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„Auf den Spuren Franckes, Schleiermachers und natürlich Händels“

Charlotte Wagner

Die Theologischen Tage / Deus ex machina

Hast du Dich schonmal gefragt, was Du und die Kirche eigentlich mit Künstlicher Intelligenz zu tun haben?

Nein? Ich auch nicht, bevor im Januar eine große Veranstaltung an unserer Fakultät angeboten wurde. Da ging es nämlich 2 Tage lang um dieses große Thema; es gab Workshops und Vorlesungen, es wurde diskutiert und sich ausgetauscht. All das nennen wir die „Theologischen Tage“.

Seit mehreren Jahrzehnten ist es in Halle Tradition, sich ein paar Tage Zeit zu nehmen für Diskussionen und Austausch, abseits vom normalen Fakultätsalltag. Da werden die Türen für jedermann (und -frau ;)) geöffnet und es geht um Themen, die die Gesellschaft, die Kirche und die Theologie bewegen. „Kirche und Krieg“ oder „Judentum und Protestantismus“ zum Beispiel. Dieses Jahr stand die „Künstliche Intelligenz als Theologische Herausforderung“ auf dem Plan.

Denn je weiter die Forschung voranschreitet, desto mehr fragen sich Theologinnen* und Theologen* natürlich auch, wie die neue Technologie in die theologische Arbeit mit einbezogen werden kann, welche Möglichkeiten und auch welche Grenzen es gibt bzw. geben sollte.

Alle Vorlesungen und Workshops behandeln ein bestimmtes Thema. So ging es zum Beispiel um die „Digitale Kirche“ in der Evangelischen Landeskirche in Mitteldeutschland (EKM), ein Konzept, das kirchliche Arbeit auch durch eine Internetseite und Impulse auf Facebook erreichbar machen soll (https://onlinekirche.ekmd.de). Aber auch die lange Geschichte des „Menschen als Schöpfer“ in der Hebräischen Bibel (Altes Testament) wurde in den Blick genommen. Allgemeinere Themen kamen auch zur Sprache, wie zum Beispiel die Vorteile und Nachteile der Nutzung von Robotern in Krankenhäusern, bei Operationen usw.

Ich habe als studentische Hilfskraft mitgeholfen – denn hinter den Kulissen muss natürlich auch Einiges organisiert und betreut werden, zum Beispiel der Empfang der Gäste und Vortragenden, aber auch wer in welchem Raum seine/ihre Veranstaltung abhalten kann. Kleine Kaffeepausen strukturieren die Abläufe. Was nach viel Arbeit klingt und auch ist, wird durch die vielen helfenden Hände verteilt.

Nach meiner Arbeitszeit habe ich einen Workshop besucht. Es ging in einer Textarbeit um die Kritik und Vorteile der Künstlichen Intelligenz. Wir haben dort vor allem untereinander und miteinander geredet, verschiedene Generationen haben sich ausgetauscht. Interessant fand ich, dass die ältere Generation zwar die KI nutzt (im Auto bei automatischen Bremsen oder im Smartphone), aber große Angst hat vor Datenklau, wobei ich mir darüber kaum Gedanken mache und eher die Vorteile sehe. Es kommt eben auf denBlickwinkel an.

 

Für die Studierenden der MLU ist das alles jedes Jahr kostenlos. Jede/r kann kommen, wenn er/sie Zeit und Lust hat und sich die Veranstaltungen anschauen, zuhören und auch mitdiskutieren. Dazu muss man auch nicht an unserer Fakultät studieren! Oft kommen auch Ehemalige, die mittlerweile arbeiten oder im Ruhestand sind.

Im Nächsten Jahr, vom 15.-16.01.2020, wird es in der Theologischen Fakultät über das Thema „Fluides Geschlecht“ aus der Sicht der Bibel gehen. Ich bin mir sicher, dazu gibt es viel zu sagen! Ich freue mich schon. Vielleicht sehen wir uns ja. :)

PS: hier kannst Du das ganze Programm einsehen und hier gibt es als allererstes Infos zu den Theologischen Tagen 2020!

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