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Eric Scharfenberg

Ich will wissen, woher der Wind weht.

Ich studiere Lehramt Sekundarschule Sport und Geographie und bin Studienbotschafter für Geowissenschaften

Eric Scharfenberg

Raus aus dem Büro und ab vor die Klasse

Manchmal muss man einen Umweg gehen, um ans Ziel zu kommen. Als ich mit 16 meinen Realschulabschluss in der Tasche hatte, zog es mich erst mal in die Praxis. Ich hatte keine Lust mehr auf Schule und begann stattdessen eine Lehre zum Industriekaufmann. Mein Ausbildungsbetrieb war eine Laminatfirma im sächsischen Großenhain. In diesem im Landkreis Meißen gelegenen Städtchen, in dem ich auch aufgewachsen.

Nach dem Abschluss hat mich die Firma übernommen und so stand ich ziemlich schnell mit ziemlich viel Verantwortung da, aber auch mit einem eigenen Gehalt. Ich wurde als Vertreter für das Kundengeschäft in Skandinavien und Osteuropa eingesetzt. Der Job hat mir viel Spaß gemacht, aber er hat mich allmählich auch auf eine andere Fährte geführt: Immer, wenn ich auf einer meiner zahllosen Dienstreisen unterwegs war, und ich lange im Zug oder im Auto saß, zogen die unterschiedlichsten Landschaften an mir vorbei. Oft habe ich mich dabei gefragt, wie sie eigentlich entstanden sind.

Irgendwann wurde mir klar: Antworten darauf findet man in den Geowissenschaften. Und so war der Wunsch geboren, Geografie und Sport auf Lehramt zu studieren. Zuvor musste ich allerdings noch das Abitur nachholen. Dieser Abschluss war für mich nicht automatisch vorgezeichnet. Meine Mutter hat mich zwar immer dabei unterstützt, aber ich bin der erste aus unserer Familie, den es auf die Uni gezogen hat.

2017 war es endlich soweit, mit 23 Jahren war ich mit dem Abi fertig und begann mein Studium an der MLU. Ich bin also etwas älter als viele meiner Kommilitonen, aber das ist oft sogar ein Vorteil. Meine praktischen Erfahrungen nutzen mir enorm. Ich bin gut organisiert und hatte von Anfang an keine Probleme, strukturiert zu arbeiten.

Beworben habe ich mich an mehreren Unis gleichzeitig, und fast überall eine Zusage erhalten. Die Entscheidung für Halle ist vor allem deshalb gefallen, weil die Stadt eine angenehme Größe hat, sie außerdem ein schönes Lebensumfeld besitzt und noch dazu bezahlbar ist. Das ist für mich sehr wichtig, denn ich bekomme kein Bafög und muss von einem Studienkredit leben.

In Halle ging das von Anfang an ziemlich gut. Ich hab sofort einen Platz in einer sehr netten WG gefunden und fühle mich sehr wohl. Um Geld zu sparen, gehe ich seltener weg, und treffe mich stattdessen lieber mit Freunden zu Hause oder auf der Peißnitzinsel. Trotzdem: Halle hat viele nette Kneipen zu bieten, in die ihr Euer Geld tragen könnt. Mich erinnert die Stadt wegen ihrer vielfältigen Kulturszene oft an Dresden. Und das ist durchaus als Kompliment gemeint.

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