Warum studieren?

Studieren in Halle

Leben in Halle

Alle StudienbotschafterInnen

Mein Blog

„World of life science“

Jerome Genth

Premiere Turandot

Gestern besuchte ich die Premiere des Puppentheaters „Turandot“ hier in Halle auf dem Steintor-Campus - passend zu den sommerlichen Temperaturen und einer Sommerproduktion gerecht natürlich Open-Air.

Tagelang anhaltende 30 °C, Sonnenschein und kein Regen in Sicht. Blöd nur, dass pünktlich zur Premiere die Regenwolken aufzogen und es so im schicken Regenponcho zum Theater ging. Kurz vor Beginn des Stücks meinte es der liebe Gott dann aber doch gut mit uns, es hörte zu regnen und der Abend konnte nun richtig beginnen.

Bei einem Puppentheater habe ich mir Handpuppen, den guten alten Kasper und eine Prinzessin mit einer Krone vorgestellt - so wie früher im Kindergarten. Wie ich feststellen musste, lag ich damit aber falsch. Auch wenn die Premiere am Kindertag stattfand, war diese Produktion definitiv für ein erwachsenes Publikum gemacht und zeichnete sich durch eine komplexe Handlung und einen starken Hintergrund aus.

Lebensgroße, kunstvoll gestaltete Puppen in Kombination mit dem eingehenden Gesang der Menschen dahinter schafften eine für mich bis dahin völlig unbekannte Atmosphäre. Ich fühlte mich von diesem Märchen komplett in seinen Bann gezogen und sog alle Eindrücke des Spektakels direkt auf.

Bei der Hauptfigur des Stücks handelt es sich um die chinesische Prinzessin Turandot, welche von Männern und der Rolle der Frauen in ihrer Gesellschaft nicht gerade begeistert war. Um zu verhindern, sich auf eine Ehe mit einem dahergekommenen Prinzen einlassen zu müssen, stellte sie jedem Anwärter drei Rätsel. Würde es einem gelingen, alle Antworten zu erraten, so gehört das Herz der Prinzessin und das gesamte Königreich ihm. Gelingt es ihm jedoch nicht, bezahlt er mit seinem Leben. Als eines Tages der Prinz Kalaf vor den Toren der Stadt steht, nahm das Drama seinen Lauf.

Das tragisch-komische Märchen vertieft sehr anschaulich den Konflikt der Figuren und stellt unterschwellig viele Normen und Ideale kritisch in Frage. Wie kann eine Frau in der patriarchalen Gesellschaft dieser Zeit lieben, ohne ihre Träume und sich selbst vollständig aufzugeben? Wie kann Liebe trotz zu viel Stolz der Figuren und der Position des Adels funktionieren? Die Antworten hierzu müsst ihr jedoch selbst bei einem Besuch auf dem Steintor-Campus herausfinden.

Ein Stück voller neuer unbekannter Eindrücke, Humor und Tragödie, das Zusammenspiel von Kunst und Mensch. Von allem eine bunte Mischung, welche einen Abend im Open-Air Theater zu einem unvergesslichen Ereignis macht. Passend zum Sommeranfang als perfekte, abwechslungsreiche Abendgestaltung zu empfehlen. Ich wünsch euch viel Spaß!

Zur Übersicht

Unsere Service-Angebote

Für StudienanfängerInnen

Für Eltern und LehrerInnen