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Jenny Chaudhry

Shakespeares "Romeo & Julia" grandios!

Tragik & Komödie perfekt inzeniert

Samstag, der 12. September, es ist wieder Premierenzeit am Neuen Theater Halle.

Romeo & Julia, ist genau wie Dirty Dancing oder die Titanic ein Stoff, den jeder kennt. Und doch bin ich neugierig darauf, was Regisseur Christian von Treskow wieder hervor gezaubert hat. Das NT ist ja bekannt für eigene Inzenierungen und so bin ich auch bereits in den ersten Minuten von Lorenzo´s Monolog beeindruckt. Äußerlich in Pelz und Gold, aber barfuss, dafür mit Sonnenbrille und wallender weißer Haarpracht gehen seine Worte unter die Haut. 

Danach folgen schnelle Abfolgen, flott mit Musik untermalt, die den Staub von Shakespears Werk regelrecht weg wehen. Ein Romeo, der völlig dem Bahn der Liebe unterworfen ist und eine Julia, die so anmutig, aber eben auch rotzfrech ist, lassen mich schmunzeln. Es hat was lockeres, leichtes und auch lustiges.

(Foto: Bühnen Halle)

Die Witwe Capulet bietet aus meiner Sicht, gleich nach Julia, die größte schauspielerische Leistung an diesem Abend. Der Wortwitz ist grandios, die Körpersprache und Mimik sind erfrischend und ihre Aufregung absolut glaubhaft, als Julia ihr erklärt, dass sie nicht vorhat den Grafen Paris zu ehelichen.

(Foto: Bühnen Halle)

Nach einer kurzen Pause folgt das Finale, jeder kennt es. Und doch bewegt es mich. Die Facetten der verzweifelten Julia, die nun Lorenzo als letzte Rettung sieht. Der verbannte Romeo, der auf eine Nachricht von Lorenzo wartet. Der Bote, der es nicht schafft diese wichtige Nachricht über den klugen Plan, zu überbringen. Der andere Bote, der Romeo vom Tode Julias berichtet und sein rasender Weg zu Julias vermeintlicher Grabstätte. Kurz vor der Ohnmacht reißt er den Bühnenboden auf, findet Julia aufgebarrt und legt sich mit letzter Kraft zu ihr. Schnell rafft es ihn, dank des Giftes des schrillen Apothekers, dahin. Die Verzweiflung Julias, als sie erwacht, der Dolch als rettende Lösung und das Ende ist geschrieben.

Es folgt das Geständnis von Lorenzo, wie Romeo & Julia zueinander standen, das er sie getraut hat, verbunden in Liebe. Dies soll die verfeindeten Familien wieder vereinen.

Was folgt ist rauschender Applaus, Pfeifen, Bravo-Rufe und begeisterte Stimmen. Immer und immer wieder verneigt sich das Ensemble vor dem tobendem Publikum.

Leise verlasse ich den Saal, einerseits lächelnd, andererseits ergriffen, aber in jedem Fall voller Gedanken, Bilder und dem Gefühl etwas grandioses gesehen zu haben.

 

(Foto: Bühnen Halle)

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