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Juliane Scheiter

Ich glaube, ich prokrastiniere!

Wer kennt ihn nicht, diesen unüberwindbaren inneren Schweinehund der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, endlich mit der Hausarbeit oder mit den Prüfungsvorbereitungen anzufangen. Stattdessen beschäftigt man sich viel lieber mit unwichtigem Kleinkram, bis der Termindruck einen schließlich einholt. In letzter Minute wird dann unter großer Belastung die Hausarbeit getippt und gerade noch rechtzeitig abgegeben. "So ein Stress - hätte ich doch lieber eher angefangen", sagt man sich mit dem festen Ziel vor Augen, dies wenigstens beim nächsten Mal zu tun. Doch auch wenn man normalerweise aus seinen Fehlern lernt, so scheint es beim inneren Schweinehund nicht der Fall zu sein. Woran aber liegt das?

Es handelt sich um einen ganz natürlichen Mechanismus in der menschlichen Psyche, der vor unangenehmen Arbeiten schützen will. Gerade im Studium hat man jedoch recht oft mit  unangenehmen, aber auch wichtigen Aufgaben zu kämpfen.

Die Frage ist also, wie kannst du deinen inneren Schweinehund überwinden und ihn davon überzeugen, dass das Lernen für die Prüfung wichtiger ist, als das Putzen der Wohnung oder das Sortieren deiner Klamotten nach Farben?

Hier ein paar Tipps, die dir vielleicht weiterhelfen:

Das Problem erkennen
Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Versuche zu erkennen, wann du unnötige Dinge erledigst, statt dich den wirklich drängenden Themen zu widmen. Erkenne das Problem und suche nach der Ursache. Falls es dir an Motivation fehlt, versuche herauszufinden, warum du keine Motivation hast.

Schritt für Schritt
Um deine wichtige Aufgabe anzugehen, kann es helfen, sie in kleinere Schritte zu unterteilen. Eine Hausarbeit kann allein schon durch ihren Umfang einschüchternd wirken. Also versuche, deine Mammutaufgabe in kleine Teile zu zerstückeln, so dass du dich jedem einzelnen Schritt widmen kannst und nicht mehr die Riesenaufgabe vor dir siehst, die dich demotiviert.

Anfangen geht vor Struktur
Der Anfang ist ja oft das Schwerste an der Herausforderung und ist dieser einmal geschafft, wird auch der Hang zur Prokrastination geringer. Wenn du erst mal angefangen hast, mit Schreiben oder mit Lesen oder auch damit, Unterlagen zusammen zu suchen, dann ist die erste Hürde genommen und die Struktur kannst du auch später noch herein bringen.

Erfolge feiern
Um die Prokrastination im Studium zu besiegen, ist es wichtig, immer wieder die eigene Motivation anzukurbeln. Erfolge sorgen für positive Gefühle und diese brauchst du dringend für das Angehen der nächsten Aufgaben. Deshalb: Feiere jedes erreichte Ziel gebührend. Hake erledigte Aufgaben auf Listen ab und belohne dich für deine Termintreue und für Erfolge, auch wenn es nur kleine Erfolge sind.

Perfektion - The enemy
Perfektionismus ist etwas für Genies. Wer immer nach einem perfekten Ergebnis strebt, der wird einerseits nie mit sich zufrieden sein und andererseits nie fertig. Nichts wirkt demotivierender als das Nichterreichen von selbst gesteckten Zielen und Erwartungen. Also: du musst nicht perfekt sein. Wer immer nach Perfektion strebt, verliert an Produktivität. Der Philosoph und Wissenschaftler Pareto hat erkannt, dass man im Leben meist mit 20% seines Aufwandes 80% seines Erfolges erreicht. Und 80% sind ja meist auch in einer Prüfung ein ziemlich gutes Ergebnis.

 

[https://www.studiblog.net/2018/11/09/prokrastination-besiegen-aufschieberitis/]

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