Warum studieren?

Studieren in Halle

Leben in Halle

Alle StudienbotschafterInnen

Mein Blog

„In guter Verfassung“

Jonas Dahmen

Meine Oma fährt zum Hühnermanhattan E-Roller

Bei uns in Halle tönt es jetzt auch überall in der Innenstadt: "They see me rollin' ...They hatin'!" - Einfach gesagt: In Halle fahren jetzt auch E-Roller. Alle wichtigen Fakten und ob Fluch oder Segen - meine Meinung gibt's hier.

E-Roller am Franckeplatz

Foto: E-Roller an der Franckesche Stiftung

Seit 2019 sind in Deutschland E-Roller in den Innenstädten zugelassen und eins ist sicher: Die Dinger polarisieren. Aber bevor ich hier von meiner Meinung dazu berichte, gibts erst einmal ein paar Fakten.

 

Wie viele E-Roller stehen in Halle zur Verfügung?

Die Firma TIER ist die erste, die ihre E-Roller in den Straßen von Halle zur Verfügung stellt. Insgesamt 352 Stück umfasst die Roller-Flotte. Daneben gibt es weitere Anbieter in anderen Städten, wie Lime oder Circ.

 

Wo darf ein E-Roller fahren?

Von der Innenstadt ausgehend durfte zu Beginn der Einführung insgesamt etwa ein Gebiet von 5 Quadratkilometern gefahren werden. Das erstreckte sich vom Hauptbahnhof bis zum Löwengebäude und vom Steintor-Campus bis zum Landesmuseum für Vorgeschichte. Da das Angebot in Halle bisher gut ankommt, wurde das Gebiet gerade noch einmal vergrößert. Wichtig zu erwähnen ist, dass die E-Scooter nur auf dem Fahrradweg oder der Straße fahren dürfen. Bei uns in Halle darf also nicht auf dem Fußgängerweg gefahren werden – Fährt man beispielsweise trotzdem auf dem Markt oder auf dem Boulevard der Leipziger Straße, drosselt der Roller die Geschwindigkeit auf 5 Kilometer pro Stunde. Normalerweise fährt der E-Scooter bis zu 20 km/h.

 

Wie viel kostet eine Fahrt?

Bevor überhaupt gefahren werden kann muss eine Startgebühr von einem Euro gezahlt werden, danach kostet jede Minute 15 Cent - geht also eigentlich voll in Ordnung.

 

Wie läuft es in der Praxis?

Damit ich hier überhaupt beurteilen kann, wie der Roller in Halle funktioniert, habe ich einfach einen Selbstversuch gemacht. Zuerst wird die App des Anbieters installiert. Danach kann ich in der App sehen, wo die einzelnen Roller abgestellt worden sind. Danach wird ein QR-Code gescannt und schon kann es losgehen. Die Bedienung ist recht intuitiv – es gibt einen kleinen Hebel, der die Geschwindigkeit reguliert, sowie Vorder- und Rückbremse. Ganz wichtig ist es, dass immer beide Hände am Lenker sind. Auch wenn das beim Fahrrad nicht unbedingt das Problem ist, kommt man im Stand recht leicht ins Schleudern. Am Ziel angekommen, wird die Miete in der App einfach wieder beendet. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass außerhalb der roten Zone (z.B. Marktplatz oder Campus am Löwengebäude) geparkt wird.

 

Mein Resümee:

Nach all den Fakten ist noch zu klären, was ich von E-Rollern halte. Wie bereits zu Beginn dieses Beitrags erwähnt, polarisiert das Thema E-Roller. Oft liest man davon, dass die Roller einfach quer auf dem Fußweg geparkt werden oder von Antisympathisanten in einen Fluss geworfen werden. Ich persönlich muss sagen, dass mir bisher noch kein Roller im Weg stand. Die Frage, welche man oft im Zuge der E-Roller Diskussion hört, ist die Frage nach der Klimabilanz. Da es die Roller noch nicht so lange in Deutschland gibt, sind Aussagen über ihren CO2 Ausstoß noch ziemlich vage. Klar ist allerdings, dass entscheidend ist, ob sie mit Ökostrom oder konventionellem Strom betrieben werden. Auch die Batterieproduktion ist sicherlich ein CO2-Schlucker – also so richtig gut scheint der Roller dabei nicht wegzukommen. Fazit: Wirklich B-R-A-U-C-H-E-N tut man den E-Roller sicher nicht. Vor allem nicht als Student, da nutze ich dann doch eher mein Semesterticket oder nehme das Rad.  

Zur Übersicht

Unsere Service-Angebote

Für StudienanfängerInnen

Für Eltern und LehrerInnen