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CASANOVA & MOZART

Ralf Rossa & Pure Leidenschaft

Am Frei­tag besuchte ich die Oper Halle zu einer Ballett-Uraufführung von Ralf Rossa. Ich bin seit vielen Jahren absoluter Liebhaber der Inszenierungen von Halles Ballettdirektor.

Ralf Rossa wid­met sich mit »Casa­nova« der his­to­ri­schen Figur des berühm­ten Frau­en­hel­den. Das Ballett-Ensemble prä­sen­tiert die Geschichte die­ser fas­zi­nie­ren­den Per­sön­lich­keit – beglei­tet von Wer­ken des Musik­ge­nies Wolf­gang Ama­deus Mozart.

Der alte Casanova ist in die Jahre gekommen und schreibt an seinen Memoiren. Dabei erinnert er sich an vergangene Zeiten voller Verführung, Sinnlichkeit und Rausch. An Begegnungen mit unzähligen Frauen, von denen ihm aber Giulia am meisten den Kopf verdrehte.

Durchaus anzüglich, aufregend und fast spürbar stellt Rossa die Lust an der Leidenschaft Casanovas dar. Es wäre gelogen, wenn man als Frau da nicht auch weiche Knie bekäme, bei dieser überquellenden Phantasie.

 Es ist nicht nur ein sympathisches Porträt aus Wahrheit und Erfindung, das Rossa entwirft, sondern auch ein Sittengemälde humaner Lebenskultur des 18. Jahrhunderts in warmen Farben und es ist vor allem die pure Lebensfreude, die Rossa körperhaft zum Ausdruck bringt. Mit dem Spiel auf zwei Ebenen, in Gegenwart und Vergangenheit, unterstrichen von Lichtmalerei, unglaublichen Masken und prächtige schwarzgoldene Kostüme ist der Abend eine traumhaft schwarze, strenge, aber vergoldete Erinnerung an gelebte Freude und erinnertes Glück.

Klassisches Ballett mit Spitzentanz fasziniert genauso wie das moderne Ballett, die Tänzer überzeugen, egal ob sie Pirouetten drehen oder springen. Ob mehrere Protagonisten auf der Bühne agieren, in der jeder gleichzeitig seine eigene Szene spielt und man zunächst nicht weiß wohin man schauen soll oder ob Casanova allein seinen Emotionen Bilder verleiht, dass man atemlos zurück bleibt, es ist mal wieder ein Meisterwerk von Rossa.

Immer wieder kehrender Applaus nach jeder Szene bestätigt das es allen anderen genauso geht wie mir. Stehende Ovationen am Ende, ein bebendes Publikum und lange währender Applaus feiern Ralf Rossa. Er hat sich wieder mal selbst übertroffen. Danke!

Fotos: Falk Wenzel

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