Warum studieren?

Studieren in Halle

Leben in Halle

Alle StudienbotschafterInnen

Blogbeiträge meiner Vorgänger

Von Mutanten und anderen Dingen

Im Vorlesungsfreien Zeitraum des 3ten Semesters bekommt man einen kleinen Einblick in die Genetik; ein Arbeitsbereich der eng mit der Biochemie verknüpft ist und auch einer von vielen späteren Arbeitsplätzen sein könnte. Da man im gleichen Semester auch schon die Vorlesung zusammen mit Biologen und Bioinformatikern gehört hat, fühlt man sich bestens  für eine Woche Arbeit mit DNA und Mutanten vorbereitet.

Dabei werden in der Zeit 6 Versuche durchgeführt, welche die grundlegenden Arbeitsmethoden der Genetik näherbringen und nebenbei auch die Theorie dahinter verdeutlichen soll. Dazu gibt es natürlich zu jeden Versuch erstmal eine Einführung von den verschiedenen Betreuern, welche mal direkt am Institut selbst arbeiten oder aber vom Leibnitz-Institut für Pflanzenbiochemie kommen. Im Anschluss geht es dann endlich an die Arbeit.

So besteht zum Beispiel ein Versuch daraus Mutanten von Fruchtfliegen zu zählen um deren Phänotypen zu erkennen. Dabei ist z.B. neben der Augenfarbe auch zwischen Männchen und Weibchen zu unterscheiden, was leider bei Fliegen nicht immer ganz einfach ist – besonders wenn sie versuchen wegzufliegen. Um das zu verhindern betäubt man die Fliegen daher mittels CO2. Hat man dann schließlich alle ausgezählt so kann man aufgrund seiner Ergebnisse letztendlich auch  auf die Genotypen der Fruchtfliegen schließen.

Oder aber man vergleicht Tomaten DNA um verschiedene Pflanzen einer Art zu zuordnen.Dabei kommen dann auch moderne Pipetten zum Einsatz, welche kleinste Flüssigkeitsmengen im µl-Bereich aufnehmen können. Aber um die DNA erstmal zu erhalten müssen die Zellen zerstört werden. Hierzu wird unter anderem flüssiger Stickstoff verwendet, welcher nicht unbedingt nur Pflanzen innerhalb weniger Sekunden schock gefriert. Am Ende wird daraufhin dann PCR (Polymerase-Chain-Reaction) und Gelelektrophorese angewendet um die verschiedenen Pflanzen zuzuordnen.

Diese beiden Methoden werden auch in der sogenannten DNA-Fingerprintanalyse angewendet – ein Verfahren was auch in der Forensik oder für Vaterschaftstest angewendet wird. Dabei kann man freiwillig auch sein eigenes Blut testen um zu sehen, ob man verschiedener genetischen  Sequenzen homo- oder heterozygot ist. Führt man dieses Verfahren mit vielen verschiedenen Sequenzen durch, so kann man schnell feststellen, ob eine Vaterschaft überhaupt möglich ist.

Am Ende dieser Woche hat man finde ich einen guten Einblick in zumindest einige Methoden der Genetik erhalten und auch wirklich die Theorie dahinter verstanden. Das ist natürlich auch praktisch, da im nahen Zeitraum  die Genetik-Klausur geschrieben wird. Unter anderem auch deshalb wird während des Praktikums auch auf Testate verzichtet und die Protokolle sind weniger ausführlich, als was man sonst gewöhnt ist. Somit macht es auch nicht viel, dass die Versuche mitten in den Ferien bzw. Klausurenzeit liegen und ich freue mich jetzt schon auf das tiefergehende Praktikum im 5ten Semester für die Molekulare Genetik.

Zur Übersicht

Unsere Service-Angebote

Für StudienanfängerInnen

Für Eltern und LehrerInnen