageszeit. Aber was soll’s – um Statistik kommt man im Psychologiestudium nicht herum und es ist auch enorm wichtig, um Forschungsarbeiten zu verstehen, selbst durchzuführen (auch wenn die Statistikprogramme dabei eine große Hilfe sind) und um Fragebögen auszuwerten. Nach einer längeren Pause habe ich dann um 12.15 Uhr eine Übung zur Vorlesung der Allgemeinen Psychologie. Hier wiederholen wir den Vorlesungsstoff vom Montag und vertiefen ihn, in dem wir Übungsaufgaben lösen. Danach geht es ins wohlverdiente Wochenende (das natürlich auch zum Nacharbeiten des Vorlesungsstoffes etc. genutzt werden sollte).

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