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Kerstin Thomar

AIDA

Primere der Oper

Am 20. Januar fand in der Oper Halle die Premiere von Aida statt. Zahlreiche Besucher kamen um sich das Werk von Giuseppe Verdi in moderner Version anzuschauen. Sänger und Sängerinnen sangen auf italienisch, dies wurde parallel mit einem Screen über der Bühne übersetzt.

Der Applaus am Ende hörte nicht auf, vor allem für die Hauptdarsteller und Hauptdarstellerinnen. Fast 10 Minuten applaudierte das Publikum und zeigte somit ihr positives Feedback der musikalischen Leistungen. Auch dem Orchester dankte das Publikum mit tobendem Applaus. Bezüglich der Inszenierung kam es zu einigen, sehr wenigen, aber deutlichen Buhrufen.

(Foto: Sebastian Hannak Quelle: buehnen-halle.de/aida)

Worum geht es in Aida?

Es handelt von der Geschichte der in Ägypten versklavten äthiopischen Königstochter. Diese verliebte sich in den ägyptischen Feldherrn Radames. Doch gleichzeitig steht sie sehr verbunden zu ihrer Heimat und erhofft sich nichts sehnlicheres als noch einmal ihre Heimat zu sehen. Jedoch ist auch die Tochter des Pharaos an Radames interessiert und wird somit zur Rivalin von Aida. Als Radames erfolgreich von einem Siegeszug wiederkehrte, will der Pharao, der König, seine Tochter Ramades zur Frau geben. Ramades ist aber in Aida verliebt und plant mit ihr zu fliehen. Er wird dabei ertappt und als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe in die Grabkammer geworfen werden. Aida schleicht sich in diese ein und beide erleiden gemeinsam ihr Schicksal.

 

Und Verdi?

Die Frage, die man sich stellen muss, ist, was wollte Verdi damals mit diesem Stück ausdrücken? Sollte es eine nette Oper werden und wollte er eine Massage mitgeben? In diesem Fall steckt mehr dahinter. Verdi passte sich nicht dem Trend der Oper seiner Zeit an, sondern setzte viel Emotion in die Musik, wie man auch heute noch hören kann.


Mein Feedback

 

Für mich war es die erste Aufführung von Aida die ich gesehen habe. Es ist doch etwas verwirrend zu sehen, das die Hauptdarsteller und Hauptdarstellerinnen Kostüme aus mitteleuropäischem Barock tragen, obwohl die ganze Handlung in Ägypten stattfindet. Der Chor war dann schon eher im Stile ägyptischer Kleidung. An dieser Stelle muss ich sagen, so wie der Chor einzog und wie die Kostümierung des Chores gestaltet war, ich dies sehr gelungen fand. Für mich war der Chor ein tragendes Element im Stück. Er macht es lebendig und brachte Interaktion zwischen den Darstellern. Ein wenig Schade fand ich, dass die Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin sich zwischendurch nicht so oft angeschaut haben. SDas hätte mir schon das Gefühl gegeben, dass sie miteinander was zu tun haben. Für den Gesang ist es wahrscheinlich besser nach vorne zu singen, aber wenn sie nicht gesungen haben, fühlte es sich immer so an, als wäre jeder in seiner eigenen Gedankenblase.

Was mir persönlich besonders gefiel war die Aussprache und die Gesangsleitung Radames, welcher von Magnus Vigilus gespielt und gesungen wurde. Da dieser nur Gast ist, empfehle ich erst recht an dieser Stelle die Chance zu nutzen ihn einmal zu hören.

 

(Foto: Sebastian Hannak Quelle: buehnen-halle.de/aida)

 

Falls Politikwissenschaftler*innrn oder Politik interessierte Opern immer eher langweilig fanden, weil sie nur singen und man nichts versteht, empfehle ich, dieses Stück anzuschauen. Nach dem Feedback den Publikums gab es nicht so große Begeisterung für die Inszenierung, da man mit Videoausschnitten versucht hat, Statements zu erzeugen, welche die heutige politische Lage kritisieren bzw. ansprechen. Damit sollen die Leute angeregt werden nachzudenken. Nicht immer ist es gelungen, die passenden Videomitschnitte in Szene zu stellen. Meistens waren sie eher störend. Deswegen ist meine Empfehlung auch diese Oper zu besuchen um Kultur und Politik verbunden zu sehen.

 

Für Musik und Opernliebhaber ist diese Oper auf jeden Fall ein Besuch werd. Für Leute die mehr Wert auf Inhalt legen sollten sich selbst noch einmal eine Meinung bilden auf der Webseite.

 

Die nächsten Vorstellungen finden statt:

Donnerstag, 25. Januar 2018, 19.30 Uhr,

Sonntag, 28. Januar 2018, 15 Uhr, Oper - Großer Saal 

Sonntag, 04. März 2018, 16 Uhr, Oper - Großer Saal 

ITALIENISCHE WOCHEN Samstag, 24. März 2018, 19.30 Uhr, Oper - Großer Saal 

Mittwoch, 11. April 2018, 19.30 Uhr, Oper - Großer Saal 

Freitag, 20. April 2018, 19.30 Uhr, Oper - Großer Saal

 

Weiter Informationen und einen Radiobeitrag findet ihr unter: buehnen-halle.de/aida

 

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