Warum studieren?

Studieren in Halle

Leben in Halle

Alle StudienbotschafterInnen

Blogbeiträge meiner Vorgänger

Die Schneekönigin - Oper Halle

So aktuell wie im 19. Jahrhundert, ist es auch heute: Sehnsüchte, Ängste und Träume der Menschen überwinden Grenzen und verändern die Welt.

Das Märchen von der Schneekönigin kennen wir alle aus unserer Kindheit. Es wurde uns erst vorgelesen und später lasen wir es selbst. Es gehört zur Weihnachtszeit wie der Tannenbaum und der Lebkuchen.

Für mich hat dieses Märchen eine sehr große Bedeutung, insofern war ich sehr neugierig wie Marlis Hirche und Oliver Dassing dieses allen bekannte Stück inszenieren. 

Und ich wurde belohnt. Bereits das erste Bühnenbild, bestehend aus einer überdimensionalen Spieluhr, wie wir sie aus Großmutters Zeiten kennen, war im Detail aufwendig und liebevoll gestaltet. Diese wurde zum zentralen Mittelpunkt des Märchens. Es zeigte das Heim der Kinder Gerda & Kai bei der warmherzigen Großmutter und deckte alle Stationen auf Gerdas Reise auf der Suche nach ihrem Freund ab. Beeindruckend fand ich persönlich die Darstellung der Blumenwiese. Kleine Mädchen spielten Gänseblümchen, die um Gerda tanzten und sich in der Spieluhr drehten. Schneeflocken als Tänzer umwirbeln Gerda und gar lustige Tiere kreuzen ihren langen Weg. Besonders möchte ich hier den Elch erwähnen, so einen starken Freund wünscht sich wohl jedes junge Mädchen. Als Gerda erschöpft und durchgefroren war, nahm er sie auf den Rücken und brachte sie ans Ziel ihrer Reise, in das Schloss der Schneekönigin.

Damit bin ich auch schon bei dem zweiten Bühnenbild. Ein Glitzerpalast mit einer imposanten Treppe, auf der die Schneekönigin zur Welt hinab blickte, irgendwo im kalten Finnland. Als Cornelia Heyse diese Treppe, ohne nach unten zu schauen, hinunter stieg, hielt ich die Luft an. Ohne zu zögern, aufrecht und mit stolzer Haltung glitt die Schauspielerin mit unglaublich hohen Schuhen fehlerfrei diese unzähligen Stufen hinunter.

Das gute Ende des Märchens war liebevoll gestaltet. Die Schauspieler Gerda (Anke Retzlaff) und Kai (Max Radestock) waren wieder grandios und komplett mit ihren Rollen verwoben. Beide hatten mich bereits bei "Romeo & Julia" komplett in ihren Bann gezogen. Welch eine Freude, diese beiden wieder zu erleben. 

Untermalt wurde das Stück im Gesamten mit unglaublich schöner abwechslungsreicher Musik, zum Beispiel von  Vivaldis Jahreszeiten und Smetanas Moldau bis zu „Here comes the sun“ und „Lemon tree“.

Mein Fazit: absolut sehenswert! Für Familien, für Kinder und auch für Erwachsene, die sich verzaubern lassen möchten.

 Vielen Dank für diesen Moment.

(Foto: MLU / Jenny Chaudhry)

Zur Übersicht

Unsere Service-Angebote

Für StudienanfängerInnen

Für Eltern und LehrerInnen